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DVB-T: Techniktrends 2017 ziehen dem Standard den Stecker

Flachbildfernseher und Playstation auf einer grauen TV-Anrichte im hellen Wohnzimmer DVB-T ist dort schon lange nicht mehr zu finden

Dem Antennenfernsehen DVB-T wird Ende März 2017 der Stecker gezogen. Daran sind die Techniktrends der kommenden Monate nicht ganz unschuldig. Zudem wird im folgenden Beitrag darüber aufgeklärt, was Verbraucher von Digitaldienstleistern in diesem Jahr erwarten werden.

Infografik zu DVB-T: Die meisten Haushalte sehen anders fern

Im ersten Quartal 2017, voraussichtlich Ende März, wird das Digital Video Broadcasting Terrestrial, kurz DVB-T, durch den neuen DVB-T2-Standard ersetzt. Das Ärgerliche: viele, damals extra für den DVB-T-Empfang angeschaffte Geräte, müssen durch neuere Modelle ersetzt werden. Zudem sollen danach Gebühren für den Empfang der privaten Fernsehsender anfallen.* Doch wie unten aufgeführte Infografik eindrucksvoll demonstriert, betrifft das hierzulande nicht allzu viele TV-Haushalte.

Infografik zum Thema DVB-T
Oben eingefügte Infografik zeigt, dass DVB-T für die meisten Haushalte sowieso keine Rolle spielt(e). (Quelle: de.statista.com / CC BY-ND 3.0)

Techniktrends 2017: Das erwarten Verbraucher von ihren digitalen Dienstleistern

Dem Digitalisierungsbericht der Medienanstalten zufolge empfangen noch nicht einmal zehn Prozent der Deutschen ihre Lieblingsfernsehsendungen über DVB-T. Die im Folgenden näher vorgestellten, von Vodafone Deutschland prognostizierten**, Techniktrends 2017 werden vermutlich einen zusätzlichen Beitrag dazu leisten, dass auch der Nachfolger, DVB-T2, keinen großen Anklang bei den deutschen TV-Zuschauern finden wird.

Techniktrend Nr. 1: Fernsehen – Zuschauer erwarten individualisiertes Programmangebot

Klassisches TV ist auf dem Rückzug“ titelte im November vergangenen Jahres der Hightechverband BITKOM. Für 72 Prozent der Video-Streamer ist es wichtig, sich nicht mehr unter Druck setzen lassen zu wollen, um rechtzeitig zur Lieblingssendung zuhause zu sein. Stattdessen wollen sie schauen, wann und wo es ihnen passt – über den Festplatten-Rekorder, auf Abruf auf dem Smart-TV oder unterwegs mit dem Tablet. Das zeigt: In der TV-Landschaft ändert sich das Verhalten der Zuschauer entscheidend. Weg vom linearen TV-Konsum hin zur flexiblen Nutzung. Mediatheken und Streaming-Dienste sind auf dem Vormarsch, weil Nutzer ihren Tagesablauf selbst bestimmen wollen und ein zunehmend individualisiertes Programmangebot erwarten

Ebenso schreitet die Umstellung von analogem zu digitalem Fernsehen weiter voran: Bereits 82 % der Kabel TV-Kunden schauen digital fern. Tendenz weiter steigend. Um dem Trend zu immer größeren TV-Bildschirmen gerecht zu werden, setzen Hardware-Hersteller zudem vermehrt auf Ultra-HD Geräte. Diese liefern ein gestochen scharfes Fernseh-Erlebnis – auch bei besonders großen Bildschirmdiagonalen.

Techniktrend Nr. 2: Breitband – Highspeed-Netze für das Smart Home

Bis 2020 eine Million Smart Homes? Nicht ganz unwahrscheinlich. Deloitte und BITKOM erwarten gar, dass die Zahl der vernetzten Haushalte in Deutschland bereits 2018 auf über eine Million angestiegen sein werden. Bereits heute verfügbar: smarte Sicherheitssysteme und Steckdosen, die bequem über das Smartphone oder Tablet gesteuert werden. Am allerliebsten jedoch würden Menschen lästige Pflichten im Haushalt wie putzen oder bügeln an smarte Helfer abgeben.

Techniktrend Nr. 3: Mobilfunk – Höhere Gesprächsqualität und Highspeed-Surfen

Die neuen Smartphone-Modelle werden sich wesentlich schneller aufladen lassen als ihre Vorgänger. Neuheiten wie der Anschluss USB Type C, der bereits im Google Pixel, dem Huawei Mate 9 und dem LG G5 verbaut ist, machen es möglich. Dementsprechend muss sich das Telefonieerlebnis weiter verbessern. Mobilfunkanbieter müssen in die Optimierung der Sprachqualität investieren. Auch in den Ausbau des LTE-Netzes muss das Augenmerk gerichtet werden, um im mobilen Netz in bester Qualität und Geschwindigkeit zu surfen, HD-Filme herunterzuladen, Musikvideos in Top-Qualität zu genießen oder Live-Spiele der Fußball-Bundesliga auch unterwegs in HD-Qualität anzuschauen. Zusätzlich zu Hardware-Trends, kristallklarer Telefonie und Highspeed-Surfen wird für 2017 ein kräftiger Schub beim mobilen Bezahlen mit dem Smartphone erwartet.

Techniktrend Nr. 4: Virtual Reality – VR setzt sich durch

Mittendrin statt nur dabei – VR-Hardware erlaubt Spiele- und Filmfans in eine andere Welt einzutauchen. Während für einen VR-Helm für den PC oft mehrere hundert Euro fällig werden, sind VR-Brillen, die das Smartphone als Bildschirm nutzen, schon vergleichsweise günstig zu haben. Trendsetter bei der Weiterentwicklung der Technologie ist der Hardware-Hersteller HTC. Branchenspezialisten erwarten, dass HTC bereits im Frühjahr 2017 den Nachfolger seiner heutigen VR-Brille (HTC Vive) vorstellen wird – und damit der Technologie

Über Vodafone Deutschland:

Vodafone Deutschland ist eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen und zugleich der größte TV-Anbieter der Republik. Mehr darüber erfahren am Thema Interessierte im Internet unter www.vodafone-deutschland.de (Copy & Paste).

*Vom DVB-T-Umstieg Betroffene erfahren mehr zum Thema im Internet. Zum Beispiel hier: „DVB-T2 startet 2017 – TV in HD, dafür Gebühren für die Privatsender“, zuletzt abgerufen am 04.01.2017 auf www.rp-online.de

**Bei den hier vorgestellten Techniktrends 2017 handelt es sich um eine Kurzzusammenfassung einer Mitteilung von Vodafone Deutschland. Der vollständige Text kann unter folgendem Kurzlink als PDF (nicht barrierefrei) heruntergeladen werden: bit.ly/2jceDSW (Copy & Paste).

Christoph Schroeder

2 Kommentare zu “DVB-T: Techniktrends 2017 ziehen dem Standard den Stecker

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