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New Work. Potenziale werden selten genutzt

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Die Digitalisierung der Arbeitswelt bietet Unternehmen und ihren Angestellten sowohl Chancen als auch Risiken. Letzteres scheinen viele Betriebe zu fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

New Work? Die meisten bleiben im Büro!

Unter New Work, auch „Arbeiten 4.0“ genannt, versteht man einen innovativen Ansatz in der Gestaltung der modernen Arbeitswelt. Ziel ist die Anpassung an den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft beziehungsweise den damit verbundenen Herausforderungen. Doch anscheinend möchte der Großteil Belegschaft davon nichts wissen.

Das zumindest legen jüngste Ergebnisse der Arbeitszeitbefragung 2015 des Institut für Arbeit & Personal (iap) der FOM Hochschule für Ökonomie & Management nahe. Lediglich 14,2 Prozent der über 500 befragten Fach- und Führungskräfte „ … arbeitet mehr als 20 Prozent oder zehn Stunden pro Woche an anderen Orten als an ihrem üblichen Arbeitsplatz“, so iap-Direktorin Prof. Dr. Ulrike Hellert. Wenn überhaupt, dann sind die beliebtesten Alternativen zum Büro:

  • Außendienst (57 Prozent),
  • Home Office (43 Prozent),
  • Verkehrsmittel (19 Prozent).

Furcht vor der ständigen Erreichbarkeit

Das ist für die Fachfrau insofern überraschend, weil immerhin gut 39 Prozent der Befragten im Zuge ihrer Arbeit mobile Endgeräte nutzen. Der Grund für die teils widersprüchlichen Ergebnisse könnte der Umstand sein, dass ständige Erreichbarkeit Segen und Fluch zugleich sind. Das sieht auch Hellert so: „Bei fast 47 Prozent mischen sich Arbeits- und Privatleben zeitlich sehr oft oder eher oft, bei 16,2 Prozent ist eine Erreichbarkeit sogar rund um die Uhr gegeben.“

Laptop, Smartphone & Co. kommen vor allem vor Arbeitsbeginn oder nach Feierabend zum Einsatz (59,9 Prozent). Dicht gefolgt vom Dienstweg (59,4 Prozent), an „freien“ Wochenenden (38,6 Prozent) oder im Urlaub (35 Prozent).

Regeln aufstellen und umsetzen

Eine solche Entwicklung kann für Mitarbeiter ernsthafte gesundheitliche und psychische Folgen haben. Um diesen entgegenzuwirken, nimmt die iap-Direktorin auch die Unternehmen selbst in die Pflicht. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen auf der einen Seite Transparenz: Wann muss ich erreichbar sein, wann habe ich Feierabend? Auf der anderen Seiten brauchen sie die Verlässlichkeit, dass diese Regelungen auch wirklich eingehalten werden“, so die Expertin. In einigen Ländern wird sogar die Politik aktiv. Geht es nach dem Willen der Regierung, heißt es bald in Frankreich: Keine Mails nach Feierabend.

Christoph Schroeder

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