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New Work: 5 Fragen – 5 Antworten

Sie haben vom Sieben-Tage-Wochenende schon einmal gehört und sind bereits über den Begriff „New Work“ gestolpert. Wissen vielleicht auch, dass es dabei um die Modernisierung der Arbeitswelt geht, aber können sich nicht genau vorstellen wie das genau funktioniert? Dann haben wir hier einige Antworten auf die fünf gängigsten Fragen zum Thema: New Work.

 

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Während der Arbeitszeit die Füße hochlegen? – Mit New Work möglich! (Bild: StartupStockPhotos.com)

1. Was ist New Work?

New Work oder auch das Synonym „Arbeiten 4.0“ versteht sich als innovativer Ansatz in der Gestaltung der modernen Arbeitswelt und als Anpassung an die Herausforderungen an den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Angepasst an die Digitalisierung und Globalisierung der Arbeitswelt verspricht der New Work Ansatz frischen Wind in veraltete Jobsysteme zu bringen. Dabei soll das klassische Konzept von Arbeit organisatorischer und räumlicher Flexibilität weichen. Das bedeutet also selbstständiges Arbeiten und Freiräume für Kreativität im Job statt 08/15-Büroabläufe.

2. Welche Philosophie steckt dahinter?

Das Konzept der „Neuen Arbeit“ – New Work – wurde vom austro-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt. In seiner Untersuchung des amerikanischen Freiheitsbegriffs gelangte er zum Schluss, dass wahre Freiheit nicht nur die Wahlfreiheit sei, etwas zu tun oder nicht zu tun, sondern auch „Handlungsfreiheit“. Also die Möglichkeit, etwas wirklich Wichtiges zu tun. Mit Hilfe dieses Grundverständnisses entwickelte er für seine praktische Forschungsarbeit das Konzept der New Work und formulierte die zentralen Werte von neuer Arbeit: Selbstständigkeit, Freiheit und Teilhabe an der Gemeinschaft.

3. Wie genau funktioniert die Umsetzung?

Lesen Sie eine Jobbeschreibung in der von flexibler Arbeitszeitgestaltung und flexiblem Arbeitsort, kurzen Wegen und flachen Hierarchien im familiärem Team gesprochen wird, sind dies die ersten Anhaltspunkte für ein New Work Unternehmen. Wenn sich nun auch der Chef selbst eher als Moderator als als Führungskraft sieht und Sie ihn kaum von den anderen Teammitgliedern unterscheiden können, dann können Sie sich sicher sein: Sie haben ein Unternehmen gefunden, dass die Philosophie von „New Work“ lebt. Dort gehört das Homeoffice zum Alltag, feste Bürozeiten sind dagegen eher die Seltenheit. Persönliche Kreativität und der offene, fast freundschaftliche Umgang im Team stehen im Vordergrund. Ein New Work Unternehmen wird Ihnen viel Platz für die eigene Entfaltung und Ihre persönliche Kreativität bieten. (Lesen Sie dazu auch auf AGITANO New Work: Verabschieden sie sich von Regeln)

4. Nur Vorteile?

New Work, das klingt nach grenzenloser Freiheit. Dabei gehört aber ein gutes Selbstmanagement und Eigendisziplin zu den Grundvoraussetzungen eines jeden Arbeitnehmers. Das ist nicht immer leicht, gerade wenn man daran denkt arbeiten zu „müssen“. Auch das Fehlen von festen Strukturen und Abläufen kann zur Schwierigkeit werden. Denn genau diese starren Grenzen machen es Angestellten leicht, auch mal nach Checkliste zu arbeiten, wenn etwas schief läuft und die Problemlösekompetenz an ihre Grenzen stößt. Flexibilität und Lust auf Neues sind eben nicht jedermanns Sache. Zu gerne gewöhnen wir uns an Arbeitsweisen und denken: Bitte bloß keine Veränderung!

5. Bedeutet das jetzt zwei Tage Arbeit – fünf Tage Freizeit?

Aber alles halb so wild. New Work bedeutet nämlich auch: Ich identifiziere mich mit meiner Arbeit. Kenne deren Bedeutung für das Unternehmen und weiß um die Wichtigkeit meiner Arbeit. Ich kann bei Teamentscheidungen aktiv mitwirken und mich wirklich einbringen. Und vor allem: Ich weiß wofür ich gerne arbeite. Ein Leichtes also, morgens gerne für ein New Work Unternehmen aufzustehen und sich trotz Arbeit wie im Sieben-Tage-Wochenende zu fühlen.

Claudia Zesewitz

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