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Alternative Investments: Was die innovativen Wertanlagen kennzeichnet

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Nicht nur wegen der anhaltend niedrigen Zinssätze für klassische Wertanlagen zeichnete sich seit einiger Zeit ein besonderer Boom ab: Anleger konzentrieren sich mehr und mehr auf alternative Investments. Deren großes Spektrum reicht von Immobilien, über erneuerbare Energien bis hin zu Kunst. Neben dieser Vielfalt locken häufig auch hohe Renditen. Doch was genau steckt hinter alternativen Investments? Erfahren Sie in diesem Beitrag, was diese Kapitalanlagen kennzeichnet und was Sie beim Anlegen nicht vergessen sollten, damit Sie diese sinnvoll für Ihren Vermögensaufbau nutzen können.

Was verbirgt sich hinter alternativen Investments?

Eins vorweg: eine allgemeingültige Beschreibung dessen, was alternative Investments ausmacht, gibt es nicht. Im allgemeinen Verständnis umfassen sie alle Geldanlagen jenseits der traditionellen Produkte wie Aktien, festverzinste Wertpapiere, Anleihen oder Investmentfonds. Zudem erstrecken sich alternative Investments auf äußerst vielfältige Bereiche wie

  • Infrastruktur-Investments, worin zwischen sozialer und ökonomischer Infrastruktur unterschieden wird. Erstere bezieht sich auf die Investition in Pflegeheime, Krankenhäuser oder Bildungs- und Kultureinrichtungen. Dagegen umfasst die ökonomische Infrastruktur Bereiche wie Telekommunikation, Transport- und Verkehr oder Energieversorgung.
  • Hedgefonds. Bei diesen Investmentfonds wird das Kapital in besonders vielschichtige und risikoreiche Strategien angelegt. Damit Profit hervorgeht, spielt der Einsatz von komplexen Risikomanagementsystemen eine entscheidende Rolle. Dazu zählen zum Beispiel Shortpositionen und Hebelprodukte, wodurch selbst bei fallenden Kursen Gewinne generiert werden können.
  • Commodities beziehungsweise Rohstoffe wie Industrie- und Edelmetalle, Erdöl, Erdgas oder Agrarrohstoffe. Diese sind wiederum in Hard und Soft Commodities untergliedert. Die erste Gruppe umfasst begrenzt verfügbare, nicht nachwachsende Rohstoffe, wie Erdöl oder Erdgas. Dagegen zählt man verderbliche und nachwachsende Ressourcen unter der Kategorie Soft Commodities.
  • Der Erwerb von Immobilien mit dem Ziel, hohe Renditen zu erwirtschaften. Das kann durch den Weiterverkauf oder die Vermietung eines Objekts gelingen. Investiert wird dabei entweder direkt in eine Immobilie oder in Immobilienfonds. Daneben werden an der Börse sogenannte Real Estate Investment Trusts als Aktiengesellschaften gehandelt. Deren Fokus liegt in erster Linie auf dem Immobilienhandel.
  • Private Equity beziehungsweise privates Beteiligungskapital. Hier haben sowohl institutionelle Anleger als auch Privatanleger die Option, Firmenbeteiligungen zu erwerben. In der Folge profitieren diese auch von den Unternehmenserfolgen.
  • Andere Vermögenswerte wie Kunst, Wein, Patente, Schmuck oder Autos. Denn es gibt eine Reihe von Luxusgegenständen, darunter zum Beispiel Fahrzeuge aus den 1950er Jahren, die im Laufe weniger Jahre eine enorme Wertsteigerung erfahren.

Diese äußerst breite Palette ist ein wesentlicher Faktor, weswegen alternative Investments speziell seit den letzten Jahren an Bedeutung zunahmen – nicht nur für Großinvestoren sondern auch für Privatanleger. Professionelle und fundierte Beratung zu diesem Thema erhalten interessierte Investoren beispielsweise von Options Group GmbH. Das weltweit tätige Unternehmen mit Sitz in Frankfurt ist nicht nur im Bereich der alternativen Investments tätig, sondern auch in den Themenfeldern Investmentbanking, Asset Management, Renten, Währungen, Risikomanagement sowie Informationstechnologie.

Zunehmende Beliebtheit bei Privatanlegern

Während zuvor in erster Linie Großinvestoren alternative Investments zur Anlegung ihres Kapitals nutzten, hat sich die Lage nun auch für private Anleger verändert. Das beruht einmal auf der Niedrigzinspolitik der EZB und den sinkenden Renditen für klassische Wertanlagen. Darüber hinaus gibt es etwa auf dem Immobilienmarkt Innovationen, die kleinen Anlegern, auch Mikro-Investoren genannt, zu Gute kommen. Mithilfe von Crowdinvesting – einem Zusammenschluss von Anlegern über eine Plattform – erhalten nun diese Mikro-Investoren die Chance, sich mit geringen Beiträgen an verschiedenen Immobilienprojekten zu beteiligen.

Das sollten Sie bei alternativen Investments im Blick behalten

Wie bei klassischen Geldanlagen wie Aktien gilt für alternative Investments: die jeweilige Anlage sollte immer genau unter die Lupe genommen werden. Im Besonderen sollte daher bedacht werden, dass

  • Die jeweiligen, individuellen Vereinbarungen transparent sind
  • Juristisch einwandfreie Verträge vorliegen
  • Zwar die Chance auf hohe Rendite besteht, allerdings auch häufig große Risiken
  • Es sich in der Regel um Investitionen mit langer Laufzeit handelt, währenddessen Anleger nicht auf ihr eigenes Kapital zugreifen können.
  • Investitionen in Hedgefonds häufig erst ab einem größeren Volumen erfolgen können.

Berücksichtigen Sie diese grundlegenden Tipps und bleiben „up to date“, was die Dynamik des Markts anbelangt, steht Ihrem Vermögensaufbau nichts mehr im Wege – ob als institutioneller oder privater Anleger.

Karin Kreuzer

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