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Erholsame Nachtruhe für die Kleinen mit hochwertigen Kinderbetten – Interview mit Marzena und Jacek Kusior

Erholsam schlafen – leider keine Selbstverständlichkeit für viele Deutsche. Über die Hälfte der Bundesbürger haben aktuellen Umfragen zufolge Probleme beim Ein- oder Durchschlafen. Das betrifft längst nicht nur Erwachsene. Doch die Auswahl an Kinderbetten war bis vor wenigen Jahren beschränkt. Angesichts dessen erweiterte der Berliner Online-Shop Kubuk das Angebot für individuelle Kinder- und Designermöbel – insbesondere Kinderbetten. Im Interview beleuchten Marzena und Jacek Kusior, welche Etappen bis zum florierenden Business bewältigt werden mussten, was das Besondere an den Kindermöbeln von Kubuk ist und wie der Spagat zwischen kontinuierlicher Weiterentwicklung und verlässlicher Beständigkeit gelingen kann.

Oft unterschätzt: Worauf es bei Kinderbetten ankommt

Guten Tag Herr Kusior, Sie sind Experte was Utensilien eines erholsamen Schlafs angeht. Woher kommt das Interesse für Kindermöbel?

Wir sind Eltern eines Mädchenzwillingspaares und stehen immer vor einer doppelten Herausforderung. Einerseits müssen die verschiedenen Persönlichkeiten bedacht werden. Auf der anderen Seite hat jedes Kind seine ganz eigenen Bedürfnisse. Darüber hinaus haben wir als die Kleinen zwei Jahre alt waren festgestellt, dass die bisherigen Kinderbetten nicht groß und individuell genug waren.

Seit diesem Moment war für uns klar, dass wir dieses Problem lösen möchten. Neben der Größe war uns Optik und Material wichtig. Denn wir haben uns ein vanille-farbiges Bett mit grünen Schubladen vorgestellt, aus echtem Massivholz.

Frau Kusior, Matratzenvarianten gibt es viele – von Luftkern- über Federkern- oder Kaltschaummatratzen. Bei den Holzbetten bieten Sie dagegen Matratzen mit Kokosfüllung an. Inwiefern ändert sich dadurch die Schlafqualität des Kindes?

Auf unserer Suche war die Auswahl nicht so groß, wie anfangs gedacht. Denn wir konnten lange weder die entsprechende Größe, noch die gewünschte Farbe der Betten auf dem Markt finden. Wir haben nur weiße Kiefernholzbetten gesehen und Metallbetten kamen für uns nicht in Frage. Wie sich im Gespräch herausgestellt hat, kämpften unsere Bekannten und Freunde mit ähnlichen Schwierigkeiten, die schwer vereinbar waren: kleine Kinderzimmer und die Absicht, diese zu einem Ort des angenehmen Kinderschlafes zu gestalten.

Das Wohlbefinden und ein guter Schlaf sind Grundbedürfnisse – für Erwachsene und für Kinder. Das fördert ein Bett aus Holz, dass in warmen Farben gestrichen ist. Daneben gibt eine mit natürlichen Stoffen gefüllte Matratze, den Eltern die Sicherheit, dass die nächtlichen Schlafstunden eine Zeit der Entspannung und der Erholung für ihre Kinder sind.

Frau Kusior, haben die Gespräche mit Freunden und die Idee, auch anderen Eltern zu helfen, die vor der Auswahl eines wichtigen Möbels im Leben des Kindes stehen, grundlegend zu Ihrem Business-Konzept beigetragen?

Tatsächlich haben wir viele Anregungen während der gemeinsamen Treffen und der Gespräche bekommen. Außerdem haben festgestellt, dass auf dem Markt der Kindermöbel – insbesondere bei Kinderbetten – ein großer Mangel herrscht. Angesichts der Situation haben wir die Schritte eingeleitet, um diese Lücke auszufüllen.

Herr Kusior, eine originelle Geschäftsidee allein reicht bekanntlich nicht. Welche konkreten Schritte folgten im Anschluss? Haben Sie etwa ab diesem Zeitpunkt angefangen, nach Herstellern für Kinderbetten zu suchen?

Wir haben uns entschlossen, nach Tischlern und Auftragnehmern zu suchen, die an einer Zusammenarbeit mit uns Interesse hatten und bereit waren, unsere Anregungen und unsere Wünsche auf vier Ebenen zu erfüllen: Form, Farbe, Sicherheitsvorgaben und Designs. Denn wir sind überzeugt, dass Kinderbetten als eine Art angewandte Kunst fungieren sollten.

Herr Kusior, welche Maßnahmen waren noch erforderlich, um Ihre Idee wahrwerden zu lassen und als Firma auf dem Markt präsent zu sein?

Wir wurden vor mehrere, ernsthafte Herausforderungen gestellt: ein Unternehmen zu gründen, das nicht nur aus dem Verkauf besteht, sondern in dem es auch um menschliche Relationen, um den Aufbau einer Marke, das Erlangen von Prestige sowie um ein Image geht. Darüber hinaus beschäftigten wir uns intensiv mit Werbung und dem Verkauf über einen Online-Shop und mit Social Media und wir suchten gleichzeitig nach einem Gewerberaum mit ausreichend Ausstellungsfläche.

So haben wir über zwei Jahre lang die Kinderbetten über verschiedene Internetplattformen verkauft. Dafür war ein gut organisierter Tagesablauf notwendig. Denn es musste sowohl die Zeit für den Verkauf eingeplant werden, als auch der zeitliche Rahmen für die Kindererziehung und Familie erhalten bleiben.

Frau Kusior, mittlerweile sind Sie mehr als fünf Jahre im Bereich des Kindermöbelmarkts tätig. Hat sich nach dieser Zeit die Vision der Firma verändert? Wie definieren Sie sich heute?

Ja, wir sind schon über fünf Jahre auf dem Markt präsent. Dadurch konnten äußerst genau feststellen, was die Erfordernisse einer Firma ausmachen. Unser Hauptziel wurde das Erfüllen der verschiedenen Kundenerwartungen und ihre jeweiligen Bedürfnisse. Doch unsere Hauptvision hat sich nicht grundsätzlich geändert. Auf dem ersten Platz steht für uns weiterhin das Produkt aus Echtholz von höchster Qualität: stark, stabil und sicher. Dabei verlieren wir die individuellen Wünsche unserer Kunden nicht aus den Augen.

Herr Kusior, ein Unternehmen weist sowohl männliche als weibliche Eigenschaften. Wer trägt was zum Unternehmen bei?

Als Geschäftsführer bin ich vor allem für die Logistik, das heißt, für die Auslieferung der Betten an die Kunden verantwortlich. Das war anfangs eine große Herausforderung, weil die Lieferkosten der Betten nicht höher als die Warenkosten sein durften. Leider bin ich zu Beginn meiner Suche nach Transportunternehmen nur auf sehr teure Speditionen gestoßen. Doch nach einiger Zeit fand ich eine Spedition – ein Familienunternehmen mit Kindern, die einen ähnlichen Hintergrund wie wir hatten. Das hat sehr geholfen, einen gemeinsamen Nenner zu finden und auf unsere Bedürfnisse einzugehen. Nach und nach wurden die beruflichen Kontakte mit den Firmeneigentümern auch zu einer nähren Bekanntschaft. Genauso schätzen wir die Zusammenarbeit mit den Schreinereien, die für uns die Kinderbetten liefern.

Frau Kusior, in welchen Bereichen haben Sie die Verantwortung inne?

Als Geschäftsführerin der Kubuk Möbel GmbH ist mein Beitrag vor allem in der graphischen Gestaltung und der Darstellung des Produktes. Das schließt die Entwürfe der Kinderbetten, die Recherche nach neuen interessanten Modellen, nach neuem Zubehör, nach geeigneten Matratzen sowie nach geschmackvollen Accessoires mit ein. Um ein gewisses Gleichgewicht zwischen den männlichem und den weiblichen Einflüssen in unserer Firma zu halten, werden alle Maßnahmen in der Firma gemeinsam durchdacht, entschieden und unternommen.

Frau Kusior, Branding ist das A und O, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen. Sie haben Ihrer Firma bestimmte Eigenarten verliehen und spiegeln das auch in Ihrem verschiedenem Zubehörangebot. Was ist das Besondere daran?

Als Branding und Warenzeichen unserer Firma steht Zubehör verschiedener Art an erster Stelle: angefangen von Matratzen, über die Sicherheitsschoner, die für die Sicherheit des Kindes im Bett sorgen, bis hin zu den interessanten Lösungen, die mit der Zimmerausstattung jedes Kinderzimmers in Verbindung stehen. Diese Bandbreite an Zubehörteilen, die die Kinderbetten individuell an die Kundenwünsche anpasst, zeichnet unser Unternehmen aus.

Herr Kusior, in der Regel braucht es viele helfende Hände, damit ein Räderwerk richtig funktioniert. Als Gründer ist Ihr Anteil am Aufbau der Firma zweifellos essenziell. Aber welche Rolle spielen die Mitarbeiter und Aushilfen, die in Ihrem Team arbeiten?

Unsere Teammitglieder sind nicht nur Mitarbeiter, sondern Menschen unseres Vertrauens und wir bemühen uns, dass das Arbeitsklima sehr angenehm ist und die Tätigkeiten viel Freude und Spaß bereiten. Das sehen wir als entscheidenden Beitrag für eine positive Mitarbeitermotivation.

Daneben ist uns auch die Kreativität unserer Mitarbeiter wichtig sowie der Aspekt, dass diese selbst Familien und Kinder haben. Auf diese Weise spornen wir uns gegenseitig zu neuen Ideen und zur Weiterentwicklung der Firma an.

Herr Kusior, der Online-Verkauf gibt Kunden nicht nur die Möglichkeit, bequem und ortsunabhängig Produkte zu erwerben. Dadurch können Unternehmen auch Mietkosten für große Lager oder Flächen sparen. Trotzdem haben Sie einen Verkaufsladen. Erfüllt dieser die Kundenbedürfnisse?

Unbestritten ist der Online-Verkauf in der heutigen Unternehmensführung unentbehrlich, weil man so die Anmietung von Lagergroßflächen einspart. Ungeachtet dessen ist uns der persönliche Kontakt mit den Kunden von großer Bedeutung. Deswegen haben wir auch einen Laden als Ausstellungsfläche, worin viele Kinderbett Modelle ausgestellt sind. Diese Vorgehensweise hat sich aus unserer Sicht bewährt und wir denken daran, noch weitere Läden für die Ausstellung von Betten und anderem Zubehör aufzumachen.

Frau Kusior, in unserer gegenwärtigen, schnelllebigen Welt ist Weiterentwicklung ein must-have für jedes Unternehmen. Trotzdem ist ein Wiedererkennungswert und ein unverwechselbares Branding nötig, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Wie schaffen Sie diesen Spagat und bleiben trotzdem noch im Einklang mit sich selbst?

Wir sind unentwegt an Innovationen interessiert, die für die Entwicklung unseres Unternehmens von Bedeutung sind. Das betrifft neue Modelle von Betten und Accessoires auf der einen Seite. Darüber hinaus kümmern wir uns darum, dass die Mitarbeiter zu verschiedenen relevanten Schulungen Zugang erhalten, die mit der Tätigkeit in einer Verkaufsfirma zusammenhängen. Auch wir selbst nehmen an Trainings und Workshops teil. Ferner ist die Fachliteratur aus dem Bereich der Wirtschaft eine Grundlage für unseren Reifungsprozesses in der Unternehmensführung. Diese vielfältigen Vorgehensweisen geben uns die Sicherheit, dass wir richtig in die Firma und in die Mitarbeiter investieren.

Herr Kusior, egal in welcher Branche – die Konkurrenz schläft nie. Wie zeichnet sich das Bild aktuell in Ihrem Bereich?

Es ist sicherlich sinnvoll und notwendig, die Arbeit von ähnlichen Firmen regelmäßig zu beobachten. Hier konnten wir feststellen, dass unsere Schwerpunkte komplett woanders liegen. Vielmehr haben wir speziell was Kinderbetten anbelangt eine Marktlücke entdeckt. Diese Nischen gilt es zu finden. Denn die Kunden haben so unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen, dass jeder, der seine Verkaufsfähigkeiten einsetzen will, einen Platz auf dem Markt findet.

Herzlichen Dank für das Interview. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!

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Die Kubuk-Geschäftsführung Jacek und Marzena Kusior (Bild: © Kubuk Möbel GmbH)

Das Interview mit Marzena und Jacek Kusior, Geschäftsführer der Kubuk Möbel GmbH, führte Karin Kreuzer, Redakteurin AGITANO.

Über Kubuk Möbel

Die Kubuk Möbel GmbH ist ein erfolgreicher Online-Shop aus Berlin, der sich auf den Verkauf hochwertiger Kindermöbel spezialisiert hat. Besonderen Wert legt Kubuk auf ausgewählte Materialien, massive Hölzer, hochwertige Verarbeitung und ein geschmackvolles Design. Die Kubuk-Designermöbel können auch unter der Woche am Firmensitz in der Birkbuschallee 38 in Berlin-Steglitz besichtigt werden.

Karin Kreuzer

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