Gesundheit

Arthrose – keine „Alte Leute“-Krankheit

Als „Arthrose“ bezeichnet man in Deutschland, einer nichtamtlichen Definition zufolge, einen „Gelenkverschleiß“, der das altersübliche Maß übersteigt. Von diesem sind in der Bundesrepublik mehr Personen betroffen als gedacht. Damit verbunden: erhebliche Kosten für das Gesundheitssystem. Doch getreu dem Motto „früh erkannt ist schnell gebannt“ ist die Krankheit inzwischen gut therapierbar.

Woher kommt eine Arthrose?

Senioren am Laptop_Rainer Sturm Pixelio
Nicht nur Senioren und Rentner leiden unter Arthrose (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de).

Die Entstehung einer Arthrose kann vielfältige Ursachen haben. Der Gesundheitsberichterstattung des Bundes zufolge ist die Arthrose meist eine Folge durch übermäßige Belastung (zum Beispiel Übergewicht), Fehlstellung der Gelenke (angeboren oder durch Verletzung) oder Knochenerkrankungen (zum Beispiel Osteoporose). Auch mit knöcherner Deformierung der Gelenke kann die Arthrose einhergehen. Der Gelenkverschleiß kann zudem eine Spätfolge der Arthritis sein.

Kosten für das Gesundheitssystem

Mit der Arthrose sind erhebliche Kosten für das Gesundheitssystem verbunden. So nahmen laut Statistischen Bundesamt* die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit 24,46 Milliarden Euro bereits den drittgrößten Kostenfaktor für Behandlungen von Erkrankungen in Deutschland ein. Davon wurden fast ein Drittel (27,7 Prozent) oder auch 6,77 Milliarden Euro für die Behandlung von Arthrose aufgewandt. Über 96 Prozent der Behandlungskosten entfiel auf die Personengruppe der Menschen ab 45 Jahren; etwa zwei Drittel (67,8 Prozent) auf Personen ab 65 Jahren.

Keine „Alte Leute“-Krankheit

Und gerade die letzten Zahlen zeigen: Arthrose ist mehr als eine „Alte Leute“-Krankheit. So leidet  inzwischen fast ein Drittel (30 Prozent) der 40-jährigen an dieser besonderen Form des Gelenkverschleißes. Bei den Bevölkerungsmitgliedern ab 60 sind es bereits 70 Prozent.

Frühzeitig Experten aufsuchen

Das Tückische: Der Entwicklungsprozess zieht sich meist über viele Jahre hin. Arthrose bleibt oft unbemerkt, weil diese Form des Gelenkverschleißes häufig erst im Endstadium Schmerzen verursacht. Getreu dem Motto „früh erkannt ist schnell gebannt“ raten auf die Behandlung von Arthrose spezialisierte Mediziner, wie zum Beispiel die der ARCUS Sportklinik Pforzheim, möglichst frühzeitig einen Experten aufzusuchen. Denn der festgestellte Grad (I = leichte Auffaserung bis IV = der Knochen liegt frei) der Arthrose bestimmt die Behandlungsmöglichkeiten. Die reichen von konservativen Behandlungsmethoden bis hin zu operativen Eingriffen.

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*Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gesundheit. Ausgaben, Krankheitskosten und Personal 2004. Statistische Bundesamt, Wiesbaden, 2006.

Christoph Schroeder

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