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Bargeldloses Zahlen: Deutsche vertrauen nicht auf biometrische Verfahren

Japan setzt auf Venen-Biometrie

In anderen Ländern sind Kunden offener. In Japan sind bereits mehrere 10.000 Geldautomaten mit Venen- Biometrie-Sensoren ausgestattet. Eine spezielle Infraroterkennung prüft das Venenmuster eines Fingers oder der Handfläche, das bei jedem Menschen anders ist. Sieben Millionen Kunden nutzen das spezielle Verfahren – bislang ohne Vorfälle von Identitätsdiebstahl. Im deutschen Bankensektor wird dieses Verfahren noch getestet.

Meicel Bock: Ablauf nicht wesentlich verändern

Um Schäden durch Betrug mit gestohlenen Bankkarten zu vermeiden, sind Banken und Händler also gefordert, ihre Kunden von biometrischen Prüfverfahren zu überzeugen – gemeinsam mit den Anbietern der Systeme. „Die Chance auf mehr Akzeptanz ist am größten, wenn sich der eingespielte Ablauf der Kunden beim Bezahlen mit Karte nicht wesentlich verändert“, sagt Meicel Bock, Experte für Kartenzahlungsverkehr bei Steria Mummert Consulting. Ein Beispiel für den stationären Handel ist ein biometrischer On-Card-Vergleich. Hier ist die Unterschrift oder der Fingerabdruck des Kunden auf dem Kartenchip gespeichert. Der Kunde unterschreibt an der Ladenkasse auf einem Sign Pad oder hält seinen Finger auf einen Abdruckscanner. Unterschrift oder Fingerabdruck werden mit den Daten auf seiner Girokarte verglichen und die Zahlung innerhalb von Sekunden freigegeben. Fälscher werden zwar auch bei dieser Methode versuchen, die Unterschrift zu kopieren. Sie werden allerdings deutlich langsamer schreiben müssen. „Und auch das erkennen die Systeme“, so Meicel Bock.

(CS mit Informationsmaterial von Steria Mummert)


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Hintergrundinformationen zur Studie:

Im Juni 2013 führte das Marktforschungsunternehmen Toluna im Auftrag von Steria eine Online-Umfrage zum Thema Biometrie durch. 1.000 Bundesbürger nahmen an der Befragung teil. Die Befragung wurde ebenfalls in den Ländern Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Norwegen und Schweden durchgeführt.

Christoph Schroeder

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