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BGM Best Practice (Teil 5): Festo AG & Co. KG – Interview mit Corinna Mayer

Wie veränderte sich das Unternehmen durch die Maßnahmen hinsichtlich beispielsweise der Fehltage, der Zufriedenheit der Mitarbeiter und der Wirtschaftlichkeit?

Bei Festo bewegt sich die Fehlzeitenquote unterhalb der Branche in einem recht guten Bereich. Unsere

Ernährungsworkshop Festo
Festo Ernährungsworkshop (© Bild: Festo AG & Co. KG)

Maßnahmen zielen teilweise auf Ursachen von Fehlzeiten (zum Beispiel Muskel-Skelett-Erkrankungen) ab. Einen direkten Zusammenhang zwischen Maßnahmen und Fehlzeiten gibt es jedoch nicht.

Präsentismus ist für uns eines der spannenden Gebiete, das zukünftig sowohl in der Wissenschaft als auch bei uns mehr Aufmerksamkeit bekommen wird. Wie können wir die Mitarbeitenden, die anwesend sind, produktiver und leistungsfähiger machen?

Aussagen über Zusammenhänge von BGF-Maßnahmen und der Wirtschaftlichkeit lassen sich nicht direkt machen. Die Einflüsse sind zu vielseitig und unbeeinflussbar. Auswirkungen der Maßnahmen auf die Zufriedenheit können wir durch unsere regelmäßigen Feedbackabfragen bestätigen.

Wie steht es heute um die Unternehmensgesundheit und wie wollen Sie langfristig vorgehen?

Festo ist insgesamt ein gesundes Unternehmen. Uns ist bewusst, dass wir nur wirtschaftlich erfolgreich sein können mit gesunden Mitarbeitern. Wir wollen die Herausforderungen, die wir im Unternehmen haben, angehen uns kontinuierlich verbessern, um langfristig auch noch genau den Anforderungen unserer Mitarbeitenden entsprechen zu können.

Haben Sie abschließend einige Tipps für Unternehmen, die darüber nachdenken, ebenfalls die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern?

Unser Motto ist: „Ein gesundes Unternehmen braucht gesunde Mitarbeiter.“ Wir können nur wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn wir die Gesundheit unserer Mitarbeiter fördern, denn ohne Gesundheit ist niemand leistungsfähig. Das Thema spielt nicht nur in dem Zusammenhang eine Rolle. Denn betriebliche Gesundheitsförderung wird immer mehr als „Standard“ an freiwilligen sozialen Leistungen angesehen. Diese können ausschlaggebend für die Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Auch wenn in anderen Unternehmen die Bedingungen nicht optimal und die zur Verfügung stehenden Mittel gering sind, kann durch richtiges Vorgehen einiges erreicht werden. Man muss nur mal den ersten Schritt gehen.

Frau Mayer, vielen Dank für das interessante Gespräch.

Das Interview führe Anja Gebhardt (freie Mitarbeiterin Redaktion HCC-Magazin und AGITANO – Wirtschaftsforum Mittelstand)

Lesen Sie am Freitag, den 27. September 2013 Teil 6 mit Peter Laurent von der BMW Group über den Werdegang des Unternehmens hin zum BGM.

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Wichtiger Hinweis der Redaktion:

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