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Cristina Muderlak – DIE STIMME BESTIMMT! Teil 5: Mach mal Pause

Portrait 2 Muderlak
(© Bild: Cristina Muderlak)

… aus der zweiwöchentlichen Themenserie „DIE STIMME BESTIMMT! Ihre Stimme – der Katalysator für Ihren Erfolg“ der Logopädin und Coach für Stimme und Kommunikation Cristina Muderlak. Nach Teil 4 „Da bleibt mir die Luft weg! – Wie Sprechatmung die Wirkung der Sprache bestimmt“ heute Teil 5 mit „Mach mal Pause – Die Macht der Sprechpause“.

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„Du sprichst ja pausenlos!“ Dies ist selten ein Kompliment, sondern vielmehr die dringende Aufforderung mal zum Punkt zu kommen. Und obwohl niemand das möchte, erleben wir es häufig gerade in anspruchsvollen Fachvorträgen, wie der Sprecher seinen Inhalt runter rattert und dem Publikum kaum Zeit lässt, das Gehörte zu verarbeiten.

Was können wir uns merken?

Dabei sind die Grundregeln der Informationsverarbeitung ganz klar: Drei Begriffe kann man ohne Probleme abspeichern. Fünf Begriffe werden ebenso mühelos gespeichert, wobei da bereits die Reihenfolge durcheinander geraten kann. Aus sieben Begriffen werden sich fünf gemerkt – nicht zwangsläufig die fünf relevantesten. Bei mehr als sieben Begriffen ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Hörer sich mehr als irgendwelche drei merkt, denkbar gering. Im Zweifelsfall sind es sogar weniger.

Das ist für uns eine ganz klare Aufforderung: Weniger ist mehr. Dafür müssen Sie nicht zwangsläufig Ihren Vortrag auf drei bis fünf Abschnitte reduzieren. Entscheidend ist vielmehr, welche Pausen Sie setzen und vor allem auch wann und wie lange. Diese Pausen braucht der Hörer zum Verarbeiten, das heißt zum Abspeichern und zum innerlichen Verknüpfen.


Lesen Sie auf Seite 2: Pausen, Pausen, Pausen.

Christoph Schroeder

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