Bildung

Die passenden Trainingskonzepte für Mitarbeiter entwickeln

Beim Entwickeln von Trainingskonzepten für die Mitarbeiter von Unternehmen gilt es viele Faktoren zu beachten. Zum einen, um die zuvor vereinbarten Ziele auch wirklich zu erreichen und zum anderen, damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Trainer und Berater Burckhard Wedler beschreibt im Folgenden welche genau das sind.

Beim Entwickeln von Qualifizierungsmaßnahmen* für die Mitarbeiter von Unternehmen lassen sich sieben Phasen unterscheiden:

– die Bedarfsermittlung,
– die Zielgruppenanalyse,
– die (Lern-)Zieldefinition,
– die Konzeptentwicklung,
– die Lernmedien/-unterlagenentwicklung
– die Erprobung des Konzepts und
– die Durchführung und Erfolgskontrolle.

Diese seien hier kurz beschrieben.

Phase 1: Den Bedarf ermitteln. Wenn Unternehmen eine Trainingsmaßnahme für ihre Mitarbeiter beschließen, ist meist der eigentliche Qualifizierungsbedarf noch unklar. Das Unternehmen erkannte vielmehr ein Problem – zum Beispiel „Unsere Mitarbeiter müssen eigenständiger arbeiten.“ Also entschied es, eine Qualifizierungsmaßnahme zu starten.

Dann lautet die erste Aufgabe der Konzept-Entwickler zu analysieren: Handelt es sich bei dem Problem überhaupt um ein Qualifizierungsthema? Denn die Problemursache könnte zum Beispiel auch sein, dass die Mitarbeiter zu wenig Entscheidungsspielräume haben, weshalb sie „Dienst nach Vorschrift“ machen.

Steckt hinter dem Problem ein Schulungsthema, gilt es zu analysieren: Für wen? Denn die Mitarbeiter könnten auch „Dienst nach Vorschrift“ machen, weil ihre Führungskräfte sie sehr autoritär – also primär mit Anweisungen – führen und ihnen nicht die nötigen Infos geben.

Was die realen Problemursachen sind und welcher Schulungsbedarf für wen hieraus resultiert, kann meist in Gesprächen mit den potenziellen Teilnehmern, ihren Führungskräften und den Personen, mit denen sie im Alltag kooperieren, ermittelt werden.

Seite 2: Zielgruppe und ihr Tätigkeitsfeld analysieren

* Die Begriffe Trainings- sowie Qualifizierungskonzept und -maßnahme werden fortan weitgehend synonym verwendet.

Christoph Schroeder

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