Kolumnen

Die Plagiat Story: Es schavant mir was!

Zurück auf Los. Bildung ist also Ländersache. Deswegen auch keine einheitlichen Schulbücher, keine einheitlichen Lehrpläne, keine einheitliche Bezahlung der Lehrkräfte, keine einheitlichen und damit vergleichbaren Abschluss-Prüfungen, kein einheitliches Schulsystem.  Aber 16 Kollegen in den Bundesländern, mir denen Frau Schavan reihum Kaffee trinken und denen sie ungefragt tolle Tipps geben kann. – Momentan hat Frau Schavan etwas schlechte Presse, weil sie, sagt der zuständige Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf, bei ihrer Doktorarbeit „getäuscht“ habe. Da das schon soooo lange zurück liegt, glaubt Frau Schavan, die es mit dem Glauben ja hat, dass sich hier der Fakultätsrat täuscht. In ihrem Glauben hat sich Frau Schavan erst 2011 durch Papst Benedikt XVI. stärken lassen, den sie in einer Privataudienz besuchen durfte. (gelebte Trennung von Staat und Kirche) Drei Tage weilte Sie dort mit drei Kollegen auf Staatskosten (allein 150.000 € mussten Sie und ich für die Nutzung der Flugbereitschaft der Bundeswehr blechen), um uns am Ende die Botschaft mitzubringen: „Der Papst freut sich auf Deutschland!“ – Epochal. Da hat sich der kleine Ausflug ja wirklich gelohnt.

Nun soll also, nach den Stimmen der Opposition im Bundestag, Frau Schavan als Bildungsministerin zurück treten, da unsere Kinder zu einem Oberlehrer der abschreibt, nicht mehr aufblicken können. So ein Quatsch. Das ist doch lebensnah. Viele Politiker, selbst aus altem Adel haben geschummelt. Die haben auch teilweise geklagt. Erst in der Öffentlichkeit und dann vor Gericht. Hat selten geklappt. Aber Rechtsanwälte wollen schließlich auch gut leben, die müssen nämlich ihre Fernreisen aus eigener Tasche bezahlen.

In der freien Wirtschaft werden ja, wenn es dem Unternehmen nicht so gut geht, Posten auch mal einige Zeit nicht besetzt. Also, bei den momentanen Staatsschulden wäre das ein Ansatz, der einen gewissen Charme hat. Müsste halt die Person Merkel mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Und in acht Monaten sind sowieso Bundestagswahlen, vielleicht könnte man dann diesen Posten und den des Entwicklungshilfeministers endlich ganz streichen. In welcher politischen Farbe auch immer. Oder man ist wenigstens so konsequent und nennt das Kind beim Namen: Reiseminister 1 und Reiseminister 2 und Reiseminister 3. ………

Psychische Erkrankungen nehmen mehr und mehr zu. Einen der Gründe dafür kenne ich.

Übrigens hat meine Frau einen Strafzettel bekommen, wegen Überschreitung der Geschwindigkeit. Frau Schneider hat es gesehen (sie saß gemütlich im Auto und hat das Blitzgerät ausgewertet). Ich verlange, dass noch andere Zeugen befragt werden z. B. meine Tochter, die findet, dass Mama gar nicht sooo schnell unterwegs war. Außerdem fahren jeden Tag in Deutschland viele noch schneller und werden nicht geblitzt. Ist doch ungerecht, oder? Eines Rechtsstaates unwürdig. Ach was, ich zahl die 25 € und gut ist’s.

Ihr Claus-Peter Schaffhauser

P.S. Der Bahlsen-Keks ist wieder da.

 

Zum Autor:

Claus-Peter Schaffhauser
Quelle: Claus-Peter Schaffhauser

Claus-Peter Schaffhauser war in mehreren Unternehmen verschiedener Branchen (Elektronik – Siemens, Informationstechnologie – HP, Befestigungstechnik – HILTI) in unterschiedlichen Führungspositionen tätig (u.a. EDV, Logistik, Vertrieb, Revision). Er berät seit 17 Jahren Kunden verschiedener Branchen in der Optimierung von Logistikprozessen (Lieferantenanbindung, Aufbau- und Ablauforganisation, Reklamationsmanagement) und in der Baustellenlogistik (Optimierung letzte Meile). Claus-Peter Schaffhauser spricht Deutsch und Englisch. In seiner Freizeit schreibt er Kolumnen und arbeitet als Künstler.

 

Oliver Foitzik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.