Frauen im Business

Die Strategie gegen das Verzetteln in Social Media

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Claudia Kauscheder arbeitet selbst im Home Office und berät Ihre Kunden dabei, die Trennung zwischen Home und Office beizubehalten. In Ihrem Webinar beim Social Media Start-Paket 2016 gibt Sie Tipps und Tricks, wie man den Kampf gegen das Social Media Chaos gewinnt. Wir haben sie vorab zum Thema befragt und konnten ihr einen kleinen, sehr effektiven Trick entlocken.

Anmerkung der Redaktion: Die Komplettpakete zum Social Media Camp stehen auch nachträglich als Webinaraufzeichnung zur Verfügung. Dabei bestimmen Sie selbst das Tempo; der Einstieg ist jederzeit möglich. Mehr Informationen finden Sie unter Social Media Starter-Camp 2016 oder auch in unserer Übersicht der Online-Kurse.

Hallo Frau Kauscheder, wieso verlässt man sich in der heutigen Zeit auf die Empfehlungen anderer anstatt selbst etwas auszuprobieren, wie z.B. das Angebot kleiner, unbekannter Unternehmen?

Ich denke, das ist wie so vieles eine Frage des Zeiteinsatzes. Selbst auszuprobieren benötigt viel Zeit und die haben vor allem Frauen, die den Spagat zwischen Familie und der eigenen Selbständigkeit wagen, nicht.

Empfehlung bedeutet ja auch nicht, dass nur große, bekannte Unternehmen zum Zuge kommen. Im Gegenteil. Gerade kleinere Unternehmen bzw. 1-Personen-Unternehmen haben hier den großen Vorteil, durch Empfehlungen genannt zu werden und Aufträge zu erhalten. Der Vorteil für den Kunden ist dabei sicher der dadurch bereits vorhandene persönliche Bezug zum Anbieter.

Sie sagen, es ist einfach den Überblick in Social Media zu behalten. Ist dies auch noch möglich, wenn man auf jeder vorhandenen Plattform vertreten ist? Ist Qualität hier vielleicht nicht besser als Quantität?

Oh, ich würde nicht behaupten, dass es einfach ist. Es gibt aber Mittel und Wege, um es sich einfacher zu machen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist der, den Sie bereits in Ihrer Frage ansprechen: Qualität geht vor Quantität.

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Das Social Media Start-Paket 2016 bietet informative Webinare rund um die Nutzung von Social Media. (© Sabine Piarry)

Ich war zu Beginn meiner Selbständigkeit auch auf sehr vielen Plattformen aktiv – mit dem Effekt, dass überall ein bisschen etwas, aber nirgendwo etwas Nachhaltiges passiert ist. Auf der anderen Seite kann man nur durch das Beobachten und Ausprobieren der verschiedenen Plattformen auch entscheiden, welche sinnvoll ist – und vor allem Spaß macht!

Ein anderer Aspekt, der nicht unterschätzt werden darf, ist aber auch, dass es nicht sinnvoll ist, sich nur auf eine einzige Plattform zu beschränken. Denn wir wissen nie, wie sich die Bedingungen ändern werden und dann auf ein einziges Pferd gesetzt zu haben, kann durchaus schiefgehen.

Wie so oft: Die gute Mischung macht’s!

Sind Ihre Strategien auch außerhalb des Home Office anwendbar?

Ja, natürlich. Trotzdem ist die Arbeitssituation im Home Office eine ganz eigene. Ich gehe auch davon aus, dass der/die ZuhörerIn an der eigenen Selbständigkeit vom Home Office aus arbeitet. Wenn ich meine angestellten Tätigkeit als Programmiererin als Beispiel hernehme: Da habe ich mit Social Media zwar nichts zu tun, kann aber viele Strategien und Arbeitstechniken trotzdem nutzen.

Das Besondere am Home Office ist, dass man völlig alleine arbeitet und somit keine Feedback-Schleife von KollegInnen oder Vorgesetzten hat. Es gibt auch kein Backup bzw. jemanden, der als Reminder fungiert. Und das erfordert eben ganz eigene Arbeitsweisen und Motivationstechniken.

Würden Sie eine Strategie Ihrer „5 Strategien gegen das Verzetteln in Social Media“ mit unseren Lesern vorab teilen?

Gerne! Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird, ist z.B., wie man denn dauernd und möglichst schnell Inhalte für Social Media herstellen kann. Ein Mythos dabei ist, dass immer alles neu erfunden werden muss. Dem kann man mit sogenanntem “Mikro-Content” begegnen. Das bedeutet z.B. für Blogger:

Wenn Sie einen Blog-Beitrag erstellt haben – und die Inhalte somit noch frisch im Kopf sind:

  • Schreiben Sie 5 Kernaussagen aus dem Blogbeitrag heraus und gestalten Sie damit Zitat-Bilder, die Sie immer wieder verwenden können.
  • Schreiben Sie sich 5 Fragen auf, die im Blogbeitrag bereits beantwortet wurden und verwenden sie als Text-Beiträge oder Umfragen.
  • Wenn es ein sogenannter List-Post ist: Jeder Punkt für sich kann eine Statusmeldung oder ein Bild zum Teilen sein.

Dann ist es nur mehr eine Frage des richtigen Workflows und der richtigen Tools, um immer genug Inhalte für Social Media zu haben.

Was können die Teilnehmer der Social Media Starter Camps 2016 von Ihrem Webinar zum Thema „5 Strategien gegen das Verzetteln in Social Media“ am 6. April 2016 von 10 bis 11 Uhr erwarten?

Ich werde mich nicht lange mit theoretischen Modellen aufhalten sondern gleich in die Praxis einsteigen, damit die Teilnehmer sofort nach dem Webinar in die Umsetzung gehen können. Die Teilnehmer erwartet nicht nur das „Was kann ich tun?“ sondern auch das „Wie“ dazu – inklusive vieler Einblicke in meine eigenen Arbeitsabläufe und Tools.

Frau Kauscheder, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen viel Spaß beim Social Media Starter Camp 2016.

Das Interview führte Lydia Hagen, Redakteurin beim Wirtschafts- und Mittelstandsmagazin AGITANO.

Über Claudia Kauscheder

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„Auf ein einziges Pferd zu setzen, kann durchaus schief gehen.” (© Claudia Kauscheder)

Claudia Kauscheder arbeitet selbst seit über 20 Jahren im Home-Office, einerseits in angestellter Position und seit 10 Jahren zusätzlich in ihrer Selbständigkeit. Sie unterstützt ihre Kunden dabei, den Überblick und Fokus zwischen Home und Office zu behalten. In persönlichen Trainings und Online-Kursen liegt ihr Schwerpunkt in der  Technik fürs Online-Business und dem optimalen Selbstmanagement zu Hause.

Alle 14 Tage veröffentlicht sie einen Newsletter mit exklusiven Selbstmanagement-Tipps, einem Überblick über die letzten Neuigkeiten im Blog und vielen Empfehlungen, den Sie hier anfordern können.

Lydia Hagen

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