Essen & Trinken

Erfolgreich abnehmen: Was steckt hinter der Slow-Carb Ernährung?

agitano, slow-carb ernährung

Wer ein paar Kilos abnehmen möchte, steht oft vor der Qual der Wahl. Denn es gibt unzählige Diäten und Abnahmeprogramme auf dem Markt. Viele halten jedoch nicht, was sie versprechen und empfehlen, einen Bogen um Nudeln, Reis und Co. zu machen. Das führte dazu, dass Kohlenhydrate gemeinhin einen schlechten Ruf bekamen. Deswegen denken nicht wenige Menschen, Kohlenhydrate sind Dickmacher. Warum Sie das nicht glauben sollten und was hinter der Slow-Carb Ernährung steckt, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Was bedeutet Slow-Carb Ernährung?

Kohlenhydrate sind nicht per se schlecht. Denn es gibt Gute wie auch Schlechte. Diesen Umstand macht sich die sogenannte Slow-Carb Ernährung zunutze. Schlechte Kohlenhydrate werden vermieden, gute Kohlenhydrate gezielt zugeführt. Das unterscheidet die Slow-Carb Ernährung zum Beispiel von der Low-Carb Ernährung. Bei Slow-Carb muss man eben gerade nicht komplett auf Kohlenhydrate verzichten. Das verringert das Risiko einer Mangelernährung.

Welche Idee steckt dahinter?

Die Idee hinter der Slow-Carb Ernährung ist: Man setzt weniger Fett an, wenn man bestimmte Lebensmittel zu sich nimmt (fett- und proteinreiche Kost mit vielen Ballaststoffen). Durch die Mischung von Proteinen und Gemüse im Speiseplan stellt der Körper den Stoffwechsel auf Fettverbrennung um, was mit Gewichtsverlust einhergeht.

Woher kommt die Slow-Carb Ernährung?

Der Erfinder dieser Ernährung ist Tim Ferriss, ein US-amerikanischer Autor und Unternehmer. Er selbst hat mittels dieser Methode, wie er in seinem Buch schildert, innerhalb von 30 Tagen 10 kg Fett verloren. Und zwar nur mithilfe der veränderten Ernährung.

Wie funktioniert es?

Man ergänzt seine Ernährung durch „langsame“ Kohlenhydrate („Slow Carbs“) , die im Magen Wasser binden und dadurch länger satt machen. Der Körper schaltet auf den Fettstoffwechsel um und lässt dadurch anstelle von Zucker Fett verbrennen. In der Folge werden die Fettdepots zur Energiegewinnung verwendet. Dafür sind folgende Lebensmittel erlaubt:

  • Eiweißhaltige, fettarme Lebensmittel, wie Eier, Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel oder Rind.
  • Hülsenfrüchte, wie Linsen, schwarze Bohnen, Pinto-Bohnen oder rote Bohnen.
  • Kalorienarmes Gemüse, wie Spinat, Pilze, Kohl, Spargel, Brokkoli oder Erbsen.
  • Kalorienfreie Getränke, wie Wasser, ungesüßter Tee und Kaffee.
  • Salate, wie Blattsalate, Kopfsalate, Radicchio oder Chicorée.

Welche Regeln sollten bei der Slow-Carb Ernährung beachtet werden?

Um erfolgreich abzunehmen, sollte man bei der Slow-Carb Ernährung einige Punkte zusätzlich im Blick behalten:

  • Man sollte drei bis vier Mahlzeiten zusammenstellen, die aus Fisch, magerem Fleisch, Gemüse und Hülsenfrüchten bestehen und diese immer wieder essen, wobei die Mahlzeiten keinesfalls eintönig sein müssen. Tipp: Auch ausgefallene Gerichte wie Ceviche oder sogar Snacks wie Beef Jerky stehen zur Auswahl.
  • Man sollte schnell verdauliche Kohlenhydrate weitgehend meiden, wie Brot, Reis oder Nudeln.
  • Dazu sollte man kalorienfreie Getränke trinken wie Wasser, ungesüßten Tee und schwarzen Kaffee.
  • Obst ist zu vermeiden, da es viel Fruchtzucker enthält.
  • Verzichten sollte man auch auf süße Milchprodukte wegen des Milchzuckers.
  • Einmal in der Woche darf man sich einen sogenannten „Schummeltag“ (Cheatday) erlauben: Man darf also essen, was und wie viel man will. Der Sinn dieses Tages ist, dass man keinen Heißhunger entwickelt und die restlichen Tage die Diät durchzieht.

Ob diese Ernährungsform für Sie infrage kommt, bleibt natürlich Ihre Entscheidung. Doch wenn man sich Abnehmen zum Ziel gesetzt hat, ist die Slow-Carb Ernährung sicher einen Versuch wert.

Karin Kreuzer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.