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Erfolgsrezept für Industrie und Produktion: aus alt mach neu

Die Unterhaltungselektronik setzt es seit Jahren erfolgreich um. Für jene, die sich zum Beispiel die hochpreisigen Produkte der Marke mit dem berühmt-berüchtigten Apfel im Logo nicht leisten können, bieten zahlreiche Händler ihren Kunden die Möglichkeit runderneuertete Altgeräte zu vergünstigten Preisen zu kaufen. Der Käufer schont dadurch seinen Geldbeutel und leistet auch einen Beitrag zum Umweltschutz. Ein Prinzip, dass auch die Industrie und Produktion für sich entdeckt hat. Und auch in einem anderen Punkt könnte diese Vorgehensweise Abhilfe verschaffen.

Steuervorteile und die Möglichkeit zur Spezialisierung

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Das Beispiel CNC Maschine zeigt: auch in Industrie und Produktion hat man das aus-alt-macht-neu Prinzip für sich entdeckt (Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de).

Deutlich wird das am Beispiel der CNC Maschine, Werkzeugmaschinen, die durch den Einsatz von Steuerungstechnik in der Lage sind, auch komplex geformte Werkstücke präzise herzustellen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben diese Maschinen entscheidende Vorteile.

Zum einen sind überholte Maschinen aus steuerlichen Gründen zum Teil deutlich interessanter als die Abschreibung einer Neuanschaffung. Zum anderen haben solche „alten“ Maschinen gerade in Formenbaubetrieben mit hohem Anteil an Spezialaufgaben und Einzelaufträgen ihre ganz eigene Attraktivität. So eignen sich für bestimmte Aufgaben, wie zum Beispiel das Bohren von 35 Millimeter tiefen Löchern in einen massiven Stahlblock, alte Getriebespindeln mit ihrem hohen Drehmoment weitaus besser, als moderne Motorspindeln. Diesen fehlen aufgrund ihrer niedrigen Drehzahlen oft die Kraft dafür. Für Betriebe die Möglichkeit sich auf Produktionsverfahren zu spezialisieren, die sie als Anbieter auf dem Markt von der Konkurrenz abheben.

Instrument gegen den Fachkräftemangel?

Und auch, wenn es im ersten Moment weit hergeholt klingt: auch gegen den in den MINT-Branchen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) prognostizierten Fachkräftemangel könnten gebrauchte CNC Maschinen Abhilfe verschaffen. In der Schule werden die Fächer häufig als abstrakt wahrgenommen. Die darin enthaltenen Lerninhalte gehen an der Lebensrealität der Schüler oft vorbei, so zumindest wird es von ihnen selbst wahrgenommen. Das Beispiel 3D-Drucker zeigt, dass die sofortige praktische Umsetzung der in den Fächern erlernten Kompetenzen sie für die Relevanz der Fächer sensibilisieren und motivieren, sich mit diesen weiterhin auseinanderzusetzen.

Wunsch scheitert oft an der Realität öffentlicher Finanzen

Das Problem dabei: Immer mehr Schulen sind aufgrund der Verknappung öffentlicher Finanzmittel einem Sparzwang unterworfen. Aus diesem Grund stellt eine neue Fräsmaschine für den Technikunterricht für viele Bildungseinrichtungen ein nicht zu finanzierendes Vorhaben dar. Auch hier könnten Dienstleister, die vom Abbau, über den versicherten Transport, bis hin zur Inbetriebnahme in Ihren Räumlichkeiten alles organisieren und somit den Erwerb einer gebrauchten CNC Maschine zum unkomplizierten und einfachen Akt gestalten, eine interessante Alternative darstellen.

Christoph Schroeder

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