Personal

Fit für die Digitalisierung – Mitarbeiterqualifizierung ist das A und O

Eine seriös gekleidete Frau mit weißer Bluse steht an einer Flipchart vor einer Gruppe von Leuten und erklärt diesen etwas.

Bevor man kostenintensive Strategien umsetzt, gilt es zuerst im eigenen Unternehmen die Weichen zu stellen. In Zeiten der Digitalisierung kommt es darauf an, die Mitarbeiter frühzeitig zu schulen und auf transparente Teamarbeit zu setzen. Um das Unternehmen zukunftsfähig zu machen, müssen Mitarbeiter und Organisation optimal vorbereitet sein. Wo adäquate Fortbildungen und fachliches Knowhow fehlen, schaffen die neuen Möglichkeiten mit dem Qualifizierungschancengesetz ideale Voraussetzungen für bestmöglich motivierte Mitarbeiter. Welche Wege es gibt, die Arbeitnehmer durch die corona-bedingt zusätzlich beschleunigte Digitalisierung zu führen, erfahren Sie im Folgenden.

Organisation auf den digitalen Wandel vorbereiten

Digitalisierung ist vielfältig und macht sich durch Veränderungen in den unterschiedlichsten Bereichen bemerkbar. Dies sorgt nicht immer für Zustimmung, sondern kann auch auf Ablehnung stoßen. Dabei klingt die Umstellung meist aufwendiger, als sie tatsächlich ist. Das richtige Handling von mobilen Endgeräten ist der erste wichtige Schritt in diese Richtung. Auch der vertraute Umgang mit einer bisher unbekannten Software wie ERP oder auch für die Pflege des neuen Onlineshops gehört dazu. Wichtig ist, den Mitarbeitern durch regelmäßige Fortbildungen die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Thema Digitalisierung intensiv auseinanderzusetzen. Es gilt positive Anreize für die Auseinandersetzung mit Digitalisierungsstrategien zu schaffen, statt Druck aufzubauen.

Ein motivierter Mitarbeiter ist ein Arbeitnehmer, der interessiert ist, seine fachliche Kompetenz weiter zu erhöhen und seinen täglichen Berufsalltag engagiert bewältigen zu können. Zusätzlich können so Unsicherheiten in Bezug auf den zunehmenden digitalisierten Arbeitsalltag abgebaut werden.

Klare Trennung zwischen Privat- und Berufsleben

Die mobile Kommunikation ist heute aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Selbst am Arbeitsplatz entstehen der Einfachheit halber WhatsApp-Gruppen, um bestimmte Prozesse zu optimieren. Zu den Maßnahmen für eine sinnvolle Digitalisierung zählt auch die Vereinbarung, wie man sich am Arbeitsplatz oder im Homeoffice zu verhalten hat. Welche Regeln gelten für die Nutzung von sozialen Medien wie Facebook oder WhatsApp? Klare Transparenz schafft auf beiden Seiten Sicherheit und nimmt Bedenken in Bezug auf Datenschutz der Mitarbeiter.

Die Nutzung von IT-Angeboten kann nur dann erfolgreich gelingen, wenn alle Mitarbeiter den Umgang mit Soft- und Hardware verinnerlicht haben. Hier sollte jeder am selben Strang ziehen, denn letztendlich ist der Erfolg eines Unternehmens von jedem einzelnen Mitarbeiter mitgetragen.

Weiterbildung im eigenen Interesse: Technikaffin werden und den digitalen Wandel nutzen

Je nach Arbeitsbereich zieht die Digitalisierung in Bereichen wie Bildbearbeitung, Coding oder 3D-Druck auch direkte Veränderungen der Arbeitsprozesse und Aufgaben nach sich. Wo der Kunde technikaffiner als der beratende Kollege des Unternehmens ist, muss eine längerfristige Planung für leistungsgerechte Schulungen erfolgen. Hier sind aber auch die Führungskräfte gefordert. Die moderne, digitale Arbeitswelt braucht flexible Prozesse und ebenso anpassungsfähige Mitarbeiter. Solche Soft Skills lassen sich in Schulungen praxisorientiert erlernen, sofern auch die Personaler aktiv für entsprechende Angebote sorgen. Viele Mitarbeiter würden sich gerne mehr einbringen, aber oftmals fehlt aus Unwissenheit der nötige Ehrgeiz, sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Digital ist nicht schlechter, nur „anders“

State of the Art war gestern, Digitalisierung ist heute. So gilt es daher auch, sich mit den neuen Medien und Kommunikationskanälen vertraut zu machen. Immer mehr Kunden bevorzugen schon allein aus zeitlichen Gründen die Kommunikation über Konferenz-Tools wie Skype oder Zoom, umso flexibel wichtige Eckdaten eines neuen Projekts abzustimmen zu können.

Virtuelle Arbeitsräume, das Verschicken von Präsentationen über Asana oder Slack sind längst in vielen Unternehmen angekommen. Die Veränderung des Arbeitsalltags birgt manchmal seine Tücken, aber man sollte sich aufgeschlossen verhalten und die Vorteile neuer Techniken kennenlernen. Teamarbeit im Onlinemodus ist mittlerweile sehr gefragt und bietet vielerlei Möglichkeiten, Projekte transparenter und unabhängig von Zeit oder Ort zu planen.

Planung als langfristiges Ziel für erfolgreiche Digitalisierung

Ein Unternehmen lässt sich nicht von heute auf morgen vollständig auf digital umstellen. Auch die Mitarbeiter brauchen eine Vorlaufzeit, die man mit kompetenten Weiterbildungen und Inhouse-Seminaren begleiten kann. So bleiben die Mitarbeiter eines Unternehmens auf dem neuesten Stand, was aktuelle Innovationen betrifft und können mit ihrem Wissen, die interne Digitalisierung optimal unterstützen und mitgestalten.

Dazu gehört auch, die Weiterbildungen zeitlich und örtlich so zu gestalten, dass sie im gewohnten Arbeitsprozess gut integriert werden können. Längere Fortbildungen, die mehr für Stress als Zustimmung bei den Mitarbeitern sorgen, werden auch langfristig nicht angenommen werden. Eine regelmäßige Evaluierung nach den Fortbildungen hilft, mögliche Schwächen oder potenzielle Ergänzungen herauszufiltern. Schließlich sollte man im digitalen Zeitalter agil bleiben, die Mitarbeiter auf Augenhöhe coachen und sie ohne Einschränkung in den laufenden Digitalisierungsprozess einbeziehen.

Wachsendes Interesse an Weiterbildungen

Rund 30 Prozent der Mitarbeiter haben eine konkrete Vorstellung, wie sich ihr Jobprofil entwickeln soll. Das ist ein guter Ansatz für den Arbeitgeber, hier anzusetzen und durch Planung und Transparenz die Digitalisierung durch geeignete Fortbildungsangebote zu finden. Digital fit? Viele Angestellte würden das liebend gern bejahen, also braucht es konkrete Ansätze für die Fortbildung. Lebenslanges Lernen ist heute ein Schlagwort, das sich selbst bestätigt. Weiterbildung ist ein wesentlicher Jobmotor geworden und je mehr Unternehmen in die Digitalisierung investieren, müssen sie das auch bei ihren Mitarbeitern berücksichtigen.

Das erfordert bei vielen Unternehmen ein radikales Umdenken, aber auch die Förderung innovativer Ideen und eine proaktive Teilnahme bezüglich der Entwicklung einer neuen digitalen Ordnungspolitik. Der derzeitige Wandel lässt sich grundlegende in der Veränderung von Lernprozessen und Strategien der Wissensvermittlung widerfinden: Wo früher Frontalunterricht angesagt war, gibt es heute digitale Lernformate und selbst die Inhalte werden per Download angeboten. Das zeigt, wie sehr die Digitalisierung in vielerlei Lebensbereichen längst angekommen ist. Wer nicht lernt oder gar bremst, der verliert den Anschluss an den modernen Arbeitsmarkt.

Smart und digital: Mitarbeiter und Unternehmen im 21. Jahrhundert

Ein smarter Mitarbeiter gewinnt nicht nur in puncto Gehalt, sondern auch in seinem stetig wachsenden Knowhow. Die Automatisierung ist meist so fest mit den laufenden Prozessen verbunden, dass sie nur noch weiter voranschreiten kann – ein Rückschritt ist nicht mehr vorstellbar. Diesen tiefgreifenden Wandel hat auch die Personalabteilung längst erkannt.

Es werden Mitarbeiter gesucht, die weiterbildungswillig und technikaffin sind. Rund ein Viertel der Mitarbeiter der deutschen Industrie besteht bereits heute aus Prozessexperten, Entwicklern, Ingenieuren und Spezialisten für die Automatisierung. Industrie 4.0 ist diesen visionär denkenden und arbeitenden Menschen ein Begriff, den sie für sich verinnerlicht haben. Und doch betrifft dies nicht alle Betriebe. Selbst die als besonders aufgeschlossen und zukunftsorientiert geltenden Startups sind nicht so digitalfit, wie man denken könnte. Umso wichtiger ist es, sich fortzubilden und den Prozess der Digitalisierung grundlegend zu verstehen.

Beate Greisel

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