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Image ist alles – auch bei der Jobsuche

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Alle Welt spricht derzeit vom Fachkräftemangel und dass immer mehr Unternehmen massive Probleme haben, Mitarbeiter zu finden. Das müsste bedeuten, dass die Jobsuche mittlerweile einfacher ist als je zuvor. Wer allerdings nicht gerade IT-Fachkraft oder im sozialen Bereich tätig ist, profitiert (noch) nicht von dieser Entwicklung. Stattdessen sieht die Realität für viele Jobsuchende anders aus: Sie schreiben dutzende oder sogar hunderte Bewerbungen und kassieren eine Absage nach der anderen. Da ist oft guter Rat teuer. Erfahren Sie deshalb hier, wie ein Image und ein eigener „Brand“ die Lösung für Ihr Problem darstellen können.

Hard Skills bei der Jobsuche nicht überbewerten

Dass es nicht unmittelbar beim ersten Vorstellungsgespräch klappt, ist nicht ungewöhnlich. Doch wenn Sie bereits seit vielen Monaten auf Jobsuche sind, unzählige Bewerbungen geschrieben und vielleicht das eine oder andere erfolglose Vorstellungsgespräch geführt haben, müssen Sie an Ihrer Strategie feilen. Viele Menschen konzentrieren sich vor allem auf ihre Hard Skills. Sie belegen also noch eine Weiterbildung oder machen noch einen Abschluss, um beim potenziellen zukünftigen Arbeitgeber punkten zu können – sozusagen als Spezialist auf dem eigenen Gebiet. Daran ist auch prinzipiell nichts falsch. Allerdings verlieren solche Hard Skills zunehmend an Bedeutung. Dagegen werden die sogenannten Soft Skills immer wichtiger. Es geht also nicht mehr nur darum, was Sie auf fachlicher Ebene können, sondern vor allem um Sie als Persönlichkeit und ein überzeugendes Selbstmarketing.

Auf Ihre Persönlichkeit kommt es an

Natürlich können Sie auch auf fachlicher Ebene im Bewerbungsprozess punkten. Allerdings ist dieser eben nur ein Faktor von vielen, welche die endgültige Entscheidung der Recruiter beeinflussen. Wichtiger ist für die meisten Entscheider Ihre Persönlichkeit. Denn diese macht Sie individuell. Während das Fachliche beinahe jeder Mensch erlernen kann, gilt das nicht für Eigenschaften wie Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit, Organisationstalent oder soziale Kompetenzen. In Bewerbungsgesprächen möchten viele Personaler daher vor allem etwas über die Persönlichkeit sowie die individuellen Stärken und Schwächen des jeweiligen Jobsuchenden erfahren. Sollte es bei Ihnen bislang nur Absagen gehagelt haben, setzen Sie erst einmal auf dieser Ebene an, bevor Sie noch eine Weiterbildung belegen.

„Selbstmarketing“ lautet das Stichwort

Die Rede ist vom Selbstmarketing. Tatsächlich müssen Bewerber sich heutzutage richtig „verkaufen“, um gegenüber der Konkurrenz zu punkten und sich den Job zu sichern. Dies gilt vor allem für Branchen und Jobs, die (noch) nicht vom Fachkräftemangel betroffen sind. Jedoch können sogar begehrte IT-Spezialisten & Co von dieser Strategie auf der Jobsuche profitieren. Beim Selbstmarketing geht es darum, sich als perfekter Kandidat für die jeweilige Vakanz zu präsentieren. Der Bewerber muss also auf die Stelle passgenau, für die Personaler als Persönlichkeit greifbar und einzigartig sein, sprich besser als die Konkurrenz. Klingt kompliziert? Ist es glücklicherweise nicht, sobald Sie das Prinzip einmal verstanden haben.

Wie funktioniert das Selbstmarketing für Bewerber?

Beim Selbstmarketing geht es nicht darum, in eine Rolle zu schlüpfen. Authentizität ist vielmehr das A und O. Anders gesagt geht es um das, was Sie besonders macht. Dazu sollten Sie natürlich Ihre Stärken in den Vordergrund stellen. Sie präsentieren sich also von Ihrer echten, aber eben von der besten Seite. Entwickeln Sie ein Gespür dafür, was Sie können, und zwar besser als die Konkurrenten. Werden Sie sich über Ihre Stärken klar, beispielsweise eine exzellente Teamfähigkeit, Führungskompetenzen oder ein Talent für die Mediation. Die Möglichkeiten sind zahlreich und so haben gewiss auch Sie eine Gabe, welche Sie in der Masse an Bewerbern hervorstechen lässt. Finden Sie nun wahre (!) Geschichten, Arbeitszeugnisse, Teilnahmebescheinigungen von entsprechenden Seminaren oder andere Beweise für Ihr Alleinstellungsmerkmal. Sie können sich auch als Spezialist auf Ihrem Fachgebiet verkaufen, sprich auf Ihre Hard Skills konzentrieren. Jedoch darf sogar dann das entsprechende Selbstmarketing nicht fehlen. Im Endeffekt gehen Sie nicht anders vor als ein Unternehmen bei seiner PR-Strategie oder seinem Employer Branding.

Das Selbstmarketing auf die Stellenausschreibung anpassen

Den Job quasi sicher in der Tasche haben Sie, wenn Sie dieses Selbstmarketing nun auch noch auf die jeweilige Stellenanzeige anpassen. Sie sollten also keinesfalls allgemeine Massenbewerbungen schreiben. Lieber verfassen Sie weniger, dafür aber passgenaue Bewerbungen. Angenommen, in einer Stellenausschreibung wird nach einem teamfähigen Mitarbeiter mit Erfahrung in Ihrem Fachbereich gesucht. Nun müssen Sie „nur“ noch Beweise für Ihre Teamfähigkeit sowie Ihre fachlichen Erfahrungen finden und diese sowohl im Anschreiben als auch im Lebenslauf und den Anlagen immer wieder aufgreifen. Ihre Bewerbung braucht also einen „roten Faden“. Schlussendlich sollten die Personaler das Gefühl haben, sie können überhaupt nicht anders, als Ihnen eine Zusage zu senden, da Sie perfekt auf diesen Job passen. Dennoch sollten Sie ehrlich, sprich authentisch bleiben. Passen Sie nicht wirklich auf die ausgeschriebene Stelle, investieren Sie Ihre Zeit lieber in die weitere Jobsuche. Sich via Selbstmarketing ein individuelles sowie positives Image aufzubauen, ist also fester Bestandteil der Vorbereitungen für eine erfolgreiche Bewerbung.

Nicht nur Bewerber, sondern auch Angestellte brauchen ein Image

So weit, so gut: Hat es bei der Jobsuche geklappt und Sie haben endlich eine neue Stelle ergattert, sollten Sie sich dennoch nicht zurücklehnen, wenn es um das Thema Selbstmarketing geht. Auch als Arbeitnehmer brauchen Sie nämlich ein gutes Image, um erfolgreich zu werden beziehungsweise zu bleiben. Wenn Sie auf eine Beförderung oder Gehaltserhöhung hoffen, kommt hier nämlich die schlechte Nachricht: Leistung macht für solche Erfolge nur rund zehn Prozent aus. 30 Prozent hingegen werden durch das Image beeinflusst. Somit gibt es nur noch einen Faktor, welcher für das Fortkommen im Beruf, sei es im Bewerbungsprozess oder in einer Festanstellung, noch wichtiger ist als das eigene Image: und zwar die Beziehungen beziehungsweise das eigene Netzwerk – das berühmte „Vitamin B“.

Karin Kreuzer

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