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Margit Hertlein: Humor in der Wirtschaft (15) – Wie führen Sie Bewerbungsgespräche?

Für den Humor ist das Vorstellungsgespräch eine eher heikle Bühne. Bewerber sollten davon absehen, Witze zu reißen. Das könnte bei dem potentiellen Arbeitgeber so ankommen, als würde er das Gespräch nicht ernst nehmen, eher ein Bruder Leichtfuß sein und jeder Witz oder Scherz ist nun mal nicht für jeden lustig.

Für diejenigen, die das Vorstellungsgespräch führen, ist Humor aber ein Mittel, den Druck aus der angespannten Situation zu nehmen. Es liegt ja im Interesse des Unternehmens, die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Kandidaten kennen zulernen. Und die wird man kaum sehen, wenn der Stress für den Bewerber zu groß wird.

Der Elefant im Porzellanladen

Stress ist für den Körper die Reaktion auf eine potenzielle Gefahr. Dann übernimmt das limbische System das Kommando und schickt das Großhirn zum Spazierengehen auf den Flur. Das limbische System ist so etwas wie der Bodyguard des Menschen. Es hält wenig von diffizilen Abwägungsprozessen und strategischer Planung, dafür umso mehr von Flucht, Angriff oder Starre. Und das hat uns im Laufe der Evolution das Überleben gesichert. Es hat uns die Beine in die Hand nehmen lassen, wenn ein Wollnashorn um die Ecke bog, und es hat uns die Haut gerettet in den Keilereien mit den Jungs vom Nachbarstamm. In einem Bewerbungsgespräch allerdings hat es nichts zu suchen, ist vielmehr der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen. Wenn man wirklich wissen will, was ist das für ein Mensch, der da vor einem sitzt, was kann er, wo liegen seine Stärken und Schwächen, dann sollte man tunlichst sehen, dass man mit dem Großhirn des Betreffenden plaudert.


Erfahren Sie auf Seite 3 wie Sie Ihren Bewerber wirklich kennenlernen.

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