Management

Motivation: 5 Dont’s für Führungskräfte

Wenn die Belegschaft nicht motiviert ist, können unter Umständen die Führungskräfte dafür verantwortlich sein. Doch für Motivation gilt das Gleiche wie für Autorität – Chef sein will gelernt sein. Aus diesem Grund im Folgenden die fünf schlimmsten Sünden, die Chefs gegenüber ihren Angestellten vermeiden sollten.

Keine Motivation, kein Unternehmenserfolg

Motivation, Büro, Kollegen
Ohne Motivation bleibt jedes Unternehmen über kurz oder lang auf der Strecke. (Bild: Stefan Bayer / pixelio.de)

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was demotivierte Mitarbeiter kosten? Falls nicht, sollten Sie sich diese Frage durchaus mal stellen. Laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Gallup belaufen sich die Kosten, die demotivierte Mitarbeiter deutschen Unternehmen verursachen, auf 124 Milliarden Euro. Ihre Belegschaft kann noch so groß sein, wenn Ihren Angestellten die Motivation fehlt, können Sie jeden einzelnen in die Tonne treten – und ihr Unternehmen gleich mit! Oft stinkt in puncto Motivation der Fisch vom Kopfe her, weil häufig an Folgendem gespart wird.

Sünde Nr. 1: Am Gehalt sparen

Geld ist nicht alles, aber ganz ohne geht es, ehrlich gesagt, auch nicht. Und es ist auch eine Form der Anerkennung. Zahlen Sie Ihren Mitarbeitern also so viel, wie sie auch verdienen. Wer sich über die Maße engagiert und damit Unternehmen seinem Unternehmen auf ganz besondere Art und Weise behilflich ist, sollte das auch via Gehaltszettel gedankt bekommen.

Sünde Nr. 2: An der Ästhetik sparen

Ein produktives Umfeld verhält zu einer produktiven Arbeitsweise. Damit ist mehr als die Ordnung am Schreibtisch gemeint. Nur die wenigsten Unternehmen verfügen über ein festes Budget für die Arbeitsplatzgestaltung. Zum Beispiel Geld für ergonomische Möbel, aber auch Pflanzen und anderes Dekor. Schon bei der Wahl der Büroräume kann man viel falsch machen. Sind die Räume hell und großzügig gestaltet? Alles Faktoren, welche die Mitarbeitermotivation erheblich beeinflussen.

Sünde Nr. 3: An den Pausen sparen

„Wer »so« sagt, hat noch Kapazitäten“? Viele Chefs meinen, das Schlimmste, was man seinen Angestellten antun kann, sind Leerläufe zuzulassen. Dabei sind Pausen wichtig. Sie dienen der Regeneration und helfen Mitarbeitern neue Kapazitäten für kreative Höchstleistungen aufzubauen. Mitarbeiter, die unter permanenten Druck stehen, sind nicht gerade die motiviertesten.

Sünde Nr. 4: Am Feedback sparen

Am Ende trifft immer der Chef die Entscheidung. Das ist auch richtig so, denn er ist derjenige, der dafür gerade stehen muss. Das bedeutet allerdings nicht, dass Mitarbeiter lediglich Befehlsempfänger sind. Fragen Sie Ihre Angestellten, was sie von der Idee X halten, welche Meinung sie über das Projekt Y haben oder welchen Lösungsvorschlag zum Problem Z. Geben Sie zu den Ausführungen Ihrer Mitarbeiter stets ein konstruktives Feedback, erklären Sie auch, warum deren Gedanken zwar in die richtige Richtung gehen, aber in der unternehmerischen Praxis nicht 1:1 umzusetzen sind. Eine derart gestaltete Feedbackkultur fördert die Eigeninitiative der Mitarbeite – und letztendlich Ihre Motivation.

Sünde Nr. 5: An Fehlern sparen

„Wie Sie es machen ist mir egal. Machen Sie bloß keine Fehler dabei!“ Mitarbeiter, die solche Sätze von ihren Vorgesetzten um die Ohren gehauen bekommen, machen vor allem eines: Nichts. Denn wer nichts macht, macht auch keine Fehler. Klar, niemand freut sich über Fehler. Erst recht nicht, wenn diese auch noch ins Geld gehen. Aber nutzen sie diese und analysieren Sie sie gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter. Mitarbeiter, die so behandelt werden, sind Mitarbeiter, die auch künftig ihrer Arbeit nachgehen und sie besser machen, als je zuvor.

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