Management

Networking für leise Menschen: Wie Sie Präsenz zeigen und Gehör finden

Strategie 3: Machen Sie Bekannte miteinander bekannt

Haben Sie Menschen in Ihrem Bekanntenkreis, von denen Sie glauben, dass sie sich etwas zu sagen haben und voneinander profitieren könnten? Dann bringen Sie sie in Verbindung. Kommunizieren Sie über soziale Medien und im Gespräch, wenn einer Ihrer Kontakte etwas Interessantes veröffentlicht oder erreicht hat: sei es ein Buch, ein Interview oder eine Ehrung. So machen Sie Ihre Bekannten bekannter. Mit positiven Hinweisen auf andere und durch aktive Verbindungsstiftung treten auch Sie selbst positiv in Erscheinung: Sie schaffen für die Beteiligten einen Nutzen und werden bekannt als jemand, der gerne andere sichtbar macht und ihnen nutzt.

Strategie 4: Bitten Sie Bekannte darum, Sie mit jemandem bekannt zu machen

Diese Strategie funktioniert ausgezeichnet bei hochrangigen Personen, auf die sehr viele Menschen zugehen: Ein gemeinsamer Bekannter oder eine Bekannte wirkt als Vermittler Wunder. Sie tragen Ihrerseits zum Gelingen bei, indem Sie sich einen guten Einstieg ins Gespräch überlegen. Halten Sie aber vorher auf jeden Fall für sich fest, wen Sie vorgestellt bekommen möchten, wer Ihnen diese Person vorstellt – und vor allem, was Sie sich davon versprechen.

Strategie 5: Seien Sie beständig

Gutes Netzwerken lebt vor allem von Beständigkeit. Erstens sollten Sie über einen längeren Zeitraum hinweg in einem Netzwerk aktiv sein. Erst dann wird Ihre Beziehungsarbeit Früchte tragen. Zweitens sollten Sie Ihre Kontakte geduldig aufbauen und pflegen. Kommunizieren Sie mit den Menschen, die Sie in dem jeweiligen Netzwerk interessant finden und führen Sie nach den Veranstaltungen ein wenig Buch: Wen haben Sie getroffen? Wen und was finden Sie interessant? Welche Informationen über Ihren Gesprächspartner wollen Sie behalten? Viele erfahrene Netzwerker nutzen dazu digitale Netzwerke wie XING und LinkedIn. Außerdem gibt es viele Kontaktmanagement-Programme und Apps, aber auch E-Mail-Programme mit Kontaktmanagement-Optionen, die Sie nutzen können.

Nun haben Sie eine eigene erste Planung, mit deren Hilfe Sie ab sofort konkret und „leise“ Ihre Kontakte aufbauen können. Beginnen Sie am besten sofort mit der Umsetzung. Annes Umsetzung hat zwei entscheidende Unterschiede gebracht: Sie geht jetzt zu weniger Veranstaltungen, ist aber besser und mit interessanteren Menschen vernetzt als jemals zuvor.

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Über die Autorin: 

Dr. Sylvia C. Löhken ist Speaker, zertifizierter Coach Dr. Sylvia C. Löhken– und ausgeprägte “Intro”. Nach über einem Jahrzehnt in „Intro-Biotopen“ (Forschung, Wissenschafts-administration, verantwortliche Position in Japan) hilft sie introvertierten Persönlichkeiten bei der Verwirklichung ihrer beruflichen und privaten Ziele. Ihr Buch Leise Menschen — starke Wirkung erschien in der Management-Reihe bei GABAL und traf in Medien und Öffentlichkeit auf eine starke Resonanz. Sylvia Löhken wurde von der Plattform www.vortragsredner.de als Vortragsrednerin des Jahres 2012 ausgezeichnet. Mehr zu ihr finden Sie unter www.leise-menschen.com.

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Das Buch zur Themenserie:

Sylvia Löhken: Leise Menschen - starke Wirkung
Sylvia Löhken: Leise Menschen – starke Wirkung

SYLVIA LÖHKEN
Leise Menschen – starke Wirkung
Wie Sie Präsenz zeigen und Gehör finden
ISBN: 3869363274
GABAL Verlag, Offenbach 2012

Ratgeberliteratur zum Thema Kommunikation und Umgang mit Menschen orientiert sich so gut wie immer an den “Extros”, also an Menschen, die sich in ihrem Verhalten dynamisch, spontan und gern nach außen öffnen. Extrovertierte Menschen sind mit Blick auf die Gesamtbevölkerung jedoch keinesfalls in der Mehrheit, werden wegen ihrer offensiveren Kommunikation aber in der Regel stärker wahrgenommen. Das vorliegende Buch ist anders: Es will leise Menschen auf positive Weise mit sich selbst bekannt machen. Im Mittelpunkt stehen die Vorteile, die sie mit ihren Eigenschaften im Umgang mit sich selbst und anderen haben. Denn introvertierte Persönlichkeiten sind nicht defizitär, sondern sie haben schlicht andere Stärken und andere Bedürfnisse als extrovertierte Menschen.

Marc Brümmer

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