Einsichten & Ansichten

Schluss mit langweiligen Präsentationen! Teil 1 unserer neuen Themenserie mit André Gerhard

André Gerhard lässig auf der Brücke
(Bild: André Gerhard)

… unsere neue und ispirierende zweiwöchentliche Themenserie „Fesseln Sie Ihre Zuhörer – mit Kopfkino – So gestalten Sie Ihre Präsentationen gehirngerecht und überzeugen wirkungsvoll“ vom renommierten Vortragsredner, Trainer und MNEMORIK-Experten André Gerhard startet heute mit: Schluss mit langweiligen Präsentationen!

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Kennen Sie das? Sie sitzen in einem abgedunkelten Meeting-Raum. Es ist heiß. Vorne präsentiert ihr Kollege Jens Müller, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung, ein neues Produkt. Der Beamer projiziert eine Folie an die Wand. Jens Müller liest mit leiser, monotoner Stimme ab, was sich auf der Folie befindet. Er rezitiert ohne Unterlass Zahlen, Daten, Fakten. Eine Folie nach der anderen läuft nach diesem Muster durch. Sie wissen, Sie sollten sich konzentrieren, mit voller Aufmerksamkeit an dieser Produktvorstellung teilnehmen. Und doch driften Ihre Gedanken immer wieder ab, zu Ihrer eigenen To do Liste, zu anderen Projekten. Die Stimme von Jens Müller erreicht Sie nur noch wie ein Grundrauschen im Hintergrund Ihres Bewusstseins. Ihre Augenlider werden schwerer und schwerer. Sie sinken in Ihrem Stuhl leicht zur Seite und schlafen beinahe ein. Dann geben Sie sich einen Ruck und sagen sich „nimm Dich zusammen, es ist Deine Verpflichtung, hier genau zuzuhören, dies ist so ein wichtiges Produkt für unser Unternehmen.“

Wer hat die Verantwortung?

Ein Szenario, das in ähnlicher Form landauf, landab jeden Tag in zahlreichen Konferenzräumen abläuft. Die Frage, die ich zu Beginn dieser Themenserie in den Raum stelle: Ist es wirklich die Verpflichtung und Verantwortung des Zuhörers, sich in Präsentationen zusammenzunehmen, einen Kraftakt an Konzentration zu leisten, um die Inhalte auch nur ansatzweise mitzubekommen? Nein, sage ich. Es ist eindeutig in der Verantwortung des Redners, des Vortragenden, seine Präsentation so aufzubauen, dass sein Publikum vom ersten Moment an gefesselt ist. Im Interesse des Publikums, wie auch in seinem eigenen. Wem nicht zugehört wird, dem wird nicht geglaubt. Dessen Vorschlägen wird nicht gefolgt! Und so verpuffen viele wertvolle Ideen und Impulse im Sumpf langweiliger Präsentationen. In dieser Themenserie sehen wir uns gemeinsam an, wie Sie Ihre Präsentationen gehirngerecht gestalten und dadurch in Zukunft wirkungsvoll überzeugen.


Lesen Sie auf Seite 2: Trotz investierter Zeit und Mühe – lediglich vier Prozent aller Präsentationen begeistern.

Christoph Schroeder

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