Management

So bereichert DiSG® Ihre Führungsarbeit – Teil eins

Führungsarbeit, Führungsstil, DiSG, Karl Kaiblinger

Führungskräfte müssen nicht zwingend eine bestimmte Persönlichkeit aufweisen, um erfolgreich zu sein. Viel mehr geht es in der Führungsarbeit um eine flexible Anpassungsgabe, um auf schnell verändernde Umstände im Projekt und im Team rasch zu reagieren. In der Themenserie “DiSG®, das erfolgreichste Assessment-Tool der Welt für Unternehmen: Bessere Geschäftsbeziehungen erreichen, effektiver im Unternehmen zusammenarbeiten, die richtigen Mitarbeiter finden und entwickeln” von DiSG®-Mastertrainer Karl Kaiblinger lesen Sie heute, wie das DiSG®-Modell die Führungsarbeit bereichert.

Im vorigen Beitrag haben wir uns gemeinsam angesehen, welche vier Persönlichkeitstypen im Rahmen des DiSG®-Modells beschrieben werden. Wir haben es hier mit vier äußerst unterschiedlichen Typen zu tun, die, wenn sie einander ergänzen, sehr erfolgreich miteinander agieren können. Dieser Fähigkeit zur gegenseitigen Komplettierung von Kompetenzen und Arbeitsstilen kommt besonders in der Führung große Bedeutung zu.

Mit DiSG® erfolgreich in der Führung

70 Prozent der Fortune 500 nutzen DiSG® für ihren Unternehmenserfolg. Das kommt nicht von ungefähr. Mehr und mehr Führungskräfte erkennen: Der Einsatz von DiSG® bietet zahlreiche Vorteile in der Führung. Oft sind es ja nur viele kleine, eigentlich nicht signifikante Faktoren, die zusammen jedoch reichlich Zündstoff und Risikofaktoren in der Führungsarbeit liefern. So viel kann in den Bereichen Teamkommunikation, Personalauswahl, Zusammenarbeit und im Umgang miteinander schiefgehen. Auch in Change Prozessen, wie Wachstum und Reorganisation zeigt sich immer wieder die potenzielle Gefahr von Konflikten oder Krisen. DiSG® bietet Unternehmen ein System für viele Bereiche der Personalarbeit und weltweit bewährte Tools, wie beispielsweise Work of Leaders, das auf einer der größten Metastudien beruht, die je zum Thema Führung durchgeführt wurden.

Was charakterisiert die erfolgreiche Führungskraft?

Es herrscht nach wie vor ein gewisser Irrglaube, dass Führungspersonen eine bestimmte Persönlichkeit aufweisen und die Fähigkeit zu führen einem Menschen in die Wiege gelegt wurde. Dabei macht eine erfolgreiche Führungskraft viel mehr aus als nur eine eindrucksvolle Persönlichkeit. Die Quintessenz einer erfolgreichen Führungsperson ist es, flexibel zu sein und rasch mit ihren Teams auf sich verändernde Umstände zu reagieren. Je besser Führende dabei die Verhaltenstendenzen ihrer Mitarbeiter kennen, desto leichter können sie einschätzen, wer wo wann am effizientesten eingesetzt werden sollte. Seine Mitarbeiter so zu akzeptieren, wie sie sind, und ihre Eigenheiten anzunehmen, ist ein wichtiger Faktor von Mitarbeiterführung.

Vor welchen Herausforderungen stehen Führungskräfte?

Führung hat stets etwas mit der Schaffung eines positiven Arbeitsklimas zu tun und dazu gehört eine erfolgreiche Kommunikation im Team. Kommunikation ist das Herzstück guter Führungsarbeit. Das kommunikative Verhalten einer Führungsperson steht in direktem Zusammenhang mit dem Erfolg, der Motivation und den Leistungen ihrer Mitarbeiter. Menschen brauchen neben Motivation auch klare Richtlinien. Wo keine klare Kommunikation zwischen Führung und Team herrscht, bleibt langfristiger Erfolg aus. Die unklare Aufteilung von Aufgaben wird rasch zu Problemen im Team führen. Einzelne Teammitglieder werden immer wieder versuchen, sich ihrer Verantwortung zu entziehen, andere wieder bleiben planlos zurück und trauen sich nicht, nachzufragen. Die Konsequenzen von mangelnder Kommunikation und Klarheit können verheerend sein.

Ein Beispiel aus der Führungsarbeit: Rainer und die E-Mail

Stellen wir uns folgendes Szenario vor. Rainer, der Chef einer Vertriebsabteilung, sendet an einem Freitag nach der Mittagspause eine rasche Mail an sein Team, in der er die geplanten Umsätze für das neue Jahr mitteilt. In der E-Mail ruft Rainer dazu auf, dieses Jahr noch intensiver zu arbeiten, mehr Kunden zu akquirieren und mit mehr Abschlüssen zu reüssieren. Was dieses „mehr“ für jeden einzelnen in Ziffern bedeutet, erklärt er nicht. Er präzisiert weder die gemeinsamen Schritte, noch stellt er ein Meeting in Aussicht, um all dies im Team zu besprechen. Die Mitarbeiter bleiben ohne einen genauen Plan oder klare Aufgaben zurück. Diese E-Mail knallt kurz vor dem Wochenende lapidar in jedes Postfach und schreckt die Gemüter auf. Einige rührige Mitarbeiter wollen Rainer sofort um ein klärendes Gespräch bieten. Sie erfahren allerdings von seiner Assistentin, dass er „bereits im Wochenende“ ist. Je nach Persönlichkeitstyp reagieren die Team-Mitglieder nun unterschiedlich: Aufgebracht, wütend, irritiert, nervös, phlegmatisch, ängstlich. Die Arbeitsmoral ist für den Rest dieses Freitags im Keller. Und die neue Woche beginnt nicht anders. Rainer, ein dominanter, rasch und unbedacht agierender Vorgesetzter, ist sich überhaupt nicht bewusst, was er hier angerichtet hat. Welche kommunikative und menschliche Vorlage er seinem Team liefert. So wird die Art, wie die neuen Aufgaben erledigt werden und der Kundenumgang ähnlich ausfallen: Schnell, gestresst und mit wenig Engagement oder Liebe zum Detail.

Welcher Führungsstil ist wann gefragt?

Was hätte das Team von Rainer erwarten dürfen? Detaillierte Informationen zur Strategie und zur Zielerreichung sowie klug gewählte Maßnahmen und Worte für den Einklang im Team das gemeinsame Ziel betreffend. Das DiSG®-Profil hilft Führungskräften dabei, ihren eigenen Verhaltensstil zu erkennen und zu optimieren. DiSG®-geschulte Führungskräfte erkennen auf diese Weise viel präziser und einfacher, welcher Führungsstil bei welcher unternehmerischen Herausforderung gefragt ist. Im Fokus des DiSG®-Führungssystems stehen folgende Fragen:

  • Durch welche Prioritäten wird Ihre Führungsarbeit charakterisiert?
  • Welche Gründe gibt es für das Scheitern der Umsetzung Ihrer Visionen?
  • Welche Rolle spielt Ihr DiSG®-Stil im Führungsprozess?

Damit Führungskräfte diese Fragen ausführlich für sich beantworten können, müssen Sie Ihren eigenen Führungsstil allerdings erst einmal im Detail erkennen. Welche Führungstypen es nach dem DiSG® Prinzip gibt, sehen wir uns im nächsten Beitrag an.

Karl Kaiblinger

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