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Spam erkennen – sieben Tipps dafür

90 Prozent des E-Mail-Verkehrs besteht aus Spam – auch wenn das Aufkommen gegenwärtig sinkt . Zwar halten Spamfilter einen Großteil davon von unseren Posteingängen fern, aber eine Trefferquote von 100 Prozent haben sie lange nicht, auch wenn die meisten Programme lernen. Der beste Spamfilter sind daher Sie selbst – wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen.

Sieben Tipps, anhand derer Sie Spam erkennen können und wie Sie sich vor Spam schützen

Spam erkennen
Wer selbst Spam erkennen kann, ist der beste Spamfilter. (Bild: Antje Delater / pixelio.de)

1. Die E-Mail ist in einer Fremdsprache verfasst

Spam erkennen Sie oft daran, dass Sie nicht auf deutsch ist. Vor allem, wenn Sie eigentlich nichts mit ausländischen Diensten zu tun haben, sollte es Sie stutzig machen, wenn Sie plötzlich englisch- oder anderssprachige Mails erhalten. Auch an fehlerhafter Grammatik und Rechtschreibung können Sie Spam erkennen. Oft sind bei Spammails im Text auch Sonderzeichen enthalten. Der Grund: Automatisierte Programme erkennen so nicht, dass es sich um Spam handelt, weil die Schlüsselbegriffe durch Tippfehler und Sonderzeichen nicht erkannt werden.

2. Der Betreff strotzt vor Fehlern

In der Betreffzeile ist kein Wort richtig geschrieben? Auch daran können Sie Spam erkennen. Außerdem werden Ihnen bei Spam oft schon in der Betreffzeile Erotikkontakte oder hohe Gewinne versprochen. Solche dubiosen Mails öffnen Sie besser erst gar nicht, und klicken auf keinen Fall auf Links oder öffnen den Anhang. Am besten sofort löschen!

3. Der Inhalt ist Nonsens

Spam erkennen Sie oft daran, dass der Inhalt überhaupt keinen Sinn ergibt. Ähnlich wie beim Betreff gilt auch hier: Die Aussicht auf hohe Gewinnchancen, zinsfreie Kredite ohne Schufa-Auskunft, kostenlose Produkte oder Erotikkontakte sollten Sie stutzig machen.

4. Sie werden nicht namentlich angesprochen

Jede seriöse Firma spricht ihre Kunden mit Namen an, beispielsweise wenn sie Rechnungen verschickt. Spam erkennen Sie daran, dass dies nicht der Fall ist. Höchstwahrscheinlich handelt es sich sogar um einen Phishing- und damit Betrugsversuch, wenn in solchen Mails Rechnungen verschickt werden oder Sie dazu aufgefordert werden, über einen Link Login-Daten zu Kundenkonten (beispielsweise von Amazon oder Ebay) einzugeben. Spammer verschicken beispielsweise im Namen der Telekom Rechnungen, in denen Sie absurd hohe Beträge fordern. Diese werden meist schon in der Mail selbst genannt, was aber unüblich ist. Die Rechnung selbst ist meist eine .zip-Datei. So wird verschleiert, um was für einen Dateityp (möglicherweise eine gefährliche .exe-Datei) es sich handelt. Auch hier gilt: Keinesfalls den Anhang öffnen oder auf den Link klicken, sondern: löschen!

5. Sie kennen den Absender nicht

Mindestens eines der aufgeführten Kriterien ist erfüllt, aber trotzdem sind Sie sich nicht sicher, ob es wirklich Spam ist? Schließlich könnte es sein, dass Ihnen eine wichtige Mail verloren geht. Eine gute Möglichkeit ist es, den Namen des Absenders zu googlen. Oft können Sie anhand der Suchergebnisse Spam erkennen und beurteilen, ob es sich um einen seriösen Absender handelt.

6. Mailadresse nicht unbedacht herausgeben

Geben Sie Ihre Mailadresse nicht gedankenlos weiter, beispielsweise auch bei Registrierungen im Internet. Richten Sie gegebenenfalls eine Extra-Mailadresse ein, mit der Sie sich bei Internetdiensten registrieren können.

7. Antworten Sie nie auf Spam

Sie sind sich sicher, dass eine Mail Spam ist? Antworten Sie auf keinen Fall darauf. Spamversand erfolgt in Massen und oft auf gut Glück. Wenn Sie zurückschreiben, dann weiß der Absender, dass Ihre Mail-Adresse real ist und wird sie in sein Verzeichnis aufnehmen. Damit werden Sie künftig immer wieder Ziel von Spamattacken werden.

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