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Storytelling: 5 Fragen – 5 Antworten

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Jeder kennt es und macht es liebend gerne: Geschichten erzählen. Heute heißt Geschichten-Erzählen allerdings „Storytelling“. Storytelling ist weit mehr, als nur Erinnerungen mit seinen Mitmenschen zu teilen. Vor allem ist es eine Methode, die besonders im Marketing erfolgreich eingesetzt wird (Mehr dazu auch im Interview mit Gwendolyn Stoye-Mingers: Story-Marketing ist das derzeit beste Marketing). In unserer Rubrik „5 Fragen, 5 Antworten“ haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zum Storytelling für Sie zusammengestellt.

1. Was ist Storytelling?

Mit Geschichten können Sie emotionale Bindungen aufbauen. Helfen Sie dem Kunden dabei, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren. Durch gute Geschichten vermitteln Sie Ihre Werte, Traditionen und Ihre Unternehmenskultur an Ihre Kunden.

Sie wissen nicht, welche Storys Sie erzählen sollen? Überlegen Sie doch mal, womit Sie und Ihre Kollegen sich in der letzten Zeit beschäftigt haben. Welche interessanten Charaktere gibt es in Ihrer Firma? Wie wurde das Unternehmen gegründet? Wichtig nur: Gute Storys brauchen klare Botschaften!

2. Welche Ziele verfolgt Storytelling?

Storytelling will Aufmerksamkeit erregen und die Reichweite zu erhöhen. Was lesen Sie lieber: eine Shortstory über den Werdegang eines großen Unternehmers oder einen langen Text über alle kleinen Details aus dem Leben dieses Mannes? Die kurze Story mit Anekdoten gewinnt ganz klar. Gehirnforscher haben erkannt, dass wir uns an Informationen, die starke Gefühle auslösen, besser erinnern. Je stärker wir also etwas „miterleben“, desto emotionaler die Verbindung (Paradebeispie ist die Firma Apple) dazu und umso besser die Chancen, dass wir uns später noch daran erinnern.

3. Welche Arten von Storytelling gibt es?

Storytelling kann in drei Formen unterschieden werden: Kurzform, Langform und Mischform.

In der Kurzform geht es darum, so schnell wie möglich die Aufmerksamkeit der Zielgruppe und möglicher Neukunden zu ergattern. Dabei helfen vor allem aussagekräftige Bilder mit skurrilen Darstellungen, aber auch nur sekundenlange Videos, die starke emotionale Szenen zeigen, können Aufmerksamkeit erregen.

In der Langform geht es darum, einen Spannungsbogen aufzubauen. Artikel oder Bildergeschichten sind hier gute Mittel. Sie eignen sich besonders für soziale Netzwerke oder Print-Medien.

Storytelling kann aber auch in einer Mischform erscheinen. Video, Bild und Text werden kombiniert und für die Zielgruppe entsprechend angepasst. Für welche Form des Storytellings Sie sich letztendlich entscheiden, richtet sich nach den Zielen des Unternehmens.

4. Worauf muss man beim Storytelling achten?

Erfolgreiches Storytelling steht und fällt mit dem Erreichen der Zielgruppe. Welche Themen interessieren sie? Kreieren Sie bildgewaltige Metaphern! Doch achten Sie darauf, dass diese immer im Bezug zu aktuellen Geschehnissen stehen und nicht altmodisch erscheinen.

Der wichtigste Punkt beim Storytelling ist die Authentizität. Niemand interessiert sich für ein Unternehmen, dass Lügen auftischt und nicht ehrlich zu seinen Kunden ist. Orientieren Sie sich also an realen Ereignissen und schmücken diese mit Details aus oder erzählen Sie Ihre Story aus einem anderen Blickwinkel. Seien Sie kreativ und regen Sie die Vorstellungskraft Ihrer Zielgruppe an.

5. Wer ist für optimales Storytelling verantwortlich?

Sie ganz alleine. Jeder erlebt täglich etwas, über das er erzählen kann. Erzählen Sie aber nicht nur davon, sondern schreiben Sie darüber und lassen Sie Ihre Kunden daran teilhaben. Wenn Sie selbst kein großer Storyteller sind, dann lassen Sie doch einfach Ihre Geschichten für sich erzählen. Wer Ihnen hierbei helfen kann? Geben Sie Ihre Erlebnisse an die Medien- oder Marketingabteilung weiter, denn jede Abteilung sollte an den eigenen Geschichten mitarbeiten. Wer weiß, welche ungeschriebenen Stories noch erzählt werden können!

Katja Heumader

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