Mit dem kostenfreien Margenrechner von AGITANO können Sie die Marge berechnen, den Verkaufspreis für eine Wunschmarge ermitteln oder den höchsten Einkaufspreis bestimmen. Zum Ergebnis zeigt er außerdem Rohgewinn, Aufschlag und Rechenweg. Gerechnet wird mit Nettopreisen je Stück, Auftrag oder Leistung, auf den Cent genau gerundet.
Marge berechnen
Netto je Einheit. Bei eingekauften Leistungen die Kosten je Leistung.
Netto je Einheit, ohne Umsatzsteuer.
Anteil des Rohgewinns am Verkaufspreis.
Pflichtfeld
Ergebnis
Das Ergebnis erscheint hier, sobald alle Pflichtangaben vorliegen.
Marge ist nicht Aufschlag
Rechenweg
Angezeigte Werte sind auf zwei Nachkommastellen gerundet. Alle Preise netto.
Zuletzt aktualisiert am Rechengrundlage: allgemeine Handelskalkulation, keine Rechts- oder Datengrundlage. Die Eingaben bleiben im Browser und werden nicht übertragen. Die Berechnung ist unverbindlich, Ergebnisse ohne Gewähr.
Grundlage: Der Margenrechner folgt der Handelskalkulation und bezieht die Marge auf den Nettoverkaufspreis. Berücksichtigt: Einkaufs- und Verkaufspreis netto je Einheit, Rohgewinn, Aufschlag und Rundung auf volle Cent. Nicht berücksichtigt: Gemeinkosten, Gewinn, Umsatzsteuer, Mengen, Rabatte, Gebühren und andere Währungen als Euro.
Margenrechner: Das Wichtigste im Überblick zu Marge, Aufschlag und Verkaufspreis
Die Marge zeigt, welcher Anteil des Nettoverkaufspreises nach dem Einkauf als Rohgewinn bleibt.
- Formel: Marge in Prozent = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis × 100. Aus 60 Euro Einkauf und 80 Euro Verkauf ergeben sich 25 Prozent.
- Verkaufspreis zur Wunschmarge: Teilen Sie den Einkaufspreis durch (1 − Marge). Für 40 Prozent Marge auf 1.000 Euro Einkauf ergibt das 1.666,67 Euro.
- Aufschlag ist nicht Marge: Wer 40 Prozent auf den Einkaufspreis aufschlägt, erzielt nur 28,57 Prozent Marge. Für 50 Prozent Marge braucht es 100 Prozent Aufschlag.
- Rabatte wirken überproportional: Bei 25 Prozent Marge kosten 10 Prozent Rabatt 40 Prozent des Rohgewinns.
- Mindestmarge: Einen pauschal üblichen Wert gibt es nicht. Die eigene Untergrenze ergibt sich aus Gemeinkostenquote plus Gewinnziel, etwa 28 plus 7 gleich 35 Prozent. Gewinn entsteht erst, wenn die Marge über der Gemeinkostenquote liegt.
Faustregel: Wer vom Verkaufspreis her kalkuliert, sieht sofort, welcher Anteil des Umsatzes als Rohgewinn bleibt.
So wird die Marge berechnet: Formel und Rechenweg
Sie können die Marge berechnen, indem Sie den Einkaufspreis vom Verkaufspreis abziehen und den Rohgewinn durch den Verkaufspreis teilen. Mit 100 multipliziert ergibt sich die Marge in Prozent. Für die Berechnung der Marge gehen beide Preise netto ein.
Die Formeln im Margenrechner: Rohgewinn, Marge, Aufschlag, Verkaufspreis und Einkaufspreis
Der Margenrechner arbeitet mit fünf Formeln, die je eine eigene Frage der Preiskalkulation beantworten. Wie viele Euro je Einheit nach dem Einkauf übrig bleiben, zeigt der Rohgewinn:
Rohgewinn = Verkaufspreis − Einkaufspreis
Der Rohgewinn, im Rechnungswesen auch Rohertrag genannt, ist der Betrag, aus dem Gemeinkosten und Gewinn bezahlt werden müssen. Ist er negativ, entsteht schon beim Verkauf ein Verlust.
Welcher Anteil des Verkaufspreises als Rohgewinn bleibt, beantwortet die Marge in Prozent:
Marge in % = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis × 100
Eine Marge von 30 Prozent bedeutet: Von einem Euro Nettoumsatz bleiben nach dem Einkauf 30 Cent übrig.
Wer den Aufschlag berechnen will, also wissen möchte, um wie viel Prozent der Einkaufspreis bis zum Verkaufspreis erhöht wurde, bezieht den Rohgewinn auf den Einkaufspreis:
Aufschlag in % = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Einkaufspreis × 100
Der Aufschlag beschreibt denselben Rohgewinn aus Sicht des Einkaufs. Weil er sich auf den kleineren Betrag bezieht, liegt er bei positivem Rohgewinn über der Marge.
Welchen Preis eine gewünschte Marge verlangt, liefert die umgestellte Formel. Wer den Verkaufspreis berechnen möchte, teilt den Einkaufspreis durch den Anteil, der nach Abzug der Marge bleibt:
Verkaufspreis = Einkaufspreis ÷ (1 − Marge in % ÷ 100)
Das Ergebnis ist der niedrigste Nettopreis, der die Wunschmarge noch erreicht. Ein Preis darunter senkt die Marge unter das Ziel.
Wie viel der Einkauf höchstens kosten darf, wenn der Marktpreis feststeht, zeigt die Rückwärtsrechnung:
Einkaufspreis = Verkaufspreis × (1 − Marge in % ÷ 100)
Das Ergebnis ist die Obergrenze für die Einkaufsverhandlung. Liegt das Angebot des Lieferanten darüber, ist die Zielmarge zu diesem Marktpreis nicht erreichbar.
Wer zwei der drei Größen Einkaufspreis, Verkaufspreis und Marge kennt, kann damit die dritte berechnen. Bruttopreise rechnen Sie vorher in Nettopreise um, etwa mit dem Mehrwertsteuer-Rechner von AGITANO, denn auch die Sparkasse setzt bei der Handelsspanne Einstands- und Verkaufspreis ohne Mehrwertsteuer an.
Rechenweg: Marge in Prozent bei 60 Euro Einkauf und 80 Euro Verkauf
Die Marge entsteht in wenigen Schritten: Rohgewinn bilden, durch den Verkaufspreis teilen und mit 100 multiplizieren. Im Beispiel kostet ein Artikel im Einkauf 60 Euro netto und geht für 80 Euro netto über die Ladentheke. Die Tabelle zeigt den Rechenweg samt Aufschlag und Gegenprobe.
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
| Rohgewinn | 80,00 € − 60,00 € | 20,00 € |
| Marge | 20,00 € ÷ 80,00 € × 100 | 25,00 % |
| Aufschlag | 20,00 € ÷ 60,00 € × 100 | 33,33 % |
| Gegenprobe Verkaufspreis | 60,00 € ÷ (1 − 25,00 %) | 80,00 € |
Tabelle 1: Rechenweg für die Marge bei 60 Euro Einkauf und 80 Euro Verkauf
Teilt man denselben Rohgewinn durch den Einkaufspreis, ergibt sich der Aufschlag. Aus 20 Euro werden so 25 Prozent Marge, aber 33,33 Prozent Aufschlag, weil sich beide Werte auf verschiedene Preise beziehen. Die Gegenprobe führt von 60 Euro und 25 Prozent zurück zu 80 Euro.
Rundung im Margenrechner: Verkaufspreis aufrunden, Einkaufspreis abrunden
Der Margenrechner rundet den Verkaufspreis auf volle Cent auf und den höchsten Einkaufspreis auf volle Cent ab, damit die Wunschmarge mindestens erreicht wird. Glatte Centbeträge entstehen bei Preisen zur Wunschmarge selten. Die Zeile „Marge“ zeigt danach die tatsächliche Marge in Prozent, etwa 30,01 statt 30,00 Prozent.
In der Preisliste folgt auf den gerundeten Wert häufig ein Schwellenpreis, etwa ein Endziffernpreis wie 9,95 Euro. Liegt der Schwellenpreis unter dem berechneten Preis, sinkt die Spanne unter den Zielwert. Ein zweiter Durchlauf mit dem neuen Preis im Modus „Marge“ zeigt, wie viel davon übrig bleibt.
Beispielrechnungen: Marge berechnen in 4 Fällen
Vier Fälle zeigen, wie der Margenrechner die Marge aus zwei Preisen, den Verkaufspreis zur Wunschmarge und den höchsten Einkaufspreis ermittelt. Der vierte Fall erklärt, warum ein Aufschlag weit über 100 Prozent liegen kann, die Marge aber nicht.
Beispiel 1: 54 Euro Einkauf und 89 Euro Verkauf ergeben 39,33 Prozent Marge
Ein Fahrradhändler in Salzburg kauft einen Fahrradhelm für 54 Euro netto ein. Im Laden verkauft er ihn für 89 Euro netto und will die Marge berechnen, die ihm je Helm bleibt.
| Position | Betrag |
| Einkaufspreis (netto) | 54,00 € |
| Verkaufspreis (netto) | 89,00 € |
| Rohgewinn | 35,00 € |
| Aufschlag | 64,81 % |
| Marge | 39,33 % |
Beide Prozentwerte beschreiben denselben Rohgewinn von 35 Euro, die Marge bezogen auf den Verkaufspreis, der Aufschlag bezogen auf den Einkaufspreis.
Beispiel 2: Verkaufspreis berechnen für 30 Prozent Marge auf 19,99 Euro Einkauf, Ergebnis 28,56 Euro
Ein Onlineshop für Fahrradzubehör aus Freiburg nimmt eine Satteltasche für 19,99 Euro netto ins Sortiment. Die Inhaberin will den Verkaufspreis berechnen, der ihr 30 Prozent Marge sichert.
| Position | Betrag |
| Einkaufspreis (netto) | 19,99 € |
| Gewünschte Marge | 30,00 % |
| Verkaufspreis (netto) | 28,56 € |
| Rohgewinn | 8,57 € |
| Marge nach Aufrundung | 30,01 % |
| Aufschlag | 42,87 % |
Der Margenrechner rundet auf den nächsten vollen Cent auf, deshalb liegt die Marge bei 30,01 Prozent. Mit 30 Prozent Aufschlag wären es nur 23,08 Prozent Marge gewesen.
Beispiel 3: Bei 24,90 Euro Marktpreis und 35 Prozent Marge darf der Einkauf höchstens 16,18 Euro kosten
Ein Haushaltswarengeschäft in Kassel sieht eine Thermoskanne bei Wettbewerbern für 24,90 Euro netto. Bevor der Einkäufer über Konditionen verhandelt, rechnet das Geschäft rückwärts, was der Artikel bei 35 Prozent Marge höchstens kosten darf.
| Position | Betrag |
| Verkaufspreis (netto) | 24,90 € |
| Gewünschte Marge | 35,00 % |
| Einkaufspreis höchstens (netto) | 16,18 € |
| Rohgewinn | 8,72 € |
| Marge nach Abrundung | 35,02 % |
| Aufschlag | 53,89 % |
Abgerundet auf 16,18 Euro liegt die Marge bei 35,02 Prozent. Ein Abschluss über diesem Einkaufspreis drückt die Spanne unter das Ziel.
Beispiel 4: Digitale Vorlage für 49 Euro erreicht 90,82 Prozent Marge bei 988,89 Prozent Aufschlag
Eine Unternehmensberaterin aus Linz verkauft eine Kalkulationsvorlage als Download für 49 Euro netto. Je Verkauf zahlt sie 4,50 Euro Lizenzgebühr für eingebundene Grafiken, die sie als Einkaufspreis ansetzt. Plattformgebühren rechnet sie gesondert. Bei digitalen Produkten als Einkommensquelle sind die Kosten je Verkauf meist gering.
| Position | Betrag |
| Einkaufspreis (netto) | 4,50 € |
| Verkaufspreis (netto) | 49,00 € |
| Rohgewinn | 44,50 € |
| Aufschlag | 988,89 % |
| Marge | 90,82 % |
Eine Marge bleibt bei positivem Einkaufspreis unter 100 Prozent, ein Aufschlag kennt diese Grenze nicht. Für Preisvergleiche über Sortimente hinweg ist die Marge deshalb die aussagekräftigere Kennzahl.
Wann der Margenrechner hilft: 6 Anwendungsfälle aus der Praxis
Der Margenrechner hilft in Situationen, in denen ein Preis, ein Einkauf oder ein Nachlass gegen eine Zielmarge geprüft werden muss:
- Neue Preisliste: Zum Saisonwechsel oder bei neuen Lieferanten lassen sich Verkaufspreise aus den Einkaufspreisen und einer festen Spanne je Warengruppe ableiten. Der Rechner liefert den Preis, der die Zielmarge mindestens erreicht.
- Einkaufsgespräch: Steht der Marktpreis fest, zeigt die Rückwärtsrechnung den höchsten vertretbaren Einkaufspreis. Mit dieser Zahl geht der Einkauf in die Verhandlung mit dem Lieferanten.
- Angebot mit Fremdleistung: Handwerksbetriebe, Agenturen und Planungsbüros geben Leistungen von Subunternehmern an ihre Kunden weiter. Der Margenrechner zeigt, welche Spanne auf dem weiterberechneten Betrag bleibt.
- Preisaktion: Vor einer Rabattaktion lässt sich prüfen, welche Spanne der reduzierte Preis noch trägt. Das Ergebnis zeigt, ob die Aktion den Rohgewinn zu stark schmälert.
- Preiserhöhung des Lieferanten: Steigt der Einkaufspreis, liefert der Rechner den neuen Verkaufspreis bei gleicher Spanne. Bleibt der Preis unverändert, sehen Sie, wie weit die Spanne sinkt.
- Marktplatz und Onlineshop: Wer auf Plattformen verkauft, stellt den eigenen Preis gegen die Angebote anderer Händler. Der Rechner zeigt, ob dieser Preis nach dem Einkauf noch genug Rohgewinn übrig lässt.
In diesen Situationen rechnet der Margenrechner mit Nettopreisen je Einheit. Weitere Kosten wie Versand, Verpackung oder Gebühren kommen getrennt hinzu, damit das Ergebnis die reine Spanne zwischen Einkauf und Verkauf zeigt.
Unterschied zwischen Marge und Aufschlag: Warum gleiche Prozentsätze verschiedene Preise ergeben
Marge und Aufschlag ergeben bei gleichem Prozentsatz verschiedene Preise, weil sich die Marge auf den Verkaufspreis bezieht und der Aufschlag auf den Einkaufspreis. Der Margenrechner zeigt deshalb beide Werte nebeneinander.
Rohgewinn, Handelsspanne, Kalkulationszuschlag: Die Begriffe klar abgegrenzt
In Kalkulationen begegnen Ihnen vier Begriffe, die leicht verwechselt werden:
- Rohgewinn: Der Rohgewinn ist die Differenz aus Verkaufs- und Einkaufspreis in Euro. Er ist die Basis für Marge und Aufschlag.
- Marge oder Handelsspanne: Die Handelsspanne misst den Rohgewinn am Verkaufspreis. Gerechnet wird sie von oben, also vom Preis, den der Kunde zahlt.
- Aufschlag oder Kalkulationszuschlag: Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt den Kalkulationszuschlag als Erhöhung des Wareneinstandspreises um einen prozentualen Aufschlag. Er wird von unten gerechnet, also vom Einkauf aus.
- Deckungsbeitrag: Der Deckungsbeitrag zieht vom Umsatz neben dem Wareneinsatz auch weitere variable Kosten ab, etwa Versand, Gebühren oder Provisionen. Er liegt deshalb unter dem Rohgewinn, sobald solche Kosten anfallen.
Wer mit Lieferanten, Franchisegebern oder der Bank über Kalkulationen spricht, sollte deshalb klären, welcher dieser Begriffe gemeint ist.
Wegen der größeren Bezugsbasis fällt die Handelsspanne bei positivem Rohgewinn kleiner aus als der Kalkulationszuschlag. Bei Verkauf unter Einkauf wiegt der Verlust in Prozent des Verkaufspreises schwerer: 80 Euro Einkauf und 60 Euro Verkauf ergeben −33,33 Prozent Marge, aber −25,00 Prozent Aufschlag, und der Margenrechner weist auf den Verlust je Einheit hin.
Aufschlag in Marge umrechnen: Formeln und Umrechnungstabelle
Marge und Aufschlag lassen sich direkt ineinander umrechnen, ohne dass ein Preis bekannt sein muss. Wie viel Marge ein bekannter Aufschlag tatsächlich bringt, zeigt diese Formel:
Marge in % = Aufschlag in % ÷ (100 + Aufschlag in %) × 100
Ein Aufschlag von 25 Prozent entspricht damit einer Marge von 20 Prozent.
Welchen Aufschlag eine Zielmarge verlangt, etwa in einer Warenwirtschaft, die nur Aufschläge speichert, beantwortet die Umkehrung:
Aufschlag in % = Marge in % ÷ (100 − Marge in %) × 100
Für 40 Prozent Marge sind demnach 66,67 Prozent Aufschlag auf den Einkaufspreis nötig.
Die Tabelle rechnet sechs Zielmargen mit 1.000 Euro Einkaufspreis durch, sortiert nach der Höhe der Spanne. Wer aus einer Zielmarge den nötigen Aufschlag berechnen will, findet ihn in der zweiten Spalte, die dritte nennt den Verkaufspreis. Die letzte Spalte zeigt, welche Marge entsteht, wenn derselbe Prozentsatz irrtümlich als Aufschlag gerechnet wird.
| Wunschmarge | Nötiger Aufschlag | Verkaufspreis bei 1.000 € Einkauf | Marge bei gleich hohem Aufschlag |
| 10 % | 11,11 % | 1.111,12 € | 9,09 % |
| 20 % | 25,00 % | 1.250,00 € | 16,67 % |
| 25 % | 33,33 % | 1.333,34 € | 20,00 % |
| 30 % | 42,86 % | 1.428,58 € | 23,08 % |
| 40 % | 66,67 % | 1.666,67 € | 28,57 % |
| 50 % | 100,00 % | 2.000,00 € | 33,33 % |
Tabelle 2: Welche Marge welchen Aufschlag verlangt, gerechnet mit dem Margenrechner
Bei 10 Prozent Marge trennt beide Werte gut ein Prozentpunkt. Mit steigender Marge wächst der Abstand schnell: Eine Marge von 50 Prozent verlangt einen Aufschlag von 100 Prozent. Die Aufschläge sind auf zwei Stellen gerundet. Direkt aufgeschlagen treffen sie den nötigen Preis nur ungefähr, bei 25 Prozent Marge etwa 1.333,30 statt 1.333,34 Euro. Der Margenrechner rundet den Verkaufspreis deshalb auf.
Experten-Tipp!
Halten Sie in Lieferverträgen und Franchise-Vereinbarungen schriftlich fest, ob eine vereinbarte Spanne auf den Einkaufs- oder den Verkaufspreis bezogen ist. Fehlt dieser Bezug, laufen Mindestpreise, Werbekostenzuschüsse und Bonusstaffeln schnell auseinander, und der Streit beginnt erst bei der Abrechnung.
Praxisbeispiel: Seminaranbieterin verwechselt Aufschlag und Marge und verschenkt 320 Euro je Termin
Ausgangslage: Eine Trainerin in Graz bietet eintägige Seminare zur Zeitplanung für Führungskräfte an. Raum, Verpflegung, Unterlagen und eine Co-Trainerin kosten sie je Termin 1.200 Euro. Bisher schlägt sie 40 Prozent auf diese Kosten auf und verlangt 1.680 Euro je Seminar. Eigentlich wollte sie 40 Prozent Marge erzielen, um Akquise, Vorbereitung und ausgefallene Termine mitzutragen.
Vorgehen: Im Margenrechner gibt sie 1.200 Euro als Einkaufspreis und 1.680 Euro als Verkaufspreis ein. Das Ergebnis lautet 28,57 Prozent Marge bei 480 Euro Rohgewinn. Danach wechselt sie in den Modus „Verkaufspreis“ und trägt 40 Prozent Wunschmarge ein. Der Rechner nennt 2.000 Euro und weist darauf hin, dass ein Aufschlag von 40 Prozent nur 28,57 Prozent Marge ergäbe.
Ergebnis: Zwischen beiden Preisen liegen 320 Euro je Termin. Die Trainerin hebt den Preis für neue Buchungen auf 2.000 Euro an und kommt damit auf 800 Euro Rohgewinn je Seminar. Bereits bestätigte Termine laufen zum alten Preis weiter, ab dem Folgejahr kalkuliert sie ihr gesamtes Programm mit der Marge.
Wie viel Marge ist üblich? So ermitteln Sie Ihre Mindestmarge
Wie viel Marge üblich ist, hängt von Branche, Sortiment und Kostenstruktur ab. Verlässlicher als Durchschnittswerte ist die eigene Mindestmarge, die der Margenrechner in einen Preis übersetzt.
Gastronomie, Handwerk, Handel: Wovon die Höhe der Marge abhängt
Wie hoch die Marge ausfallen muss, hängt vor allem von diesen Faktoren ab:
- Personalanteil: Wo viel Arbeitszeit im Produkt steckt, etwa in Gastronomie oder Handwerk, muss die Spanne Löhne mittragen. Der Wareneinsatz ist dort nur ein Kostenblock.
- Lagerumschlag: Ware, die lange im Regal liegt, bindet Kapital und Fläche. Langsam drehende Sortimente brauchen mehr Spanne.
- Verderb, Retouren und Diebstahl: Diese Ausfälle muss die verkaufte Ware mitfinanzieren. Die Inventurdifferenzen im deutschen Einzelhandel stiegen laut EHI Retail Institute im Bezugsjahr 2025 auf 5,11 Milliarden Euro.
- Service und Beratung: Beratung, Montage und Garantieabwicklung kosten Geld, das reine Versandhändler sparen. Diese Leistung muss im Preis stecken.
- Preistransparenz: Wo Kunden Preise per Klick vergleichen, bleibt wenig Preisspielraum. Dann entscheidet der Einkaufspreis, ob die Zielmarge erreichbar ist.
Die eigene Kostenrechnung sagt deshalb mehr als ein Branchendurchschnitt.
Mindestmarge berechnen: Gemeinkostenquote plus Gewinnziel
Die Mindestmarge ist die Spanne, die Gemeinkosten und Gewinnziel gerade deckt. Laut Lexikon der Wirtschaft der bpb umfasst die Handelsspanne die Geschäftskosten und einen Gewinnanteil. Weil Gemeinkosten und Gewinn am Umsatz gemessen werden, lassen sie sich direkt zur Marge addieren.
So leiten Sie Ihre Mindestmarge in vier Schritten ab:
- Gemeinkosten ermitteln: Summieren Sie Miete, Löhne, Werbung und Versicherungen eines Jahres.
- Gemeinkostenquote bilden: Teilen Sie die Summe durch den Nettoumsatz des Jahres. 28 Prozent heißen: 28 Cent je Umsatz-Euro decken Gemeinkosten.
- Gewinnziel festlegen: Bestimmen Sie den Umsatzanteil, der als Gewinn bleiben soll, etwa 7 Prozent.
- Mindestmarge ableiten: Gemeinkostenquote plus Gewinnziel ergibt die Mindestmarge, hier 35 Prozent. Bei 65 Euro Einkaufspreis liefert der Margenrechner dafür 100 Euro Verkaufspreis.
Diese Rechnung lohnt jährlich, weil sich Kosten verschieben: Der Handelsverband HDE forderte Anfang 2026 Entlastung bei Energie und steigenden Arbeitskosten.
Rabatte, Gebühren, Werbung: Was ein Nachlass die Marge kostet
Ein Rabatt senkt nur den Verkaufspreis, der ganze Nachlass geht vom Rohgewinn ab. Im Grundfall mit 60 Euro Einkauf werden aus 80 Euro nach 10 Prozent Rabatt 72 Euro, der Rohgewinn fällt von 20 auf 12 Euro. Ein Zehntel weniger Preis kostet hier 40 Prozent des Rohgewinns, die Spanne sinkt auf 16,67 Prozent. Das Unternehmermagazin impulse rät, Rabatte schon bei der Preisberechnung einzuplanen. Wie viel Marge ein Rabatt kostet, zeigt auch der Rabattrechner.
Marktplatz-, Zahlungs- und Werbekosten muss der Rohgewinn zusätzlich decken. Wer über Amazon verkauft, sollte die Deckungsbeitragsrechnung für Amazon-Händler kennen. Wer auch diese Kosten einbeziehen will, kann feste Beträge je Einheit zum Einkaufspreis addieren. Das Ergebnis zeigt dann die Quote nach diesen Kosten statt der Handelsspanne.
Experten-Tipp!
Legen Sie vor Preisgesprächen eine Rabattuntergrenze je Warengruppe fest und geben Sie sie dem Vertrieb schriftlich vor. Aktionen laufen erst, wenn der Lieferant mitzahlt oder Mehrmengen den Rohgewinn ersetzen.
Praxisbeispiel: Marge berechnen bei Fremdleistung im Handwerksbetrieb
Ausgangslage: Ein Malerbetrieb aus Regensburg saniert die Fassade eines Mehrfamilienhauses. Das Gerüst stellt ein Subunternehmer für 750 Euro netto. Der Betrieb gibt diese Fremdleistung mit 1.100 Euro netto im Angebot weiter. Der Bauherr möchte den Posten auf 990 Euro drücken und verweist auf ein Vergleichsangebot eines Mitbewerbers.
Vorgehen: Die Inhaberin will vor dem Gespräch die Marge berechnen, statt nur auf den Eurobetrag zu schauen. Im Margenrechner trägt sie 750 Euro als Einkaufspreis und 1.100 Euro als Verkaufspreis ein und erhält 31,82 Prozent Marge bei 350 Euro Rohgewinn. Mit 990 Euro sinkt die Spanne auf 24,24 Prozent, der Rohgewinn auf 240 Euro.
Ergebnis: Der Nachlass von 110 Euro würde knapp ein Drittel des Rohgewinns von 350 Euro auf diesem einen Posten kosten. Die Inhaberin bleibt bei 1.100 Euro und erläutert im Angebot, dass Koordination, Abnahme und Haftung für den Subunternehmer beim Betrieb liegen. Der Bauherr nimmt das Angebot daraufhin ohne Abschlag auf den Gerüstposten an.
6 Fehler beim Berechnen von Marge und Verkaufspreis
Diese sechs Fehler führen bei der Berechnung der Marge und des Verkaufspreises zu falschen Preisen:
- Aufschlag statt Marge: Wer 30 Prozent auf den Einkaufspreis aufschlägt, erreicht nur 23,08 Prozent Spanne statt der geplanten 30 Prozent. Die Lücke fällt oft erst im Jahresabschluss auf, wenn viele Verkäufe zu knapp kalkuliert waren.
- Bruttopreise: Mit Preisen inklusive Umsatzsteuer stimmen Marge und Rohgewinn nicht, weil die Steuer als Erlös mitgerechnet würde. Bei vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen gehören deshalb Nettopreise in die Rechnung.
- Rohertrag als Gewinn: Den Gewinn beschreibt die Bundeszentrale für politische Bildung als Saldo zwischen gesamten Erträgen und Aufwendungen. Erst nach Miete, Löhnen und sonstigen Gemeinkosten zeigt sich deshalb die Gewinnmarge.
- Bezugskosten vergessen: Fracht, Zoll oder Verpackung gehören in den Einkaufspreis, Rabatte und Skonto des Lieferanten werden abgezogen. Fehlen diese Posten, wirkt die Kalkulation besser, als sie im Lager und auf dem Konto tatsächlich ist.
- Werbekosten übersehen: Anzeigen und Kampagnen kosten Geld, das der Rohgewinn zusätzlich decken muss. Wer Kampagnen auf Deckungsbeitrag statt auf Umsatz rechnet, sieht früh, ob ein Preis trägt.
- Prozent und Prozentpunkte verwechselt: Sinkt die Marge von 25 auf 20 Prozent, sind das 5 Prozentpunkte weniger. Bezogen auf den alten Wert ist es dagegen ein Rückgang um 20 Prozent, was in Berichten an Bank oder Gesellschafter einen großen Unterschied macht.
Wer Bezugsgröße und Eingaben vor der Rechnung prüft und das Ergebnis mit einer Gegenprobe absichert, vermeidet diese Fehler weitgehend.
Was der Margenrechner nicht abbildet
Der Margenrechner bildet die Rohgewinnmarge je Einheit ab und lässt diese Punkte bewusst offen:
- Gemeinkosten und Gewinn: Miete, Personal oder Finanzierung bezieht der Rechner nicht ein. Ob ein Preis Gewinn bringt, zeigt erst die Vollkostenrechnung oder die Gewinnmarge aus der Buchhaltung.
- Mengen und Staffelpreise: Gerechnet wird je Stück oder Auftrag. Mengenrabatte, Staffelpreise und die durchschnittliche Spanne über ein ganzes Sortiment ermitteln Sie mit mehreren Rechnungen oder in der Warenwirtschaft.
- Umsatzsteuer: Der Rechner arbeitet mit Nettopreisen und rechnet keine Steuer heraus. Für Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug ist der Bruttoeinkauf der Einkaufspreis, den sie eintragen, weil die gezahlte Steuer bei ihnen zu den Kosten zählt.
- Versand und Gebühren: Verpackung, Porto, Marktplatz- und Zahlungsgebühren fehlen im Ergebnis. Wie solche Kosten je Sendung im Warenausgang Kalkulation und Marge verzerren, sollten Händler gesondert prüfen.
- Skonto und Boni: Lieferantenskonto oder Jahresboni senken den Einkaufspreis oft erst nachträglich. Tragen Sie den Einkaufspreis nach Abzug ein, wenn diese Nachlässe sicher sind, und sonst den Rechnungsbetrag vor Abzug.
- Andere Währungen: Der Rechner rechnet in Euro. Wird in Dollar eingekauft und in Euro verkauft, rechnen Sie den Einkaufspreis vorher um, Kursschwankungen bis zur Zahlung bildet das Ergebnis nicht ab.
Für Preisentscheidungen mit größerem Volumen lohnt deshalb der Abgleich mit dem Controlling oder der Steuerberatung, bevor neue Preise in Angebote und Preislisten gehen.
Fazit: Mit dem Margenrechner Preise von oben kalkulieren
Wer die Marge berechnen will, braucht nur zwei Nettopreise und einen klaren Bezug: Die Marge bezieht den Rohgewinn auf den Verkaufspreis, der Aufschlag auf den Einkaufspreis. Wer beides verwechselt, landet bei 40 Prozent Ziel mit nur 28,57 Prozent Marge. Der Margenrechner nimmt Ihnen das Umstellen der Formel ab und rundet so, dass die Wunschmarge mindestens erreicht wird.
Wie hoch die Marge sein muss, bestimmt die eigene Kostenstruktur und kein Branchenwert. Die Untergrenze setzen Gemeinkostenquote und Gewinnziel zusammen. Rabatte, Gebühren und Werbekosten zehren vom Rohgewinn, bevor überhaupt Gewinn entsteht, und gehören deshalb vor einer Preisaktion auf den Prüfstand.
Für den Alltag bewähren sich zwei Gewohnheiten. Preise zur Zielmarge ermitteln Sie von oben und prüfen vor Rabatten und Aktionen, wie viel Rohgewinn übrig bleibt. Einmal im Jahr gleichen Sie Ihre Mindestmarge mit den tatsächlichen Gemeinkosten ab, damit die Kalkulation zur Kostenlage des Betriebs passt.
Diese kostenfreien Rechner von AGITANO helfen bei angrenzenden Fragen der Preiskalkulation:
- Skonto-Rechner: zeigt Zahlbetrag und Skontobetrag einer Rechnung und rechnet den Abzug in einen Jahreszins um.
- PayPal-Gebühren-Rechner: zeigt, welche Gebühren bei einer Zahlung über PayPal anfallen.
- Prozentrechner: berechnet Prozentwert, Prozentsatz, Grundwert und die Veränderung zwischen zwei Werten.
- Inflationsrechner: zeigt, wie sich Preise und Kaufkraft durch Inflation über die Zeit verändern.
So lassen sich Einkauf, Zahlung und Preis aus mehreren Blickwinkeln prüfen.
Häufige Fragen (FAQ) zum Margenrechner und zur Berechnung der Marge
Ein Margenrechner ist ein Online-Werkzeug, das aus Einkaufs- und Verkaufspreis die Marge in Prozent ermittelt. Umgekehrt liefert er zu einer Wunschmarge den passenden Verkaufspreis oder den höchsten Einkaufspreis.
Der kostenfreie Rechner von AGITANO gibt zusätzlich Rohgewinn und Aufschlag aus und legt den Rechenweg mit Zahlen offen. Eingegeben werden Nettopreise für eine Einheit, also ein Produkt, einen Auftrag oder eine Leistung. Gemeinkosten, Umsatzsteuer und Gebühren gehören in eine eigene Kalkulation. Hilfreich ist er bei Preislisten, Angeboten mit Fremdleistung und vor Gesprächen mit Lieferanten.
Für die Marge in Prozent teilen Sie die Differenz aus Verkaufs- und Einkaufspreis durch den Nettoverkaufspreis. Das Ergebnis multiplizieren Sie mit 100.
Kostet ein Artikel 60 Euro im Einkauf und bringt 75 Euro im Verkauf, bleiben 15 Euro übrig. Geteilt durch 75 und mal 100 sind das 20 Prozent. Der Aufschlag läge im selben Fall bei 25 Prozent, weil er sich auf den kleineren Einkaufsbetrag bezieht. Beide Werte sind richtig, sie beantworten nur verschiedene Fragen.
Die Formel lautet: Marge in Prozent = Rohgewinn ÷ Verkaufspreis × 100. Als Rohgewinn zählt, was vom Nettoverkaufspreis nach Abzug des Nettoeinkaufspreises bleibt.
Umgestellt ergibt sich daraus der Preis zu einer Wunschmarge: Verkaufspreis = Einkaufspreis ÷ (1 − Marge in % ÷ 100). Wer die Marge berechnen möchte, ohne selbst umzustellen, nutzt den Rechner. Er beherrscht beide Richtungen und dazu die Rückwärtsrechnung zum höchsten Einkaufspreis bei bekanntem Marktpreis. Wichtig ist die Klammer: Erst wird die Marge vom Ganzen abgezogen, danach wird durch das Ergebnis geteilt.
Einen allgemein üblichen Margenwert gibt es nicht, weil Branchen, Sortimente und Kostenstrukturen stark voneinander abweichen. Maßgeblich ist, ob die Spanne die eigenen Gemeinkosten und das Gewinnziel trägt.
Gastronomie, Handwerk, Einzelhandel und Onlineshops haben sehr verschiedene Kosten für Personal, Fläche, Versand oder Werbung. Einen brauchbaren Richtwert liefert die eigene Buchhaltung: Gemeinkostenquote plus angestrebte Umsatzrendite ergibt die Untergrenze. Bei 22 Prozent Gemeinkosten und 8 Prozent Renditeziel braucht das Sortiment rund 30 Prozent. Ein Blick in die betriebswirtschaftliche Auswertung zeigt die eigene Gemeinkostenquote.
Für 30 Prozent Marge teilen Sie den Nettoeinkaufspreis durch 0,7. Aus 1.000 Euro Einkauf werden so 1.428,58 Euro Verkaufspreis, aufgerundet auf volle Cent.
In der Praxis wird oft stattdessen mit 1,3 multipliziert. Das ergibt 1.300 Euro und damit nur 23,08 Prozent Marge, weil in Wahrheit ein Aufschlag gerechnet wurde. Der Unterschied von 128,58 Euro je 1.000 Euro Einkauf fehlt dann im Rohgewinn. Der Rechner blendet diesen Vergleich direkt unter dem Ergebnis ein. Wer Preise so prüft, vermeidet diesen Fehler dauerhaft.
Marge und Aufschlag messen denselben Rohgewinn an verschiedenen Größen. Die Marge bezieht ihn auf den Verkaufspreis, der Aufschlag auf den Einkaufspreis.
Solange ein Rohgewinn entsteht, fällt der Aufschlag daher größer aus als die Marge. Wer 25 Prozent Marge erzielen will, muss ein Drittel aufschlagen, also gut 33,33 Prozent. Im Handel heißt der Aufschlag auch Kalkulationszuschlag, die Marge auch Handelsspanne. In Absprachen mit Lieferanten oder im eigenen Team sollte klar sein, welche der beiden Größen gemeint ist. Der Rechner gibt deshalb zu jeder Marge auch den Aufschlag aus.
Der Margenrechner teilt den Einkaufspreis durch eins minus Wunschmarge und rundet auf volle Cent auf. So wird die gewünschte Marge mindestens erreicht.
Bei 1.000 Euro Einkauf und 25 Prozent Marge zeigt er 1.333,34 Euro, rechnerisch wären es 1.333,33 Euro und ein Drittel Cent. Im Ergebnis stehen außerdem Rohgewinn, tatsächliche Marge nach Rundung und Aufschlag. Ein Hinweis darunter nennt, wie viel Marge derselbe Prozentsatz als Aufschlag ergäbe, hier 20 Prozent. Der gerundete Preis liegt damit weniger als einen Cent über dem exakten Wert.
In Excel ergibt =(B2-A2)/B2 die Marge, wenn in A2 der Einkaufspreis und in B2 der Verkaufspreis steht. Die Ergebniszelle formatieren Sie anschließend als Prozent.
Für den Verkaufspreis zur Wunschmarge in C2 lautet die Zellformel =AUFRUNDEN(A2/(1-C2);2), sie rundet auf den Cent genau nach oben. Den maximalen Einkaufspreis bei bekanntem Preis in B2 liefert =ABRUNDEN(B2*(1-C2);2). Wer viele Artikel kalkuliert, zieht die Formeln über die ganze Spalte nach unten und spart sich das Einzelrechnen. So entsteht schnell ein eigener Margenrechner in Excel.
Für die Handelsspanne in Prozent wird die Differenz aus Netto-Verkaufspreis und Einstandspreis durch den Netto-Verkaufspreis geteilt und mal 100 genommen. Sie ist dieselbe Kennzahl, die der Rechner als Marge ausgibt.
Der Einstandspreis umfasst den Einkaufspreis nach Rabatt und Skonto zuzüglich Bezugskosten wie Fracht. Die Handelsspanne in Euro entspricht dem Rohgewinn je Stück. Über ein ganzes Sortiment rechnen Händler sie auch mit Umsatz und Wareneinsatz eines Jahres. Für Vergleiche mit Wettbewerbern zählt dabei der Nettopreis ohne Umsatzsteuer.
Der Margenrechner zeigt die Rohgewinnmarge, auch Bruttomarge genannt, und nicht die Gewinnmarge nach allen Kosten. Für die Gewinnmarge oder Nettomarge wird der Gewinn durch den Umsatz geteilt.
Gewinn bleibt erst, wenn der Rohgewinn Personal, Miete, Werbung und die übrigen Aufwendungen deckt, je nach Gewinnbegriff auch Zinsen und Steuern. Deshalb liegt die Gewinnmarge unter dem Wert aus dem Rechner. Für sie braucht es die Zahlen aus Buchhaltung oder Jahresabschluss. Wer beide Werte kennt, sieht, wie viel Spielraum für Rabatte oder höhere Kosten bleibt, bevor ein Verlust entsteht.
Disclaimer
Disclaimer: Dieser Beitrag und der Margenrechner dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine betriebswirtschaftliche, steuerliche oder rechtliche Beratung. Die Berechnung ist unverbindlich. Maßgeblich sind die vertraglichen Vereinbarungen, die Rechnungen und die Zahlen aus der eigenen Buchhaltung.
Autor: Oliver Foitzik, Herausgeber und Chefredakteur von AGITANO.


