Inflationsrechner: Kaufkraft und Inflation berechnen – mit amtlichen Destatis-Werten seit 1991

Inflationsrechner auf einem Notebook: 1.000 Euro aus dem Jahr 2021 entsprechen 2025 einem Gegenwert von 1.182,35 Euro

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Inhaltsverzeichnis

Mit dem Inflationsrechner können Sie die Inflation berechnen und sehen sofort, was ein Betrag von damals heute wert ist und wie viel Kaufkraft Ihr Geld in Zukunft verliert. Grundlage sind die amtlichen Jahreswerte des Verbraucherpreisindex von 1991 bis 2025. Der Rechner zeigt Gegenwert, Kaufkraft und durchschnittliche Inflation je Jahr mit Rechenweg.

Inflation berechnen

Was soll berechnet werden?
€

Geldbetrag in Euro, höchstens .

Jahr, aus dem der Betrag stammt.

Jahr, in dessen Preise der Betrag umgerechnet wird.

%

Gilt gleichbleibend für jedes Jahr, bis .

Jahre

Ganze Jahre von bis .

Pflichtfeld

Ergebnis

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Kaufkraft im Vergleichsjahr

–

Gemessen in Preisen des Ausgangsjahrs. Kaufkraftverlust –.

Rechenweg

Verbraucherpreisindex Ausgangsjahr–
Verbraucherpreisindex Vergleichsjahr–
Preisanstieg im Zeitraum–
Zeitraum–
Durchschnittliche Inflation je Jahr–
Gegenwert im Vergleichsjahr–

Künftiger Preis

–

Was heute den Betrag kostet, kostet am Ende des Zeitraums so viel.

Rechenweg

Angenommene Inflationsrate je Jahr–
Zeitraum–
Preisanstieg im Zeitraum–
Kaufkraftverlust–
Kaufkraftverlust in Euro–
Kaufkraft am Ende des Zeitraums–

Ersetzt keine Finanz- oder Anlageberatung.

Zuletzt aktualisiert am Datengrundlage: Verbraucherpreisindex für Deutschland, Jahresdurchschnitte ab 1991, 2020 = 100, Statistisches Bundesamt (Destatis), Tabelle 61111-0001. Datenstand: Jahresdurchschnitt 2025. Die Eingaben bleiben im Browser und werden nicht übertragen. Die Berechnung ist unverbindlich und ersetzt keine Finanz- oder Anlageberatung.

Grundlage: Verbraucherpreisindex für Deutschland des Statistischen Bundesamts (Destatis, 2020 = 100), Jahresdurchschnitte 1991 bis 2025. Berücksichtigt: Berücksichtigt werden Gegenwert, Kaufkraft, Preisanstieg und durchschnittliche Jahresrate sowie eine Zukunftsrechnung mit fester Rate. Nicht berücksichtigt: Nicht berücksichtigt sind persönliche Inflation, Monatswerte, einzelne Gütergruppen, Zinsen, Steuern und Renditen.

Inflation berechnen mit dem Inflationsrechner: Das Wichtigste im Überblick

Der Inflationsrechner rechnet Beträge seit 1991 in heutige Preise um und schätzt den künftigen Kaufkraftverlust.

  • Inflation messen: Inflation ist der Anstieg des Preisniveaus, gemessen am Verbraucherpreisindex von Destatis. 2025 lag er bei 121,9 Punkten (2020 = 100), die Inflationsrate bei 2,2 Prozent.
  • Gegenwert berechnen: Betrag × Index Vergleichsjahr ÷ Index Ausgangsjahr. 1.000 Euro von 2021 entsprechen 2025 damit 1.182,35 Euro.
  • Preise anpassen: Preise, Honorare und Gehälter behalten ihre Kaufkraft nur, wenn sie auf den Gegenwert steigen. Ein Tagessatz von 950 Euro aus 2022 muss 2025 dafür 1.050,86 Euro betragen.
  • Zukunft planen: Bei 2 Prozent Inflation pro Jahr sind 10.000 Euro in zehn Jahren nur noch 8.203,48 Euro wert.
  • Langfristig einordnen: Seit 1991 stiegen die Verbraucherpreise um 96,93 Prozent, im Schnitt um 2,01 Prozent pro Jahr. Persönliche Inflation, Zinsen und Steuern bildet der Rechner nicht ab.

Faustregel: Jahresraten verketten, nicht addieren. Wer die Raten 2022 bis 2025 addiert, kommt auf 17,2 statt 18,23 Prozent und setzt Preise zu niedrig an.

So wird die Inflation berechnet: Formel und Rechenweg

Die Inflation berechnen Sie mit dem Verbraucherpreisindex: Teilen Sie den Index des Vergleichsjahres durch den des Ausgangsjahres, ziehen Sie 1 ab und multiplizieren Sie mit 100. Der Quotient selbst ist der Umrechnungsfaktor, mit einem Betrag multipliziert ergibt er dessen Gegenwert. Im Inflationsrechner sind dafür die amtlichen Jahreswerte von Destatis hinterlegt.

Für historische Vergleiche liefert der Rechner vier Werte, die unterschiedliche Fragen beantworten:

  • Gegenwert: Der Betrag, den Sie im Vergleichsjahr brauchen, um dasselbe zu kaufen wie im Ausgangsjahr. Er ist der richtige Maßstab für Preise, Honorare und Gehälter.
  • Kaufkraft: Der Wert eines Betrags im Vergleichsjahr, gemessen in Preisen des Ausgangsjahres. Die Differenz zum ursprünglichen Betrag ist der Kaufkraftverlust.
  • Preisanstieg: Die Teuerung im gesamten Zeitraum in Prozent. Wählen Sie zwei aufeinanderfolgende Jahre, können Sie damit auch die Inflationsrate berechnen.
  • Durchschnittliche Inflation: Die Rate je Jahr, die über den gesamten Zeitraum zum selben Preisanstieg führt. Mit ihr vergleichen Sie verschieden lange Zeiträume.

Welcher Wert der richtige ist, hängt von Ihrer Frage ab: Für Preise zählt der Gegenwert, für Ersparnisse die Kaufkraft.

Formeln für Vergangenheitswerte: Gegenwert, Kaufkraft, Preisanstieg und Inflationsrate

Für Vergangenheitswerte braucht der Rechner nur die Jahresdurchschnitte des Verbraucherpreisindex (VPI). Der Index zeigt, wie sich die Preise eines repräsentativen Warenkorbs entwickeln. Mehr dazu erklärt das Glossar zur Inflation.

Der Gegenwert rechnet einen früheren Betrag in die Preise des Vergleichsjahres um:

Gegenwert = Betrag × VPI Vergleichsjahr ÷ VPI Ausgangsjahr

Kern der Rechnung ist der Faktor aus den beiden Indexwerten, für 2021 bis 2025 ergibt 121,9 ÷ 103,1 gerundet 1,1823.

Die Kaufkraft nutzt denselben Faktor in umgekehrter Richtung:

Kaufkraft = Betrag × VPI Ausgangsjahr ÷ VPI Vergleichsjahr

Hier wird der Betrag also durch den Faktor geteilt, statt mit ihm multipliziert.

Wie stark die Preise im gesamten Zeitraum gestiegen sind, zeigt der Preisanstieg in Prozent:

Preisanstieg in Prozent = (VPI Vergleichsjahr ÷ VPI Ausgangsjahr − 1) × 100

Er sagt, um wie viel Prozent ein Preis steigen muss, damit er seinen Wert behält.

Der Kaufkraftverlust beschreibt die Gegenrichtung, also den Wertverlust eines Geldbetrags:

Kaufkraftverlust in Prozent = (1 − VPI Ausgangsjahr ÷ VPI Vergleichsjahr) × 100

Beide Prozentwerte sind nicht gleich groß: Von 2021 bis 2025 stiegen die Preise um 18,23 Prozent, die Kaufkraft sank um 15,42 Prozent.

Die Inflationsrate eines einzelnen Jahres ist ein Sonderfall des Preisanstiegs, bei dem das Vergleichsjahr direkt auf das Ausgangsjahr folgt:

Inflationsrate in Prozent = (VPI des Jahres ÷ VPI des Vorjahres − 1) × 100

Für 2025 ergibt das (121,9 ÷ 119,3 − 1) × 100 = 2,18 Prozent, gerundet die 2,2 Prozent, die das Statistische Bundesamt meldet. Mit dieser Formel können Sie die Inflationsrate jedes Jahres ab 1992 selbst nachrechnen.

Formeln für die Zukunft: Kaufkraft, künftiger Preis und Kaufkraftverlust in Euro

Für die Zukunft fehlt ein Indexwert. Deshalb rechnet der Inflationsrechner mit einer angenommenen Inflationsrate, die jedes Jahr auf das bereits gestiegene Preisniveau wirkt. Das entspricht dem Zinseszinseffekt, nur mit umgekehrter Wirkung auf Ihr Geld.

Die Kaufkraft zeigt, was ein heutiger Betrag nach n Jahren in heutigen Preisen noch wert ist:

Kaufkraft in n Jahren = Betrag ÷ (1 + Inflationsrate ÷ 100) hoch n

Dabei steht n für die Zahl der Jahre. Bei 2 Prozent über zehn Jahre wird der Betrag durch 1,02 hoch 10 geteilt, also durch rund 1,219.

Den Blick auf die Preisseite liefert der künftige Preis:

Künftiger Preis = Betrag × (1 + Inflationsrate ÷ 100) hoch n

Er nennt den Betrag, den Sie am Ende des Zeitraums für dieselbe Leistung einplanen müssen.

Die Differenz zwischen heutigem Betrag und künftiger Kaufkraft ergibt den Verlust in Euro:

Kaufkraftverlust in Euro = Betrag − Kaufkraft in n Jahren

Dieser Eurobetrag macht greifbar, was eine scheinbar kleine Rate über die Jahre kostet. Die Beispielrechnungen weiter unten zeigen das für Zeiträume von 10 und 20 Jahren.

Rechenweg: 1.000 Euro von 2021 bis 2025 und warum der Durchschnitt 4,28 Prozent beträgt

Die Tabelle zeigt den vollständigen Rechenweg für 1.000 Euro aus dem Jahr 2021 im Vergleich mit 2025. Die Indexwerte sind Jahresdurchschnitte. Die Ergebnisse entsprechen der Anzeige im Rechner, die Spalte „Rechnung“ zeigt die eingesetzte Formel.

SchrittRechnungErgebnis
Verbraucherpreisindex 2021Jahresdurchschnitt, 2020 = 100103,1
Verbraucherpreisindex 2025Jahresdurchschnitt, 2020 = 100121,9
Preisanstieg im Zeitraum(121,9 ÷ 103,1 − 1) × 10018,23 %
Durchschnittliche Inflation je Jahr((121,9 ÷ 103,1) hoch 1/4 − 1) × 1004,28 %
Kaufkraft von 1.000 € im Jahr 20251.000 € × 103,1 ÷ 121,9845,78 €
Gegenwert im Jahr 20251.000 € × 121,9 ÷ 103,11.182,35 €

Tabelle 1: Rechenweg für 1.000 Euro von 2021 bis 2025 (Stand: Jahresdurchschnitt 2025)

Wer 2021 einen Preis von 1.000 Euro verlangt hat, braucht 2025 also 1.182,35 Euro für dieselbe Kaufkraft. Umgekehrt kaufen 1.000 Euro im Jahr 2025 nur so viel wie 845,78 Euro im Jahr 2021.

Die durchschnittliche Inflation in der Tabelle ist nicht einfach der Preisanstieg geteilt durch die Zahl der Jahre. Das ergäbe 18,23 ÷ 4 = 4,56 Prozent. Weil jede Jahresrate auf dem bereits gestiegenen Preisniveau aufsetzt, nutzt der Rechner den geometrischen Durchschnitt:

Durchschnittliche Inflation in Prozent = ((VPI Vergleichsjahr ÷ VPI Ausgangsjahr) hoch (1 ÷ Jahre) − 1) × 100

Nur der geometrische Durchschnitt führt über vier Jahre wieder zum Preisanstieg von 18,23 Prozent. Der Rechner zeigt ihn gerundet mit 4,28 Prozent.

Beispielrechnungen: Inflation berechnen in drei Fällen

Drei Beispielrechnungen zeigen beide Richtungen des Inflationsrechners. Im ersten Fall geht der Blick zurück auf einen Betrag aus dem Jahr 2020. In den beiden anderen Fällen geht er nach vorn, mit einer angenommenen jährlichen Rate und einem festen Zeitraum. Alle Werte stammen direkt aus dem Rechner.

Beispiel 1: 80 Euro aus dem Jahr 2020 entsprechen 2025 einem Gegenwert von 97,52 Euro

Ein Dienstleister berechnet seit 2020 eine monatliche Wartungspauschale von 80 Euro und hat sie seitdem nicht verändert. Gefragt ist, welcher Betrag im Jahr 2025 dieselbe Kaufkraft hätte.

PositionBetrag
Betrag im Jahr 202080,00 €
Verbraucherpreisindex 2020100,0
Verbraucherpreisindex 2025121,9
Preisanstieg im Zeitraum21,90 %
Gegenwert im Jahr 202597,52 €

Die Pauschale müsste um 17,52 Euro steigen, nur um die Teuerung auszugleichen. Bleibt sie unverändert, erhält der Anbieter real knapp ein Fünftel weniger.

Beispiel 2: 10.000 Euro verlieren bei 2 Prozent Inflation in 10 Jahren 1.796,52 Euro Kaufkraft

Ein kleines Unternehmen legt 10.000 Euro als Reserve zurück und rechnet mit 2 Prozent Inflation pro Jahr. Der Betrag soll zehn Jahre unverzinst auf dem Geschäftskonto liegen. Der Inflationsrechner zeigt, wie viel Kaufkraft bis zum Ende des Zeitraums verloren geht.

PositionBetrag
Betrag heute10.000,00 €
Angenommene Inflationsrate je Jahr2,00 %
Zeitraum10 Jahre
Künftiger Preis12.189,94 €
Kaufkraftverlust in Euro1.796,52 €
Kaufkraft in 10 Jahren8.203,48 €

Schon eine moderate Rate kostet in zehn Jahren fast 18 Prozent der Kaufkraft. Was heute 10.000 Euro kostet, kostet dann 12.189,94 Euro.

Beispiel 3: 100.000 Euro Rücklage haben bei 3 Prozent Inflation nach 20 Jahren 55.367,58 Euro Kaufkraft

Eine Selbstständige plant für den Ruhestand in 20 Jahren eine Rücklage von 100.000 Euro. Sie rechnet vorsichtig mit 3 Prozent Inflation pro Jahr.

PositionBetrag
Betrag heute100.000,00 €
Angenommene Inflationsrate je Jahr3,00 %
Zeitraum20 Jahre
Preisanstieg im Zeitraum80,61 %
Kaufkraftverlust44,63 %
Kaufkraft in 20 Jahren55.367,58 €

Über 20 Jahre zehrt die angenommene Inflation fast die Hälfte der Kaufkraft auf. Damit die Rücklage ihre Kaufkraft behält, muss ihr Betrag mindestens so stark wachsen wie die Preise, etwa über Erträge aus Anlagen wie Rentenfonds, die allerdings schwanken und auch Verluste bringen können.

Wann der Inflationsrechner hilft: 6 Anwendungsfälle für Beruf und Alltag

Der Inflationsrechner hilft überall dort, wo Sie Beträge aus verschiedenen Jahren vergleichen oder künftige Kaufkraft einschätzen wollen:

  • Gehaltserhöhung prüfen: Sie sehen, ob eine Erhöhung seit dem letzten Gehaltsgespräch die Preissteigerung ausgleicht. Liegt das neue Gehalt unter dem Gegenwert, ist die Kaufkraft gesunken.
  • Honorare und Preise anpassen: Selbstständige und Unternehmer ermitteln, auf welchen Betrag ein alter Tagessatz oder Preis steigen müsste. Das Ergebnis ist eine sachliche Grundlage für das Gespräch mit Kunden.
  • Umsätze inflationsbereinigt vergleichen: Wer Umsätze aus mehreren Jahren mit dem Inflationsrechner auf ein gemeinsames Preisniveau umrechnet, sieht, ob sie ihre Kaufkraft gehalten haben. Ob das Geschäft auch nach Menge gewachsen ist, zeigen erst die eigenen Preise und Aufträge.
  • Rücklagen planen: Für eine Reserve oder die Altersvorsorge zeigt die Zukunftsrechnung, wie viel Kaufkraft bis zum Zieljahr verloren geht. Auch ein Notgroschen verliert an Wert, wenn er lange unverzinst liegt.
  • Geldanlagen real bewerten: Eine Rendite von 3 Prozent bei 2,2 Prozent Inflation bringt vor Steuern real nur knapp 0,8 Prozent. Der Rechner liefert die Preisseite, die Sie der Rendite einer Anlage gegenüberstellen.
  • Alte Beträge einordnen: Kaufpreise, Erbschaften oder Mieten aus früheren Jahren lassen sich in heutige Preise übersetzen. Beträge in D-Mark rechnen Sie vorher mit dem festen Kurs von 1,95583 in Euro um.

Bei Vergleichen mit früheren Jahren beruht das Ergebnis auf der durchschnittlichen Preisentwicklung privater Haushalte, bei der Zukunftsrechnung auf Ihrer angenommenen Rate. Ihre persönliche Teuerung kann davon abweichen.

Inflation in Deutschland seit 1991: Was 100 Euro heute noch wert sind

Seit 1991 haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland fast verdoppelt: Was 1991 umgerechnet 100 Euro kostete, kostete 2025 im Jahresdurchschnitt 196,93 Euro. Die Entwicklung verlief allerdings ungleichmäßig, mit langen ruhigen Phasen und einem kräftigen Schub ab 2021. Wer mit dem Inflationsrechner arbeitet, sollte diese Phasen kennen, denn sie erklären, warum kurze Zeiträume sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Kaufkraft-Tabelle: Was 100 Euro aus den Jahren 1991 bis 2024 im Jahr 2025 wert sind

Die folgende Tabelle ist nach Jahren sortiert und zeigt für ausgewählte Jahre den Verbraucherpreisindex aus den langen Reihen des Statistischen Bundesamts. Die dritte Spalte nennt den Gegenwert von 100 Euro des jeweiligen Jahres im Jahr 2025. Die vierte Spalte zeigt, was 100 Euro aus dem Jahr 2025 in Preisen des jeweiligen Jahres wert gewesen wären.

JahrVerbraucherpreisindex (2020 = 100)100 € dieses Jahres sind 2025 wert100 € aus 2025 in Preisen dieses Jahres
199161,9196,93 €50,78 €
199571,0171,69 €58,24 €
200075,5161,46 €61,94 €
200581,5149,57 €66,86 €
201088,1138,37 €72,27 €
201594,5128,99 €77,52 €
2020100,0121,90 €82,03 €
2021103,1118,23 €84,58 €
2022110,2110,62 €90,40 €
2023116,7104,46 €95,73 €
2024119,3102,18 €97,87 €

Tabelle 2: Kaufkraft und Gegenwert von 100 Euro seit 1991 (Stand: Jahresdurchschnitt 2025, Indexwerte: Destatis, Gegenwert und Kaufkraft: eigene Berechnung)

Für Beträge aus der Zeit vor 2002 gilt die Tabelle für den in Euro umgerechneten D-Mark-Betrag. Von 1991 bis 2020 stieg der Index im Schnitt um rund 1,7 Prozent pro Jahr, danach beschleunigte sich der Kaufkraftverlust deutlich. Je weiter ein Betrag zurückliegt, desto größer ist die Lücke: 100 Euro aus dem Jahr 2010 entsprechen 2025 bereits 138,37 Euro.

Inflationswelle 2021 bis 2023: Warum das höhere Preisniveau bleibt

Von 2021 bis 2023 stiegen die Verbraucherpreise um 13,19 Prozent und damit fast so stark wie in den zehn Jahren von 2010 bis 2020 zusammen (13,51 Prozent). Nach 3,1 Prozent im Jahr 2021 lag die Inflationsrate 2022 bei 6,9 Prozent und 2023 bei 5,9 Prozent.

In den Jahren 2024 und 2025 beruhigte sich die Lage, das Statistische Bundesamt meldet für beide Jahre jeweils 2,2 Prozent. Im Jahr 2025 dämpfte vor allem der Preisrückgang bei Energie um 2,4 Prozent die Teuerung, Nahrungsmittel wurden um 2,0 Prozent teurer.

Damit lag die deutsche Rate wieder nahe am Ziel der Europäischen Zentralbank, die mittelfristig eine Inflationsrate von 2 Prozent anstrebt. Die EZB misst dieses Ziel allerdings am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für den Euroraum, nicht am deutschen VPI.

Das höhere Preisniveau bleibt jedoch bestehen, denn eine sinkende Rate bedeutet nur, dass die Preise langsamer steigen. Ein Rückgang des Preisniveaus im Jahresdurchschnitt, also eine Deflation, ist in der gesamtdeutschen Reihe bisher nicht aufgetreten.

Im Jahr 2026 ziehen die Preise wieder stärker an: Im September 2026 lag die Teuerungsrate bei 3,3 Prozent, vor allem weil Energie 14,9 Prozent teurer war als ein Jahr zuvor. Für Zukunftsrechnungen lohnt es sich deshalb, neben 2 Prozent auch eine höhere Rate zu prüfen.

Experten-Tipp!
Prüfen Sie Preise, Honorare und Gehalt, sobald der neue Jahresdurchschnitt vorliegt. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht ihn in der Regel Mitte Januar, für 2025 am 16. Januar 2026. Ist der Wert im Rechner hinterlegt, rechnen Sie auf aktuellem Stand.

Inflation und Preisanpassung: Wann Selbstständige und Unternehmer ihre Preise erhöhen sollten

Selbstständige und Unternehmer sollten ihre Preise mindestens einmal im Jahr mit dem Gegenwert aus dem Inflationsrechner abgleichen. Hat ein Preis real an Wert verloren, ist eine Erhöhung der naheliegende Schritt, sofern Kosten, Nachfrage und bestehende Verträge sie tragen. Wer das versäumt, arbeitet von Jahr zu Jahr zu niedrigeren realen Preisen, ohne es auf der Rechnung zu sehen. Die drei Praxisbeispiele blicken auf Honorar und Umsatz zurück und auf einen Festpreis nach vorn.

Praxisbeispiel: Tagessatz von 950 Euro muss auf 1.050,86 Euro steigen

Ausgangslage: Eine selbstständige IT-Beraterin aus Köln berechnet seit 2022 einen Tagessatz von 950 Euro. Ihre Kunden haben den Satz seitdem nicht hinterfragt. Sie selbst merkt aber, dass Büromiete, Software und Weiterbildung deutlich teurer geworden sind. Für die Planung 2026 will sie wissen, wie weit ihr Honorar hinter der allgemeinen Preisentwicklung zurückliegt und welcher neue Satz für ihre Stammkunden angemessen wäre.

Vorgehen: Sie wählt im Inflationsrechner die historische Berechnung, gibt 950 Euro ein und vergleicht 2022 mit 2025. Der Rechner zeigt einen Preisanstieg von 10,62 Prozent und einen Gegenwert von 1.050,86 Euro. Die Kaufkraft ihres alten Satzes liegt 2025 nur noch bei 858,82 Euro in Preisen von 2022.

Ergebnis: Die Beraterin kündigt ihren Stammkunden ab 2026 einen Tagessatz von 1.060 Euro an, leicht über dem Gegenwert, und begründet ihn mit der amtlichen Preisentwicklung seit 2022. Sie folgt dabei der Regel, den eigenen Preis selbstbewusst zu nennen, statt ihn vorab zu rechtfertigen. Weil sie die Rechnung offenlegt, bleibt das Gespräch sachlich.

Nicht nur Honorare verlieren unbemerkt an Wert. Auch beim Umsatz eines Unternehmens kann ein nominales Plus über eine gesunkene Kaufkraft hinwegtäuschen.

Praxisbeispiel: 10 Prozent mehr Umsatz und trotzdem weniger Kaufkraft

Ausgangslage: Ein Handwerksbetrieb aus dem Raum Stuttgart hat 2021 mit einem Zusatzgeschäft 50.000 Euro Umsatz erzielt. 2024 waren es 55.000 Euro, also 10 Prozent mehr. Auf den ersten Blick wirkt das wie ein solides Wachstum. Die Inhaberin will trotzdem wissen, ob das Plus ausreicht, um weiter Zeit und Geld in diesen Bereich zu investieren.

Vorgehen: Ihr Steuerberater gibt den Umsatz von 2021 in den Inflationsrechner ein und wählt 2024 als Vergleichsjahr. Als Gegenwert erscheinen 57.856,45 Euro, die Preise sind in diesen drei Jahren um 15,71 Prozent gestiegen. Damit stehen beide Umsätze auf demselben Preisniveau.

Ergebnis: Inflationsbereinigt, also gemessen an der Kaufkraft, liegt der Umsatz 2024 um 2.856,45 Euro unter dem Gegenwert von 2021. Das nominale Plus von 10 Prozent gleicht den Anstieg der Verbraucherpreise also nicht aus. Ob das Zusatzgeschäft auch nach Aufträgen geschrumpft ist, prüft die Inhaberin anhand ihrer eigenen Preise und Kosten, bevor sie weiteres Geld investiert. Für 2026 plant sie eine moderate Preisanpassung.

Beide Fälle blicken zurück. Ebenso wichtig ist der Blick nach vorn, wenn ein Unternehmen heute Preise festlegt, die über mehrere Jahre gelten sollen.

Praxisbeispiel: Festpreis über drei Jahre verliert 230,71 Euro Kaufkraft pro Monat

Ausgangslage: Ein Reinigungsunternehmen aus Leipzig soll einem Bürokunden ab 2027 einen Rahmenvertrag über drei Jahre anbieten. Der Kunde wünscht einen festen Monatspreis von 4.000 Euro für die gesamte Laufzeit. Die Geschäftsführerin will vor der Zusage wissen, wie viel dieser Festpreis bis zum Vertragsende real an Wert verliert, wenn die Preise weiter steigen.

Vorgehen: Sie wählt im Inflationsrechner die zukünftige Berechnung, gibt 4.000 Euro, eine angenommene Rate von 2 Prozent pro Jahr und drei Jahre ein. Der Rechner zeigt für das Ende der Laufzeit eine Kaufkraft von 3.769,29 Euro in heutigen Preisen und einen Kaufkraftverlust von 230,71 Euro, bezogen auf den eingegebenen Monatspreis. Für dieselbe Kaufkraft müsste der Preis dann bei 4.244,83 Euro liegen.

Ergebnis: Die Geschäftsführerin bietet statt des Festpreises eine Staffel an: 4.000 Euro im ersten, 4.080 Euro im zweiten und 4.161,60 Euro im dritten Vertragsjahr, also jährlich 2 Prozent mehr. Der Kunde erhält trotzdem Planungssicherheit, weil alle drei Beträge von Beginn an feststehen. Für den Fall stärker steigender Preise vereinbaren beide Seiten ein Gespräch über eine Anpassung.

Preiserhöhung begründen: So überzeugen Sie Kunden mit nachvollziehbaren Zahlen

Eine Preiserhöhung begründen Sie nachvollziehbar, wenn Sie die amtliche Teuerung zusammen mit Ihren eigenen Kosten zeigen. Die Teuerung beschreibt den Warenkorb privater Haushalte. Der Gegenwert aus dem Rechner zeigt die allgemeine Preisentwicklung, Ihre Kostenrechnung zeigt, welchen Betrag Ihr Betrieb benötigt.

Eine nachvollziehbare Begründung für Kunden besteht aus vier Bausteinen:

  • Zeitraum: Nennen Sie das Jahr der letzten Anpassung und das Vergleichsjahr. So sieht der Kunde, dass Sie nur den Zeitraum seit der letzten Erhöhung ausgleichen.
  • Gegenwert: Zeigen Sie den Betrag aus dem Inflationsrechner, der die frühere Kaufkraft wiederherstellt. Mit dem Verweis auf die amtlichen Daten von Destatis wird die Zahl für jeden überprüfbar.
  • Eigene Kosten: Ergänzen Sie die Kostentreiber, die Ihren Betrieb besonders betreffen, etwa Löhne, Material oder Energie. Sie erklären, warum Ihr Bedarf über oder unter dem Gesamtindex liegen kann.
  • Neuer Preis: Legen Sie Betrag und Stichtag fest, ab dem der neue Preis gilt. Ein klarer Termin mit ausreichendem Vorlauf schafft Planungssicherheit für beide Seiten.

Mit diesen Angaben wird aus einer Forderung eine nachvollziehbare Rechnung.

Eine Erhöhung auf den Gegenwert ist nominal ein Aufschlag, stellt aber nur die frühere Kaufkraft wieder her. Bei laufenden Verträgen gilt, was dort zur Preisanpassung vereinbart ist.

Experten-Tipp!
Legen Sie Ihrem Angebot eine kurze Übersicht bei, wie sich Ihr Preis oder Honorar und der Verbraucherpreisindex seit der letzten Anpassung entwickelt haben. Eine nachvollziehbare Rechnung mit amtlicher Quelle versachlicht das Gespräch über Prozente und verkürzt Nachverhandlungen.

6 Fehler beim Berechnen der Inflation

Diese sechs Fehler führen beim Rechnen mit der Inflation zu falschen Ergebnissen:

  • Raten addieren: Wer die Jahresraten 2022 bis 2025 von 6,9, 5,9, 2,2 und 2,2 Prozent addiert, kommt auf 17,2 Prozent. Richtig ist die Verkettung der Faktoren, die rund 18,2 Prozent ergibt.
  • Gegenwert und Kaufkraft verwechseln: Der Gegenwert rechnet einen alten Betrag in heutige Preise um, die Kaufkraft einen heutigen Betrag in alte Preise. Wer beide vertauscht, fordert zu wenig oder plant mit zu viel Geld.
  • Nur die Vorjahresrate ansetzen: Ein Honorar, das seit drei Jahren unverändert ist, braucht den Ausgleich für den gesamten Zeitraum. Die Rate des letzten Jahres allein deckt nur einen Teil des Verlusts.
  • Monats- und Jahreswerte mischen: Monatliche Inflationsraten vergleichen einen Monat mit dem Vorjahresmonat und schwanken stärker. Für Beträge über ganze Jahre passen die Jahresdurchschnitte, mit denen der Rechner arbeitet.
  • Gesamtindex für Teilbereiche nutzen: Mieten, Energie oder der Wert von Immobilien folgen eigenen Entwicklungen. Wie unterschiedlich etwa die Immobilienpreise in Deutschland seit 2000 verlaufen sind, zeigt der Gesamtindex nicht.
  • Indexwerte verschiedener Basisjahre mischen: Ältere Veröffentlichungen nutzen etwa die Basis 2015 = 100, aktuelle die Basis 2020 = 100. Werte aus beiden Reihen dürfen Sie nicht miteinander verrechnen, weil sonst ein falscher Faktor entsteht.

Wer diese Punkte beachtet, erhält mit dem Inflationsrechner belastbare Vergleichswerte für Gehalt, Preise und Rücklagen.

Was der Inflationsrechner nicht abbildet

Der Inflationsrechner bildet weder die persönliche Inflation noch Monatswerte, Zinsen oder einzelne Gütergruppen ab. Diese Grenzen sollten Sie kennen:

  • Persönliche Inflation: Der Rechner nutzt den Warenkorb aller privaten Haushalte. Wie stark die Preise für Ihren eigenen Verbrauch gestiegen sind, zeigt der persönliche Inflationsrechner von Destatis.
  • Monatswerte: Gerechnet wird mit Jahresdurchschnitten, die Ausschläge einzelner Monate glätten. Für einen Vergleich von März zu März brauchen Sie die Monatswerte der amtlichen Statistik.
  • Zinsen, Steuern und Renditen: Der Rechner zeigt die reine Preisentwicklung. Ob eine Geldanlage real gewinnt, hängt zusätzlich von Zinsen, Steuern und Kosten ab, bei Anleihen auch vom Inflationsrisiko.
  • Einzelne Gütergruppen: Teilindizes etwa für Energie, Nahrungsmittel oder Mieten sind nicht hinterlegt. Für eine Nebenkostenabrechnung oder einen Energievertrag ist der Gesamtindex deshalb nur ein grober Anhaltspunkt.
  • Zeit vor 1991 und D-Mark: Die gesamtdeutsche Reihe beginnt 1991, Beträge werden in Euro eingegeben. Für ältere Beträge in Mark berechnet die Deutsche Bundesbank Kaufkraftäquivalente.
  • Feste Rate in der Zukunft: Die Zukunftsrechnung unterstellt jedes Jahr dieselbe Rate. Tatsächlich schwankt die Inflation, wie die Jahre 2021 bis 2025 zeigen. Rechnen Sie deshalb mit zwei oder drei verschiedenen Raten, um eine realistische Spanne für den Wertverlust zu erhalten.

Für Entscheidungen über Verträge, Geldanlagen oder die Altersvorsorge ersetzt der Rechner keine Beratung durch Fachleute, die Ihre persönliche Situation kennen.

Fazit: Der Inflationsrechner zeigt, was Ihr Geld real wert ist

Der Inflationsrechner macht sichtbar, was Zahlen auf Konto und Rechnung verbergen: Geld verliert mit jedem Jahr Teuerung an Kaufkraft. Wer die Inflation berechnen will, gibt für den Blick zurück Betrag, Ausgangs- und Vergleichsjahr ein, für die Zukunft Betrag, angenommene Rate und Zahl der Jahre. Die amtlichen Jahreswerte liefert der Rechner selbst, ebenso den Rechenweg, mit dem Sie das Ergebnis gegenüber Kunden, Arbeitgebern oder der Bank begründen.

Entscheidend ist, den richtigen Wert zu nutzen. Für Preise, Honorare und Gehälter zählt der Gegenwert, für Ersparnisse und Rücklagen die Kaufkraft. Jahresraten werden dabei verkettet statt addiert. Für die Zukunft liefern zwei oder drei verschiedene Raten eine belastbare Spanne.

Machen Sie den Rechner zur festen Routine. Prüfen Sie Gehalt, Honorare und Preise einmal im Jahr, sobald der neue Jahreswert vorliegt, und rechnen Sie jede größere Rücklage und jeden mehrjährigen Festpreis vorab in die Zukunft. So erkennen Sie rechtzeitig, ob Ihre Beträge real noch das wert sind, was Sie ursprünglich geplant haben.

Diese kostenfreien Rechner von AGITANO helfen bei weiteren Fragen rund um Preise und Prozente:

  • Prozentrechner berechnet Prozentwerte, Grundwerte und prozentuale Veränderungen.
  • Rabattrechner ermittelt Endpreis, Rabatt in Prozent oder Rabatt in Euro.
  • Mehrwertsteuer-Rechner rechnet zwischen Netto und Brutto.
  • Skonto-Rechner ermittelt Skontobetrag und Zahlbetrag.
  • Zinsrechner berechnet Zinsen und Endkapital mit oder ohne Zinseszins, auch rückwärts für Anfangskapital, Zinssatz oder Laufzeit.
  • Zinseszinsrechner berechnet Endkapital und Sparrate für regelmäßiges Sparen mit Zinseszins.

Alle Rechner sind kostenfrei nutzbar.

Häufige Fragen (FAQ) zum Inflationsrechner und zur Berechnung der Inflation

Wie kann man die Inflation berechnen?

Die Inflation berechnen Sie, indem Sie den Verbraucherpreisindex des späteren Jahres durch den des früheren Jahres teilen, 1 abziehen und mit 100 multiplizieren. Von 2021 bis 2025 ergibt das 18,23 Prozent für den gesamten Zeitraum.

Die Rechnung lautet hier (121,9 ÷ 103,1 − 1) × 100. Einen Geldbetrag multiplizieren Sie dafür mit dem Faktor 121,9 ÷ 103,1. Der Inflationsrechner übernimmt diese Schritte mit den amtlichen Jahreswerten und zeigt zusätzlich die durchschnittliche Rate je Jahr. Wichtig ist, dass beide Indexwerte dieselbe Basis haben, derzeit 2020 = 100.

Was sind 1.000 Euro von 2000 heute wert?

1.000 Euro aus dem Jahr 2000 entsprechen im Jahr 2025 einem Gegenwert von 1.614,57 Euro. Grundlage ist der Verbraucherpreisindex, der in dieser Zeit von 75,5 auf 121,9 Punkte gestiegen ist.

Umgekehrt haben 1.000 Euro im Jahr 2025 nur noch die Kaufkraft von 619,36 Euro aus dem Jahr 2000. Lag der Betrag ursprünglich in D-Mark vor, rechnen Sie ihn zuerst mit dem Kurs 1,95583 in Euro um und setzen dann den Euro-Betrag in den Rechner ein.

Wie nutze ich einen Inflationsrechner für mein Gehalt?

Mit einem Inflationsrechner prüfen Sie, ob Ihr Gehalt mit den Preisen Schritt gehalten hat. Geben Sie das alte Gehalt und das Jahr der letzten Erhöhung ein und vergleichen Sie den Gegenwert mit Ihrem heutigen Gehalt.

Ein Bruttogehalt von 4.000 Euro aus dem Jahr 2021 entspricht 2025 einem Gegenwert von rund 4.729 Euro. Liegt Ihr Gehalt darunter, ist Ihre Kaufkraft gesunken. Vergleichen Sie dabei brutto mit brutto, weil Steuern und Sozialabgaben das Nettogehalt zusätzlich verändern. Das Ergebnis eignet sich gut als sachliches Argument im nächsten Gehaltsgespräch.

Wie funktioniert ein Inflationsrechner für die Zukunft?

Ein Inflationsrechner für die Zukunft rechnet mit einer angenommenen jährlichen Rate. Bei 1,75 Prozent über 30 Jahre haben 1.000 Euro danach nur noch eine Kaufkraft von 594,25 Euro in heutigen Preisen.

Die Rate wirkt wie ein Zinseszins in umgekehrter Richtung, deshalb wächst der Verlust mit der Laufzeit überproportional. Im AGITANO-Rechner wählen Sie dafür die zukünftige Berechnung und geben Betrag, Rate und Jahre ein. Als Annahme kann das mittelfristige EZB-Ziel von 2 Prozent dienen, eine Prognose ist es nicht.

Worin unterscheiden sich Inflationsrate und Verbraucherpreisindex?

Der Verbraucherpreisindex misst die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs, dessen Zusammensetzung das Statistische Bundesamt regelmäßig aktualisiert. Basisjahr ist 2020 mit dem Wert 100. Die Inflationsrate ist die prozentuale Veränderung dieses Index gegenüber dem Vorjahr, für 2025 waren es 2,2 Prozent.

Für Umrechnungen über mehrere Jahre arbeitet der Rechner deshalb mit den Indexwerten statt mit aneinandergereihten Raten. Ein Beispiel: Die Raten von 2022 bis 2025 ergeben addiert 17,2 Prozent, über den Index gerechnet sind es rund 18,2 Prozent. Die Abweichung wächst mit der Länge des Zeitraums.

Was ist im Warenkorb zur Berechnung der Inflation?

Im Warenkorb des Verbraucherpreisindex stehen die Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in Deutschland kaufen, von Lebensmitteln über Energie bis zu Mieten. Jede Güterart geht mit ihrem Anteil an den Ausgaben aller privaten Haushalte ein.

Die Wohnungsmieten sind mit einem Gewicht von 21 Prozent die wichtigste Einzelposition. Mit der Umstellung auf das Basisjahr 2020 im Jahr 2023 hat das Statistische Bundesamt die Gewichte aktualisiert. Ihre persönliche Inflation weicht vom amtlichen Wert ab, wenn Sie anteilig mehr für Miete, Energie oder Mobilität ausgeben als der Durchschnittshaushalt.

Wie hoch war die Inflation im Durchschnitt seit 1991?

Seit 1991 lag die Inflation in Deutschland im Durchschnitt bei 2,01 Prozent pro Jahr. Der Verbraucherpreisindex stieg von 61,9 Punkten im Jahr 1991 auf 121,9 Punkte im Jahr 2025, ein Plus von 96,93 Prozent.

Der Durchschnitt ist geometrisch berechnet und glättet starke Jahre wie 2022 mit 6,9 Prozent. Für jeden anderen Zeitraum ab 1991 zeigt der Rechner den passenden Durchschnitt. Zum Vergleich: Von 2021 bis 2025 lag der Durchschnitt bei 4,28 Prozent pro Jahr, also mehr als doppelt so hoch.

Wie rechne ich D-Mark-Beträge mit dem Inflationsrechner um?

D-Mark-Beträge rechnen Sie zuerst zum festen Kurs von 1,95583 D-Mark je Euro in Euro um und geben dann den Euro-Betrag ein. Aus 1.000 D-Mark werden auf diese Weise gerundet 511,29 Euro.

Der umgerechnete Euro-Betrag ist der Ausgangswert für alle weiteren Schritte. Für Jahre ab 1991 liefert der Rechner damit den Gegenwert in heutigen Preisen. Bei Beträgen vor 1991 in Mark oder Reichsmark hilft die Deutsche Bundesbank mit Kaufkraftvergleichen historischer Geldbeträge weiter, denn die gesamtdeutsche Indexreihe beginnt erst 1991.

Wo finde ich einen individuellen Inflationsrechner?

Einen individuellen Inflationsrechner bietet das Statistische Bundesamt an. Dort passen Sie die Gewichte der Güterbereiche an Ihren eigenen Verbrauch an und vergleichen Ihre persönliche Rate mit der amtlichen.

Der AGITANO-Rechner arbeitet mit dem Gesamtindex und eignet sich für Umrechnungen von Beträgen über mehrere Jahre. Beide Angebote ergänzen sich: erst den Gegenwert ermitteln, dann prüfen, ob Ihr Verbrauch stärker betroffen ist. Wer viel Auto fährt oder eine hohe Miete zahlt, sieht dort schnell, ob die eigene Teuerung über dem Durchschnitt liegt.

Kann ich den Inflationsrechner für andere Länder verwenden?

Der AGITANO-Inflationsrechner gilt für Deutschland, weil er mit dem deutschen Verbraucherpreisindex von Destatis rechnet. Für andere Länder brauchen Sie deren nationale Preisindizes.

Die Raten unterscheiden sich teils deutlich. Für Österreich veröffentlicht Statistik Austria den Verbraucherpreisindex, für die Schweiz das Bundesamt für Statistik den Landesindex der Konsumentenpreise. Für den Euroraum gibt es den Harmonisierten Verbraucherpreisindex von Eurostat, der Länder vergleichbar macht. Beträge in fremder Währung sollten Sie deshalb nicht mit dem deutschen Index in heutige Preise umrechnen.

Disclaimer und Rechtsstand

Disclaimer: Beitrag und Rechner dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung. Das Ergebnis ist unverbindlich. Maßgeblich sind die Vereinbarungen in Ihren Verträgen und die Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamts.

Rechtsstand: Datenstand Verbraucherpreisindex für Deutschland, Jahresdurchschnitt 2025 (Destatis, Tabelle 61111-0001). Zuletzt aktualisiert am 24. Oktober 2026.

Autor: Oliver Foitzik, Herausgeber und Chefredakteur von AGITANO.