Gründer/innen

Unternehmen gründen, Selbständigkeit aufbauen: Ein Businessplan ist das A und O

Junger afro-amerikanischer Mann sitzt an Laptop mit Unterlagen und überlegt

Wohl die meisten Angestellten haben sich zumindest einmal überlegt, ob es zu ihm oder ihr passen würde, sich selbständig zu machen und ein Unternehmen zu gründen. Natürlich wird in einigen Branchen derzeit besonders häufig gegründet. Doch generell bei der Unternehmensgründung und darüber hinaus ist ein Businessplan unverzichtbar. Warum das so ist und welche weiteren Punkte angehende Gründer*innen dabei beachten sollten, verrät Michael Mohr im folgenden Interview mit der AGITANO-Redaktion. Dazu gibt er einige Tipps, wie Fehlerquellen zuverlässig umgangen und Zeitersparnisse erzielt werden können.

Erfahrungswerte gebündelt in spezifischen Vorlagen – Interview mit Michael Mohr

Schönen guten Tag Herr Mohr! Würden Sie sich bitte zunächst kurz vorstellen?

Ich heiße Michael Mohr und bin Gründer und Inhaber des Onlineshops Vorlagen-Center. Wir sind eine führende Online-Plattform für Premium-Vorlagen in der DACH-Region. Mit aktuell knapp 10.000 Vorlagen, zum Beispiel für Verträge, Arbeitszeugnisse, Businesspläne und Bewerbungen, unterstützen wir Unternehmen und Menschen in allen Business- und Lebenssituationen. Wir legen Wert auf eine hohe Qualität unserer Vorlagen bei einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Privat bin ich sportbegeisterter Familienvater und habe zwei Söhne.

Wie sind Sie in die Selbstständigkeit gelangt und was waren Ihre ersten Erfahrungen?

Der Wunsch nach einer Selbstständigkeit bestand bei mir schon immer. Den ersten Versuch unternahm ich wenig erfolgreich bereits als ganz junger Erwachsener. Damals hat ganz einfach das fachliche Know-how gefehlt. Nach einem Studium der Betriebswirtschaft klappte es dann im zweiten Anlauf. Ich gründete eine Unternehmensberatung, vornehmlich für Existenzgründer*innen und junge Unternehmen in der Wachstumsphase. Natürlich wurde für die „Start-Up Unternehmensberatung“ auch eine Website erstellt. Diese basierte auf dem Content Management System TYPO3. Innerhalb der ersten Jahre habe ich unzählige Businesspläne für Gründer*innen erstellt, woraus die Idee entstand, Businessplan-Vorlagen für verschiedene Branchen zu entwickeln und anzubieten.

Sie hatten es ja bereits erwähnt, doch gehen wir darauf etwas genauer ein: Um was geht es bei Vorlagen-Center und wie ist der Shop entstanden?

Wie schon angedeutet ist Vorlagen-Center aus der Idee heraus entstanden, unsere jahrelange Erfahrung in der Erstellung von Businessplänen in die Erstellung branchenspezifischer Businessplan-Vorlagen einfließen zu lassen, um damit eine größere Anzahl an Gründer*innen zu erreichen. Unser Onlineshop verschafft uns diesbezüglich die benötigte Reichweite. Egal ob Gründung in der Gastronomie, im Handel oder im Bereich Dienstleistungen: Unser Angebot an Vorlagen und Mustern deckt zwischenzeitlich fast alle Branchen und Geschäftsmodelle ab.

Mit jedem unserer Business-Konzepte erhalten unsere Kund*innen einen klaren Plan, den sie sofort in die Praxis umsetzen können. Diese enthalten auch Maßnahmen, die die Kund*innen ergreifen können, wenn es nicht sofort läuft. Natürlich sind unsere Businesspläne auch bestens dazu geeignet, Kredite oder Fördergelder des Bundes und anderen Kapitalgebenden bewilligt zu bekommen. Immer häufiger stellen wir in Gesprächen fest, dass Kund*innen ihren Weg zu uns über Banken oder die Agentur für Arbeit finden, die uns empfehlen, wenn es um die Erstellung von Businessplänen geht.

Business-Vorlagen sind für alle möglichen Branchen nützlich – auch zur Fehlervermeidung

Wie hat sich Vorlagen-Center bis heute entwickelt und wie gestalten Sie die Zukunft?

Als wir sahen, dass die Businessplan-Vorlagen so gut angenommen werden, haben wir kontinuierlich weitere Vorlagen entwickelt. Hinzugekommen sind Vorlagen für Verträge, Arbeitszeugnisse und Bewerbungen. Auch die Zahl der Besucher*innen in unserem Shop hat sich über die Jahre deutlich erhöht. Zufriedene Kund*innen und Weiterempfehlungen sind hauptverantwortlich dafür. Zudem zählen wir immer mehr Stammkund*innen, zum Beispiel in den Bereichen Existenzgründungsberatung, Steuerberatung, Anwaltskanzleien oder Personalbüros. Uns macht dies deutlich, dass wir mit unserem qualitätsorientierten Angebot sehr gut unterwegs sind. Wir werden deshalb auch künftig unser Angebot kontinuierlich ausbauen und immer noch besser an die Bedürfnisse unserer Kund*innen anpassen.

Betrachten wir einmal die Gegenseite: Welche typischen Fehler von Existenzgründer*innen beobachten Sie?

Wichtig ist, dass man viel Initiative und Einsatzbereitschaft mitbringt und für das eigene Vorhaben „brennt“. Gründungen aus der Not heraus oder mangels Alternativen sind von vornherein zum Scheitern verurteilt. Typische weitere Fehler sind fehlende fachliche Expertise, die Missachtung von Gründungsvoraussetzungen, die falsche Einschätzung der Markt- und Wettbewerbssituation sowie unrealistische Annahmen in Bezug auf zu erwartende Umsätze und Erträge. Oftmals bietet auch das Marketing viel mehr Instrumente und Werkzeuge, als dies den Gründer*innen bewusst ist. Entscheiden sie sich dazu, einen Businessplan zu erstellen, können all diese Fehler vermeiden. Daraus folgt: Der größte Fehler ist der Start in die Selbstständigkeit ohne Businessplan.

No (business) plan, no investment

Weshalb ist die Erstellung eines Businessplans unverzichtbar?

Die Antwort ist simpel: Gründer*innen, die auf einen Businessplan setzen, sind erfolgreicher, als jene, die planlos agieren, wie auch eine wissenschaftliche Studie beweist. Und ich wage mal zu behaupten, dass jede*r Existenzgründer*in maximalen Erfolg anstrebt. Warum sind Gründer*innen, die einen Businessplan verfolgen, so erfolgreich? Erfahrungsgemäß liegt das vor allem daran, dass der Businessplan ein realistisches, faktenbasiertes Bild des Vorhabens vermittelt. Dieses unterscheidet sich mitunter sehr stark von dem Bild, das ein*e Gründer*in von einem Vorhaben ohne Plan hat. Er deckt interessante Nischen auf und der eigene Erfolg kann über Jahre hinweg in verschiedene Richtungen simuliert werden.

Letztlich verschafft der Plan jeder*m Gründer*in neue Ideen und Blickwinkel, die er oder sie ohne Businessplan nicht hat. Natürlich wissen das auch Banken. Zur Refinanzierung ihres investierten Kapitals und zur Risikominimierung verlangen diese immer einen Businessplan. Getreu dem Motto: No plan, no investment.

Welche Vorteile bieten dann Vorlagen für Businesspläne?

Neben all den Vorteilen ist die Erstellung eines Businessplanes eine mühselige und zeitaufwendige Angelegenheit. Denn ein überzeugender Businessplan umfasst nicht selten mehr als 50 Seiten im DIN-A4-Format. Deshalb ist zunächst einmal die Zeitersparnis zu nennen, die man bei der Nutzung einer Vorlage hat. Hinzu kommt der Zugriff auf das Wissen von Expert*innen, die Businesspläne hauptberuflich erstellen und ihr Know-how aus hunderten Gründungsprojekten in ihre Konzepte einfließen lassen. Der*die Gründer*in hat so die Sicherheit, dass das Konzept fundiert, richtig und umfassend ist. So kann er oder sie sich sicher sein, alles bedacht zu haben.

Welche Ihrer Businesspläne sind von Existenzgründer*innen und Selbstständigen besonders gefragt?

Ein großer Teil aller Gründungen entfällt in Deutschland auf die Gastronomiebranche. Hierzu bieten wir Businessplan-Vorlagen für Restaurants, Hotels und Eisdielen, berücksichtigen aber auch Trends wie Street Food Trucks oder Craft Beer-Brauereien. Neben dem Businessplan erhalten unsere Kund*innen dann auch gleich den passenden Gesellschaftsvertrag, notwendige Arbeitsvertrag-Vorlagen und später, wenn es um die Einstellung, Versetzung oder Entlassung von Mitarbeitenden geht, Vorlagen für Zwischenzeugnisse und Arbeitszeugnisse.

Wie die Umsetzung gelingt: 7 Tipps zur Unternehmensgründung

Welche Empfehlungen geben Sie Gründern zur Bewältigung der enorm schwierigen Startphase?

Zunächst einmal ist der Gang in die Selbstständigkeit kein Spaziergang, worüber sich jede*r Existenzgründer*in im Klaren sein sollte. Sich in der Selbstständigkeit intrinsisch zu motivieren und selbstbestimmt zu arbeiten liegt nicht jedem Menschen gleich gut. Es gibt durchaus Menschen, die nach genauerer Betrachtung die Sicherheit und die Planbarkeit eines Angestelltenverhältnisses bevorzugen. Der Masse an Arbeit können Selbstständige – gerade am Anfang der Selbstständigkeit – nur mit einer guten Organisation begegnen. Relativ einfache Maßnahmen helfen dabei:

  1. Festlegung der Unternehmensstruktur
  2. Ausarbeitung eines Organigramms
  3. Definition von Milestones
  4. Setzen von Prioritäten
  5. Leistungsfördernde Arbeitsatmosphäre
  6. Direkte Kommunikation
  7. Disziplin und Ehrgeiz.

Wichtig: Enttäuschungen und Rückschläge werden nicht als Niederschlag begriffen, sondern als reine Information und Anreiz, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Profilbild Michael Mohr
Michael Mohr, Gründer und Inhaber des Vorlagen-Centers. (Bild: © Michael Mohr / Vorlagen-Center)

Welche Tipps geben Sie all unseren Leser*innen, die sich mit dem Gedanken einer Selbstständigkeit beschäftigen?

Finden Sie zunächst heraus, ob die Selbstständigkeit die ideale Form für Sie ist, Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Falls ja, haben Sie bestimmt bereits eine Idee, wie Sie sich selbstständig machen möchten. Zur Prüfung Ihrer Idee sollten Sie einen Businessplan nutzen. Denn wer auf einen Businessplan verzichtet, verschenkt enormes Potenzial und letztlich Geld.

Übrigens: Auch nach der Gründung, also im laufenden Geschäft, ist der Businessplan Ihr perfekter Begleiter. Sie können ihn ganz einfach als eine Art Fluglotse nutzen, der Ihnen immer zeigt, auf welchem Weg Sie sich gerade befinden. Einerseits fungiert er als Frühwarnsystem, das alle Fehlentwicklungen und Missstände aufzeigt. Andererseits, wenn Sie viele Dinge richtig gemacht haben, projiziert er Ihnen rosige finanzielle Aussichten in die Zukunft hinein, für die es sich lohnt, weiter Gas zu geben.

Herr Mohr, vielen Dank für dieses erkenntnisreiche Interview und Einblicke in die Themen Businesspläne und Unternehmensgründung.

Das Interview mit Michael Mohr, Gründer und Inhaber des Vorlagen-Centers, führte die AGITANO-Redaktion.

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