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Urlaub ohne Stress: die ECA gibt Tipps für Urlaubs-Profis

Urlaubsreif nach dem Urlaub? Auch Abschalten will gelernt sein. Wer es nicht schafft, während des Urlaubs die Finger vom Blackberry zu lassen, oder meint, noch vom Strandkorb aus die Fäden beim laufenden Projekt in der Hand halten zu müssen, gefährdet nicht nur seine Erholung, sondern auch langfristig seine Gesundheit!

Urlaub, European Coaching Association
[Bild: European Coaching Association]

Noch für 41 Prozent der Berufstätigen in Deutschland gehören dienstliche Rückfragen oder Bitten von Vorgesetzten und Kollegen während der Ferien zum „Urlaubsalltag“, wie eine Umfrage von Stepstone zeigt. Das hält die ECA (European Coaching Association) für bedenklich: Depressionen und Ausgebranntheit nach der Urlaubzeit sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. „Statt die langersehnte und wohlverdiente Ruhe zu genießen und wirklich abzuschalten, befinden wir uns in einem ständigen Standby Modus“, sagt Bernhard Juchniewicz, Gesundheitscoach und Präsident der ECA.

Dabei appelliert Juchniewicz an die Selbstverantwortung der Arbeitnehmer: „Achten Sie auf Ihre Bedürfnisse. Sie tun sich keinen Gefallen, wenn sie ständig für den Chef und die Kollegen erreichbar bleiben, oder mit dem Körper am Strand liegen, aber mit dem Kopf im Büro sind. Ständige Alarmbereitschaft kann in eine permanente psychische Erschöpfung münden, von der man sich nicht so einfach erholt. Endpunkt einer solchen Situation kann ein Burnout sein“.

Welche Maßnahmen helfen, sich so zu erholen, dass die persönlichen Akkus wieder aufgeladen werden? Die wichtigsten Tipps für einen stressfreien Urlaub der ECA:

1. Erst mal runterkommen

Der erste Urlaubstag und Sie fühlen sich plötzlich müde und schlapp? Erwarten Sie nicht zuviel von sich und akklimatisieren Sie sich langsam. Die ECA rät, die schönsten Wochen des Jahres mit ein paar “Puffertagen” einzuleiten, also nicht direkt vom Schreibtisch in den Urlaub zu starten. Ein bis zwei Tage Zuhause, in denen die Koffer gepackt und letzte Vorbereitungen erledigt werden, können dabei helfen, den Stressfaktor für die Anreise und den Start in die Ferien zu mindern.

2. Ich bin dann mal weg!

Nehmen Sie sich während der der letzten Arbeitstageim Büro Zeit, Ihre Abwesenheit zu planen. Das heißt: Eine Übergabe für Ihre Kollegen schreiben und bevor Sie gehen unbedingt den Abwesenheitsassistenten in Ihrem E-Mail-Programm aktivieren (optimal: er kündigt Ihre Rückkehr erst für zwei Tage nach Ihrem tatsächlichen Urlaubsende an). Gedanken wie: „Das kann ich doch während des Urlaubs erledigen“, sind Hinweise darauf, dass Sie nicht ausreichendend delegiert haben.

3. Abschalten: Handy aus!

Das Mobiltelefon sollte im Urlaub so wenig wie möglich genutzt werden. Die ECA-Coaches empfehlen, das Handy komplett abzuschalten und für Notfälle die Telefonnummer des Hotels bei der Familie und in der Firma zu hinterlassen. Die Hürdefür Kollegen und Vorgesetzte, in einem ausländischen Hotel anzurufen ist meist so hoch, dass nur bei einem wirklich wichtigen Anliegen angerufen wird.

4. Schicken Sie das Leistungsdenken in die Wüste

Die Ferien halten alles aus – nur keine Langeweile. Das weiß der Freizeitforscher Horst W. Opaschowski: „Der Einzelne holt sich im Urlaub das zurück, was im Alltag zu kurz gekommen ist“, sagte der Wissenschaftler. Gesundheitscoach Bernhard Juchniewicz empfiehlt:„Eine Leistungsfixierung ist im Urlaub fehl am Platz. Die Umstellung von der Fremdbestimmung im Job hin zur selbstbestimmten Freizeitgestaltung im Urlaub ist vielleicht die größte Herausforderung. Achten Sie auf Ihren Körper und Ihre Sinne. Sie sind der Experte für Ihr eigenes Wohlbefinden. Sie entscheiden, was Ihnen gut tut, wieviele Gipfel Sie erklimmen, wie viele Bauwerke Sie besichtigen oder wie tief die Strandbräune zu sein hat.

5. Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub: Joballtag ändern

Machen Sie eine Bestandsaufnahme: Fühlen Sie sich wirklich gut erholt? Dann nutzen Sie den unverstellten Blick auf schlechte Angewohnheiten, die sich eingeschlichen habenfür kleine Veränderungen. So können Sie beispielsweise E-Mails nur in Abständen abrufen, kein Multitasking, sondern konzentriert arbeiten und Lärm oder Unangenehmes/Störendes in der Umgebung mindern oder gänzlich entfernen. Legen Sie den ersten Arbeitstag nach dem Urlaub auf einen Mittwoch oder Donnerstag, mit Aussicht auf ein freies Wochenende. Und starten Sie langsam.

Fühlt man sich nach dem Urlaub nicht regeneriert, so ist das ein ernstzunehmendes Alarmsignal. Prävention und Unterstützung findet man bei den Coachs der European Coaching Association: http://www.european-coaching-association.com

Über die European Coaching Association

Die European Coaching Association (ECA) ist ein europaweit vernetzter Berufsverband professioneller Coaches (Lizenziert im: Basic-, Advanced- oder Expert Level und differenziert in ihren Kern-Kompetenzen), Lehr Coaches, Lehr Institute und Sozietäten. Seit 1994 engagiert sich die ECA besonders für die berufsständische Aus- und Weiterbildung von Coaches und für die europaweite Entwicklung eines Berufsbilds mit einheitlichen Qualitätsstandards im Bereich Coaching. Die ECA war der erste Berufsverband, der einen ECA Coach Finder für die Hilfe suchender Menschen und Unternehmen kostenlos anbot. Heute unter: www.ECA-Coach-Guide.com – Coach-Datenbank der European Coaching Association.

Kontakt zu ECA

Bernhard Juchniewicz (ECA) steht für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung.
Für weitere Rückfragen steht Ihnen folgender Kontakt zur Verfügung:

Christel Juchniewicz
European Coaching Association e. V.
Postfach 240239
40091 Düsseldorf
Tel. +49 (0)211 8368209
Fax +49 (0)211 328732
office@european-coaching-association.com

(European Coaching Association e. V.)

Christoph Schroeder

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