Finanzmarkt

Wertvolle Tipps, die beim Aktienkauf beachtet werden sollten

Abstrakte Darstellung von Aktienkurssteigerungen mit Plus-Werten, im Hintergrund ein Büroarbeitsplatz mit Stuhl, Schreibtisch und Monitor

Seit geraumer Zeit boomt der Aktienmarkt regelrecht und viele Investor:innen erfreuen sich an den steigenden Renditen und Dividenden. Immer mehr potenzielle Anleger:innen fangen an, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, da diese Branche zwar enormes Potenzial, aber auch einige Risiken und Herausforderungen beinhaltet. Hierbei gilt es, einige Faktoren zu beachten, damit der Aktienkauf letztlich auch erfolgreich ist und langfristig Gewinne erzielt. Auf diverse Faktoren gehen wir im folgenden Beitrag ein.

Eine Strategie festlegen

Beim Aktienkauf gibt es unterschiedlichste Arten von Strategien. Ganz grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen dem

  • sogenannten „Value Investing“ und
  • der Diversifikation.

Value Investing setzt auf eine kleine Anzahl ausgewählter und unterbewerteter Aktien – mit dem Ziel, diese so lange zu halten, bis sie einen hohen Wert erreicht haben. Es handelt sich dabei um eine eher langfristig ausgerichtete Börsenstrategie, die beispielsweise durch Investoren-Legende Warren Buffett populär wurde. Demgegenüber steht der Ansatz der breiten Risikostreuung (Diversifikation), der als deutlich risikoärmer gilt. Der:die Aktieninvestor:in stellt das Portfolio so zusammen, dass die einzelnen Aktien auch in Krisenzeiten nicht gleichzeitig an Wert verlieren. Bei diesem Ansatz sind allerdings auch die Renditechancen geringer als beim Value Investing. Hierbei ist festzuhalten, dass die Wahl der Aktienstrategie gänzlich vom Typ abhängt: Gehört man zu den sicherheitsorientierten Anleger:innen oder eher zu den risikoaffinen Investor:innen?

Die richtige Mischung führt zum Erfolg

Neben der generellen Strategie beim Aktienkauf kommt es auch auf die richtige Mischung des Portfolios an. Diese hängt wiederum erneut vom Investor:innen-Typ ab. Wenn man sich selbst als konservative:r Aktieninvestor:in kategorisiert, empfiehlt es sich, eher auf etablierte Unternehmen und sogenannte Bluechip-Aktien aus Westeuropa oder den USA setzen. Denn diese besitzen ein geringeres Risiko als etwa Aktien aus Schwellenländern wie Südafrika, Indien, oder Brasilien.

Will man dazu als Anleger:in einen beständigen Kapitalrückfluss erhalten, sollte man dem Portfolio dividendenstarke Aktien hinzufügen. So überlegen etwa derzeit Anleger:innen beider Typen, Valneva-Aktien zu kaufen, zum Beispiel auf aktienkauf.at, da diese sowohl als renditeträchtig als auch erfolgreich in den Dividenden gelten. Ein kleiner Teil spekulativer Aktien, etwa von jungen, aufstrebenden Unternehmen, kann das Renditepotenzial des Portfolios außerdem steigern.

Essenzielle Information einholen

Vor dem Aktienkauf sollten Anleger:innen die relevantesten Informationen des Unternehmens einholen, an dem sie interessiert sind. Zuerst ist ein Blick auf die bedeutendsten Finanzzahlen angebracht. Ein guter Anhaltspunkt kann das Kurs-Gewinn-Verhältnis sein. Daran erkennen Investor:innen, wie sich der Aktienpreis zum Gewinn des Unternehmens verhält. Zudem sollte die Bilanz mit in die Betrachtung einfließen.

Neben den wichtigsten Finanzzahlen sollten Anleger:innen ebenfalls einen Blick auf die Konkurrenten und das Marktumfeld werfen. Das Unternehmen sollte idealerweise einen ausschlaggebenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz haben und sich so auf lange Sicht eine dominante Marktposition erarbeiten können.

Durchhaltevermögen

Klar ist: Ungeduldige Investor:innen haben auf dem Aktienmarkt das Nachsehen. Jene Anleger:innen, welche ihr Aktiendepot häufig umschichteten, verzeichnen im Schnitt eine Rendite von 3,1 Prozent und sind damit deutlich unter der Markt-Rendite von 8,7 Prozent. Jedes Mal, wenn eine Position im Aktiendepot abgestoßen oder hinzugefügt wird, sinkt die Gesamtleistung der Aktie. Unerfahrene oder neue Investor:innen neigen dazu, in Zeiten fallender Kurse schnell zu verkaufen und so langfristige Kursgewinne zu verpassen. Wer dagegen auf langfristige Anlagestrategien setzt, ist in der Regel erfolgreicher.

Worauf sollte noch geachtet werden?

In dreierlei Hinsicht sollten nicht nur vorsichtige Investor:innen genau hinsehen:

Schwierige Begriffe

Gerade als Einsteiger:in im Aktienhandel beziehungsweise Investitionsmarkt wird man mit vielen neuen Fachbegriffen konfrontiert, deren exakte Verwendung gravierende Auswirkungen auf die jeweilige Investition haben können. Hierbei etwas mehr Zeit zu benötigen, nachzufragen und um Hilfe zu bitten, ist keine Schmach, sondern höchstens ein notwendiges Übel. Es geht letztlich um das eigene, hart erarbeitete und gesparte Geld – was nicht leichtsinnig aufs Spiel gesetzt werden sollte, nur weil man eine Begrifflichkeit bislang noch nie gehört hat und die Mechanismen dahinter nicht genau einschätzen kann.

Versteckte Kosten

Investitionen enthalten oftmals nicht direkt erkennbare versteckte Kosten wie Transaktionsgebühren oder auch Gebühren für die verantwortlichen Fondsmanager:innen. Hierbei sollte man unbedingt darauf achten, das Kleingedruckte zu lesen, damit im Nachhinein keine übersehenen Kosten zur bösen Überraschung werden.

Nachhaltigkeit

Wem Umweltbewusstsein und Klimaschutz im Alltag wichtig ist, legt im Allgemeinen auch Wert darauf, dass die jeweilige Investition nachhaltig ist. Genau wie bei den versteckten Kosten sollte man auch das Unternehmen, in das investiert wird, näher durchleuchten, um sicherzustellen, dass es den eigenen Wertvorstellungen entspricht.

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