Finanzmarkt

Grundwissen Börse – Dinge, die man über den Aktienhandel wissen sollte

Ein Smartphone in einer Hand zeigt einen steigenden Aktienkurz, im Hintergrund eine Kaffeetasse, ein Laptop mit weiteren Kursanzeigen, Taschenrechner, Unterlagen, Lupe

Private Investor:innen tun sich derzeit schwer damit, ihr Kapital gewinnbringend anzulegen. Niedrige Zinsen sowie eine immer flächendeckendere Anwendung der sogenannten Negativzinsen auf Geldeinlagen sorgen dafür, dass „geparktes“ Geld zunehmend an Wert verliert. Dabei sollte es doch eigentlich mehr werden – so zumindest der fromme Wunsch der Anleger:innen. Deshalb ziehen immer mehr Menschen ein Aktieninvestment in Betracht, allerdings setzt der Handel mit Wertpapieren Grundwissen voraus.

Was sind Aktien eigentlich?         

Wer Aktien kauft, kauft damit genau genommen Unternehmensanteile. Anleger:innen tun das in der Annahme, dass ihr dadurch erworbener Anteil am Unternehmen an Wert gewinnt. Das ist letztendlich dann der Fall, wenn die Aktiengesellschaft gut performt. Doch kurz zum Hintergrundwissen: Weshalb verkaufen Unternehmen eigentlich Aktien und damit auch ein Stück Kontrolle?

Aktien unterstützen die Finanzierung

Aktien dienen vorwiegend dazu, Finanzspritzen zu mobilisieren. Beteiligen sich mehr Investor:innen am Business, kann das Unternehmen seine Ziele leichter erreichen, da es mehr finanziellen Spielraum bekommt. Insofern erhofft sich auch das ausgebende Unternehmen wichtige Vorteile durch den Verkauf der Aktien.

Worum handelt es sich bei der Dividende?

Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen Aktien mit Dividendenausschüttung und solchen ohne die Auszahlung von Dividenden. Die Dividende stellt den greifbaren Umsatz dar, der durch das Kapital einer einzelnen investierenden Person erwirtschaftet wurde. Rendite wiederum ergibt sich beim Aktienhandel erst dann, wenn ein:e Anleger:in die Unternehmensanteile mit Gewinn verkauft.

Wo kann man Aktien kaufen?

Es gibt unterschiedliche Wege, um Aktien zu kaufen. Früher mussten Investor:innen zur Parkettbörse gehen, später war es dann möglich, Aktien über die Hausbank zu kaufen. Heutzutage wählen immer mehr Investoren den Kauf über einen Onlinebroker. Die Auswahl wiederum hängt vorrangig von den eigenen Bedürfnissen und Prioritäten ab. Beispielsweise der erfolgreiche Investor und Trading Blogger Andre Witzel empfiehlt diese Onlinebroker für Anleger:innen, die auf der Suche nach Plattformen mit großer Auswahl und gutem Preisleistungsverhältnis sind.

Doch worin genau liegt eigentlich der Vorteil eines Onlinebrokers? Da Anleger:innen ihre Investitionen auf einer digitalen Plattform selbst abwickeln und verwalten können, fällt in der Regel keine Makler-Courtage an. Das bedeutet, Investor:innen sparen bares Geld und können dadurch ihre Gewinne maximieren.

Auch die große Flexibilität ist ein Pluspunkt bei der Geldanlage: Bei einem guten Onlinebroker können Investoren letztlich unabhängig von den Öffnungszeiten einer Bank und sogar unabhängig von Öffnungszeiten der Börse mit Aktien handeln. Idealerweise stellen die jeweiligen Onlinebroker ihren Kund:innen auch ein Aktiendepot zur Verfügung, in dem diese ihre Wertpapiere lagern können.

Mit welchen Aktienprodukten kann man handeln?

Die klassische Aktieninvestition ist die Investition in Einzelwerte. Dabei erwerben Investor:innen direkt Anteile an bestimmten Unternehmen ihrer Wahl. Doch es gibt auch noch andere Arten, wie etwa die folgenden drei.

1. ETFs als Alternative zur Aktie

Aktienhandel ist immer mit Risiken verbunden. Um dieses zu minimieren, gibt es die Empfehlung, das Kapital zu streuen – es also auf verschiedene Positionen zu verteilen und die Krisensicherheit zu erhöhen. Exchange Traded Funds (ETFs) perfektionieren den Streuungsgedanken, denn sie sind ein Querschnitt durch bestimmte

  • Märkte,
  • Branchen und
  • Börsen.

Die passiven Fonds bilden also einen Index ab – steigt dessen Kurs, wächst auch das angelegte Kapital.

2. Aktienfonds

Ein Aktienfonds ähnelt dem Prinzip von ETFs, wird allerdings aktiv gemanagt. Dabei setzt ein:e Fondsmanager:in ein Sammelsurium an Einzelwerten mit Potenzial auf. Grundsätzlich entscheidet dabei der:die Manager:in darüber, welche Aktien zu welchen Anteilen im Fonds enthalten sind und ob andere Asset-Klassen – beispielsweise Rohstoffe – aufgenommen werden. Aktienfonds sind beliebt – das Anlagevolumen 2020 in Deutschland belief sich auf circa 459,12 Milliarden Euro – und können sehr gut performen. Allerdings müssen Anleger:innen dabei vergleichsweise hohe Courtagen an ihre Fondsmanager:innen abführen.

3. Staatsanleihen

Das Prinzip ist bekannt: Mit Aktien kauft man sich Unternehmensanteile. Mit Staatsanleihen kauft man sich Anteile an einem Staat. So kann man beispielsweise die Bundesrepublik Geld zur Verfügung stellen – und man profitiert, wenn es dem Land gut geht.

Welche Risiken gibt es beim Aktienhandel?

Aktiengeschäfte zählen zu den spekulativen Geldgeschäften: Anleger:innen spekulieren dabei über die weitere Performance von Unternehmen und Märkten. Aus dieser Spekulation ergeben sich natürlich auch Risiken, denn performt ein Unternehmen entgegen der Prognose der Anleger:innen schlecht, macht sich das auch im Aktiendepot bemerkbar.

Grundsätzlich spielt ein Verlustrisiko bei allen Arten der Geldanlagen eine Rolle, die auch hohe Lukrativität versprechen. Ohne Risiko sind vor allem diejenigen Anlagemodelle, bei denen Investor:innen heute kaum mehr Rendite oder Zinsen erwarten können. Um das Risiko zu reduzieren, sollten Anlegerinnen

  • sich immer ein festes Budget setzen, dessen Verlust zu verkraften ist,
  • und sich gut über den Markt informieren.

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