Einsichten & Ansichten

Wie Sie schlechten Meetings entkommen

In des Deutschen wichtigstes Online-Tutorial-Thema haben wir es bereits erwähnt: Für alles – wirklich alles – (Un-) Mögliche findet sich im Netz eine Videoanleitung. David Grady hat eine Videoanleitung gepostet, die der eine oder andere von uns eventuell schon seit Langem sucht: Wie rette ich die Welt (oder zumindest mich selbst) vor schlechten Meetings. Hier seine Antwort.

David Grady: How to save the world (or at least yourself) from bad meetings

(Quelle: TED / YouTube)

MAS – eine globale Epidemie

Wie in dem Video erwähnt, würden wir uns niemals unseren Bürostuhl stehlen lassen, unsere Lebenszeit allerdings schon. Schuld daran ist Grady zufolge eine neue, sich weltweit ausbreitende Epidemie: MAS, das Mindless-Accept-Syndrom. Grob übersetzt heißt das so viel wie das Unüberlegte-Zusage-Syndrom. Eine Person, die wir kaum kennen, aber mit der wir schließlich zusammenarbeiten tut etwas, das für uns ganz schlimm ist – er schlägt uns einen Termin für ein Meeting vor. Natürlich sagen wir zu. Meetings sind wichtig, Meetings fördern das Teamwork, in Meetings werden wichtige Ziele des Unternehmens, für das wir arbeiten, definiert. Kuz gesagt: Meeting informieren und motivieren uns.

So die Theorie. In der Praxis stellen Meetings oft ein zeitraubendes Ärgernis star. Eine Person, die wir kaum kennen, redet über ein Thema, das uns – sofern überhaupt – nur am Rande betrifft und vereinbart ein Ziel, an deren Umsetzung wir nicht mitwirken. Das alles nur, weil wir unüberlegt zugesagt haben … .

NO MAS! So entkommen Sie schlechten Meetings

Meetings, Konferenzen, Präsentation
Manchen Meetings möchte man am liebsten fern bleiben. (Bild: Benjamin Child / unsplash.com)

Das besonders Ärgerliche daran. Die Person, die das Meeting angesetzt und durchgeführt hat, kann am wenigsten etwas für unser Problem. Die Hauptursache dafür, dass wir schlechte Meetings über uns ergehen lassen, sind wir selbst! Oft nehmen wie an Meetings teil, obwohl wir weder das Thema, noch die Punkte, die im Laufe dieses Meetings abgearbeitet werden sollen, kennen.

Diese Erkenntnis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung. Der zweite: Wir entscheiden uns dazu, „vielleicht“ an Meetings teilzunehmen. Im Anschluss schreiben wir der Person, mit der wir uns den Arbeitgeber teilen, eine freundliche Dankesmail, betonen, dass wir uns gerne am Erfolg des Meetings beteiligen würden, fragen nach dem genauen Thema und den Punkten, die in diesem Meeting abgearbeitet werden sollen. Anhand der Informationen entscheiden wir, ob wir teilnehmen – oder eben nicht. NO MAS! keine unüberlegten Zusagen heißt die Devise. So entkommen Sie schlechten Meetings. Die dadurch gewonnene Lebenszeit können Sie dann für die wirklich wichtigen Dinge des (Berufs-) Alltags nutzen.

Christoph Schroeder

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