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Kommunikation am Arbeitsplatz – Der richtige Umgang mit dem Schweigsamen

Umgang mit dem Schweigsamen, Kommunikation am Arbeitsplatz
Aufeinander gepresste Lippen sind chrakteristisch für den Schweigsamen – Er ist schwer einzuschätzen (Bild: Ryan McGuire / gratisopgraphy.com)

Wir wissen schon, wie wir den cholerischen Kollegen beruhigen und den Dauerredner zum schweigen bringen. Aber wie sieht es mit dem Schweigsamen aus? Der Kollege, der auf jede Frage nur mit „Ja“ oder „Nein“ antwortet, meistens desinteressiert wirkt, nie mehr als zwei Sätze von sich gibt und auf dessen Feedback man in der Gesprächsrunde vergeblich wartet. In einem Projekt mit ihm zusammenzuarbeiten, kann zu einem richtigen Problem werden, denn Kommunikation und Absprache sind für ihn Fremdworte. Es wird Zeit, den Schweigsamen zum Reden zu bringen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren stillen Kollegen aus der Reserve locken.

 

Sechs Tipps, um den Schweigsamen aus der Reserve zu locken

1) Üben Sie keinen Druck auf den Schweigsamen aus. Druck verhärtet das Problem nur zusehends. Sätze wie: „Nun sag doch auch mal was“ oder „Mach doch mal den Mund auf“, lassen ihn völlig kalt.
2) Lassen Sie sich nicht verunsichern, durch sein Schweigen. Auch wenn er dadurch schlecht einzuschätzen ist, verfallen Sie nicht in die gleiche Wortlosigkeit, oder gar in Geplapper. Akzeptieren Sie die Mundfaulheit des Schweigsamen und gehen Sie geschickt in den Gegenangriff über.
3) Nutzen Sie gezielte Fragetechniken. Geschlossene Fragen wirken Wunder, um den Dauerredner zum Schweigen zu bringen. Beim Schweigsamen hingegen sind sie pures Gift. Stellen Sie nur offene Fragen, auf die ganze Sätze geantwortet werden müssen. Das mag am Anfang zwar etwas schwierig sein, aber mit etwas Übung können Sie ganz schnell offene Fragen formulieren.
4) Gewöhnen Sie sich an die Stille. Lassen Sie dem schweigenden Kollegen Zeit zu antworten und halten Sie wenn nötig die entstehende Stille aus. Warten Sie einfach ab. Sie können ihn auch erwartungsvoll anblicken. Jedoch versuchen Sie keine Forderung in ihren Blick zu legen, denn das bereitet nur unnötigen Druck.
5) Sobald der Kollege endlich zu reden beginnt, sagen Sie keinen Ton mehr. Sie lassen Ihn einfach ausreden. Denn jetzt ist er dran.
6) Vermeiden Sie rasche Themenwechsel und zu schnelles Reden. Denn ansonsten steigt der stille, introvertierte Kollege ganz schnell wieder aus ihrem Gespräch aus und ihr Dialog wird zum Monolog. Versuchen Sie sich nur auf wenige Themen zu beschränken und achten sie auf eine langsame und ruhige Kommunikation. Damit sollten Sie auch den Schweigsamen bei Laune halten und für ein Gespräch offener machen.

Claudia Zesewitz

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