Einsichten & Ansichten

Claus-Peter Schaffhauser: Nichts los in Oberbayern?

Dass der Windacher sportlich, fortschrittlich und kinderlieb ist, wurde bereits erwähnt. Jetzt wollen wir auch noch Abu Dhabi in den Schatten stellen, die mit Masdar City die erste Null-Emissions-Stadt für 2025 planen. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Abschaffung aller Autos innerhalb der Stadt, die werden in großen Parkhäusern am Rande untergebracht.

Windach ist in diesem Punkt weiter und schneller und hat eine herausragende Technik entwickelt, die in kürzester Zeit auch pandemische Züge annehmen wird. Ich spreche hier vom Trampolin. Früher kannte man das nur aus Sportsendungen: Abteilung Bodenturnen. – Stinklangweilig. Inzwischen ziert jeder Vorgarten einer Familie, mit Kindern oder Enkelkindern, der mindestens fünf Quadratmeter groß ist, ein großes Trampolin. Liegestühle für die Eltern haben da leider keinen Platz mehr.

Und jetzt kommt eben die Wahnsinns-Idee.

Im Osten von Windach, wo der Bürgermeister seine sauren Wiesen hat, kommt ein riesiges Parkhaus hin (damit wird unser Bürgermeister endlich für seine aufopfernde Arbeit belohnt, da man ihm schon nicht die Parkplätze vergönnt hatte, weil ein paar linke, grüne Spinner den geplanten großen, schönen Supermarkt verhinderten).

Gebaut wird das Parkhaus vom Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Windach, der ein kleines Baugeschäft besitzt und als CSU-Mitglied und Kreisrat beste Beziehungen in die höchsten bayerischen politischen Kreise sein eigen nennt, verhindert er doch seit Jahren, dass eine dringend notwendige Umgehungsstraße am Stammsitz derer von Goppel vorbeiführt (man erinnert sich: der Bub war Minister und wäre gerne MP geworden, was ja sein Papa schon lange, zum Nutzen von Bayern und der Familie Goppel, war).

Man parkt also sein Auto im Parkhaus, dann begibt man sich auf ein, in Gemeindeeigentum befindliches, Erst-Trampolin und hüpft also dann von Trampolin zu Trampolin, bis vor seine Haustüre. Phantasien? Keinesfalls. Entsprechende Luftaufnahmen und Erhebungen haben aufgezeigt, dass Windach, bis auf unseren Garten, dicht ist. Das letzte Trampolin unserer Nachbarn musste sogar, aus Platzgründen, unter den Balkon geschoben werden. Das verhindert, dass die lieben Kleinen zu hoch hüpfen, schließt allerdings auch dieses Trampolin von diesem historischen Projekt aus. Ich denke, wir können Ende des Jahres durchstarten.

Christoph Schroeder

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