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Cristina Muderlak: DIE STIMME BESTIMMT! (7) – So vermeiden Sie die Falle »Monotonie«

Aber: keine Sorge – das bedeutet nicht, dass Sie Inhalte voller Zahlen, Daten und Fakten (Z-D-F) nicht doch auch so interessant vermitteln können, dass Ihre Zuhörer, interessiert und gespannt zuhören. Wie immer entscheidet hier das WIE!

Sie kennen die Studie von Adolf Mehrabian: Ob ein Vortrag als interessant beurteilt wird, hängt nur zu sieben Prozent vom tatsächlichen Inhalt ab; zu 55 Prozent von der Körpersprache und zu 38 Prozent von der Stimme!

Ich gehe noch einen Schritt weiter: Stimme und Körpersprache sind „nonverbale“ Kommunikation, zu der auch Sprechtechnik und Sprechweise gehören. Das heißt: Auch Dynamik, Sprechtempo, Artikulation, Pausen, Wortwahl, Satzbau, et cetera entscheiden darüber, ob ein Redner „ankommt“ oder nicht.

Nicht der Inhalt, das WIE zählt

Schon wird sichtbar – in dieser Komplexität brauchen Sie eine sehr gezielte und grund­legende Vorbereitung auf das „WIE“. Leider stecken die Sprecher bei der Vorbereitung eines Vortrags die weitaus meiste Energie noch immer in den Inhalt! Dieses komplexe „WIE“ technisch perfekt einzuüben, erfordert allerdings einen Aufwand, den wohl kaum jemand erübrigen kann.  Doch kann ich Sie beruhigen – das ist gar nicht notwendig.

Viel wichtiger als jede technische und inhaltliche Vorbereitung ist die persönliche – gefühlsmäßige – Vorbereitung auf den Vortrag. Die Stimmung macht die Musik: Jegliche Dynamik und Lebendigkeit im Vortrag hängen davon ab, wie Sie sich fühlen. Nur, wenn Sie Lust auf den Vortrag haben, wird Ihnen dieser gelingen. Kein noch so perfekter Musiker wird seine Hörer erreichen, wenn er nicht fühlt, was er spielt und warum.


Seite 3: Beantworten Sie sich folgende zehn Fragen

Christoph Schroeder

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