Finanzen

Der Münzwelt-Shop erklärt: Darum ist Gold als Wertanlage so beliebt

Vor einem Hintergrund gestapelter Goldbarren liegen im Vordergrund weitere Goldbarren.

Gold genießt unter Finanzmarktexperten seit Langem den Ruf eines verlässlichen Vermögensschutzes. Auch immer mehr Privatanleger ziehen angesichts aktueller Krisen wie Corona eine Diversifizierung ihres Portfolios mithilfe des Edelmetalls in Betracht. Doch welche Gründe gibt es eigentlich für die Beliebtheit von Gold? Von welchen Vorteilen profitieren Anleger und ist das Edelmetall wirklich die richtige Wahl für jeden? Die Experten vom Münzwelt-Shop Jena geben die wichtigsten Antworten.

Anleger wünschen sich in Krisenzeiten Sicherheit

Immer mehr Menschen sind angesichts allgegenwärtiger Krisen verunsichert. Die Corona-Pandemie, die Lehman-Pleite und die steigende Staatsverschuldung innerhalb Europas sind nur ein paar Beispiele dafür. Auch die Niedrigzinspolitik der EZB ist mitverantwortlich dafür, dass Anleger sich um ihre Ersparnisse sorgen. Viele klassische Investitionsmöglichkeiten generieren kaum noch Rendite und sind sogar von Totalausfällen bedroht.

Ein weiterer Risikofaktor ist Altersarmut. Wie die OECD-Studie „Renten auf einen Blick“ aus dem Jahr 2019 zeigt, stellt die anhaltende demographische Entwicklung eine große finanzielle Belastung für das deutsche Rentensystem dar. Aus diesem Grund haben immer mehr Menschen das Bedürfnis, ihr Vermögen abzusichern und auf finanziell schwierige Zeiten vorbereitet zu sein. Möglich ist dies zum Beispiel mit hochwertigen Münzen und Barren aus Silber und Gold, wie man sie im Münzwelt-Shop erhält.

Die Vorteile einer Goldanlage

Es gibt viele Gründe, die für eine Goldanlage sprechen. Einer der wichtigsten ist die begrenzte Menge des Edelmetalls. Da die Fördermenge stets unterhalb der Nachfrage liegt, konsolidiert sich der Goldpreis regelmäßig auf einem hohen Niveau und steigert sich langfristig. Einen Überblick über die Entwicklung des Goldpreises von 1970 bis 2020 erhalten Sie in dieser Statistik der LBMA (London Bullion Market Association).

Dabei ist besonders hervorzuheben, dass die Krisen der Vergangenheit kaum Einfluss auf die Entwicklung des Goldkurses hatten. Auch während wirtschaftlicher Katastrophen wie der Ölpreiskrise 1973 und 1979, dem Platzen der Dotcom-Blase 2000 und der Weltfinanzkrise ab 2007 nahm der Kurs beständig zu. Doch nicht nur in Krisen ist Gold ein verlässlicher Wertspeicher. Auch als Schutz gegen Inflation leistet er gute Dienste.

Weiterhin zeichnet sich Gold durch seinen intrinsischen Wert aus. Im Gegensatz zu Aktien besteht nie die Gefahr, dass es völlig wertlos wird. Auch falls es zu einem Währungscrash kommt, kann es weiter zum Bezahlen verwendet werden – beispielsweise in Münzform. Gold kann überall schnell und einfach überall auf der Welt liquidiert werden, wenn es nötig ist.

Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die kulturelle Bedeutung von Gold. Es mag sein, dass der Goldpreis kurzfristig schwankt, auf lange Sicht handelt es sich aber um die einzige Anlageform, die während der gesamten Menschheitsgeschichte in hohem Ansehen stand. Diese Kontinuität verleiht Autorität und damit Sicherheit.

Vermögenssicherung vs. Spekulation

Neben seinen zahlreichen Vorteilen weist Gold natürlich auch Schwächen auf, die bei der Entwicklung einer Anlagestrategie berücksichtigt werden sollten. So besteht etwa die Möglichkeit kurzfristiger Kursschwankungen, die zu Verlusten führen können. Auch fallen anders als bei Aktien zusätzliche Kosten in der Produktion an, etwa bei der Prägung oder der Verfeinerung. Auch für die Lagerung von Goldbeständen können Kosten anfallen.

Deshalb sollte man Gold eher als Instrument einer langfristigen Vermögenssicherung und nicht als kurzfristiges Spekulationsobjekt betrachten. Das Edelmetall eignet sich vor allem für Anleger, die ihre Werte während Rezessionen und Krisen absichern wollen. Sicherlich besteht grundsätzlich die Möglichkeit, kurzfristige Rendite-Chancen wahrzunehmen, diese stehen allerdings nicht im Mittelpunkt. Die wichtigsten Aspekte sind Sicherheit und Wertbeständigkeit.

Diversifizierung des Portfolios für mehr Sicherheit

Wie eine Statista-Umfrage aus dem Jahr 2019 zeigt, bevorzugen noch immer viele Sparer traditionelle Anlageformen. Der größte Teil der Deutschen bewahrt sein Geld auf dem Sparbuch (45 Prozent) und dem Girokonto (40 Prozent) auf. Es folgen Renten- und Kapital-Lebensversicherungen mit 29 Prozent, Immobilien mit 22 Prozent und Aktien mit 15 Prozent. Weit hinten stehen die festverzinslichen Wertpapiere mit fünf Prozent. Auffällig ist hierbei das Fehlen von Gold, obwohl es sich hinsichtlich des langfristigen Anlagehorizonts über Jahrzehnte solide entwickelt hat. Entsprechend handelt es sich bezogen auf die Nachfrage und den damit verbunden Preis um eine gute Möglichkeit, bisher noch nicht genutzte Anlagechancen wahrzunehmen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich dabei, das Portfolio zu diversifizieren. Schließlich können größere Verluste auch bei Gold nicht ausgeschlossen werden. Deshalb ist je nach individuellem Risikoprofil eine unterschiedliche Menge Gold im Portfolio sinnvoll. Als ein verbreiteter Wert für eine konventionelle Anlagestrategie gelten zehn bis 15 Prozent. Unabhängig davon sollte aber immer eine individuelle Beratung in Anspruch genommen werden, bei der alle Faktoren der eigenen Anlagestrategie berücksichtigt werden.

Fazit

Gold stellt eine gute Möglichkeit dar, ein Portfolio zu diversifizieren und auf diese Weise Vermögen für Krisenzeiten abzusichern. Für seinen Status als langfristig sichere Anlage qualifizieren es sein stabiler intrinsischer Wert und seine positive Wertentwicklung. Da die Möglichkeit kurzfristiger Kurssprünge besteht, ist Gold allerdings eher nicht für kurzfristige Spekulationen geeignet. Um von seinen Vorteilen profitieren zu können, ist weiterhin eine solide Diversifizierung des Portfolios erforderlich.

Beate Greisel

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