Technologie

Digitaldruck: Wie er funktioniert und warum gerade Unternehmen davon profitieren

Farbfächer in zahlreichen Farben und großer Farbtonbogen für Digitaldruck-Verfahren

Der digitale Fortschritt setzt sich auch im Print durch: Der Digitaldruck gewinnt weiter an Bedeutung und verweist konventionelle Druckmethoden vermehrt auf die Ersatzbank. Wenn man die unterschiedlichen Druckverfahren einmal genauer vergleicht, wird auch klar, weshalb. Denn der Digitaldruck ist nicht nur die logische Antwort der Druckproduktion auf das Zeitalter der Digitalisierung. Vielmehr eröffnen sich auch neue Optionen hinsichtlich zu bedruckender Materialien, Zeitersparnis und Flexibilität. Dieser Beitrag wirft einen genaueren Blick auf das Thema Digitaldruck, zeigt die sich dadurch ergebenden Möglichkeiten auf und erklärt die Vorteile, die insbesondere Unternehmen daraus ziehen können.

In aller Kürze

Der Digitaldruck setzt sich selbst Druckmethoden gegenüber immer weiter durch, die viele Jahrzehnte dominant waren. Die Einsatzgebiete sind inzwischen enorm umfangreich und reichen von großformatiger Bannerwerbung über kleinere Buchauflagen bis hochwertig gestaltete Etiketten im Digitaldruck. Hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Geschwindigkeit bietet dieses Druckverfahren gerade für Unternehmen zahlreiche Vorteile.

Zum Verständnis: Was ist eigentlich Digitaldruck?

Beim Digitaldruck geht es in erster Linie darum, digitale Bilder auf geeignete Oberflächen zu drucken. Dabei kann das zu druckende Motiv aus dem Rechnersystem direkt digital in das Drucksystem übertragen werden. Ein weiterer entscheidender Unterschied zu konventionellen Methoden besteht darin, dass keine Metallplatten verwendet werden, also keine statische Druckform verwendet wird. Stattdessen bieten bogenbasierte Drucksysteme, Rollendrucksysteme oder auch tinten- oder tonerbasierte Verfahren die technische Grundlage.

Diese können wiederum an spezialisierte Peripheriegeräte angeschlossen werden, was die Inlinefertigung ermöglicht, beispielsweise für Etiketten, Broschüren oder Büchern in kleineren Auflagen. Ein Großteil der Anwendungen wird erfahrungsgemäß abgedeckt durch

  • Ein- und mehrfarbige Kleinauflagen
  • Individualisierte beziehungsweise personalisierte Bedruckung
  • Vorabauflagen
  • Materialien für Unternehmen
  • Werbedruck – von Großformaten bis Give-aways
  • Druckprojekten mit geringer Auflage (Fotobücher oder auch Print on Demand für Bücher).

Auch Druckereien, die zuvor mit konventionellen Methoden gearbeitet haben, steigen nach und nach auf Digitaldruck um.

Umfangreiche Einsatzgebiete für digital Gedrucktes

Als zu bedruckende Materialien bieten sich klassischerweise etwa Karton- und Papierprodukte, Kunststoffe und Textilien an. Mit dem Digitaldruck-Verfahren sind die Möglichkeiten jedoch längst nicht mehr auf diese begrenzt. Besonders gut eignet sich es zum Beispiel für großformatige Projekte, die nur in einer geringen Auflage benötigt werden. Dazu gehören zum Beispiel

  • Banner (für Unternehmen, Veranstaltungen, …)
  • Fahnen (Werbung, Dekoration, …)
  • Hausverkleidungen und Werbeflächen für Fahrzeuge
  • Schilder für Baustellen.

Digital Gedrucktes deckt jedoch auch zu großen Teilen den Bedarf innerhalb von Unternehmen ab, ob es nun um interne Unterlagen, Produktbögen in Angeboten oder die Verwaltung insgesamt geht. Ganz allgemein ist auch nicht in absehbarer Zeit zu erwarten, dass das gedruckte Wort etwa von der Bildfläche verschwinden würde. Ganz im Gegenteil: ausgedruckt vorliegende Unterlagen strahlen deutlich mehr Authentizität aus. Dieser unterbewusste Mechanismus nimmt selbst dann seinen Einfluss auf unsere Wahrnehmung, wenn es gar nicht um die Dokumente selbst geht. So macht es schon einen merklichen Unterschied, ob Namensschilder oder Etiketten digital gedruckt oder etwa mit der Hand geschrieben wurden.

Vorteile von Digitaldruck im Business

In einer immer schneller werdenden Welt sind die Anforderungen im B2B-Bereich besonders hoch. Insofern verwundert es nicht, dass sich der Digitaldruck auch hier zunehmender Beliebtheit erfreut. Die wohl wichtigsten Vorteile des Digitaldrucks im Business bestehen in diesen Punkten:

  • Änderungen am Motiv: Vor dem tatsächlichen Produktionsbeginn sind Änderungen am Motiv bei diesem Druckverfahren auch sehr kurzfristig möglich, und zwar ohne übermäßigen finanziellen oder Arbeitsaufwand.
  • Kleinere Auflagen und Testmuster: Da keine Umrüstung der Maschinen oder Abänderungen an Metallplatten notwendig sind, können auch Vorserien oder Testmuster zur Sichtprüfung vorab leicht erstellt werden.
  • Verschiedene Sorten in flexiblen Auflagen: Auch Varianten in kleinen Auflagen können flexibel produziert werden, weil keine Druckformen oder Siebe angefertigt werden müssen.
  • Zeitersparnis: Gerade im Vergleich zum traditionellen Offsetdruck punktet der Digitaldruck mit deutlich kürzeren Durchlauf- und Rüstzeiten.
  • Individuelle Versionen und Klein(st)auflagen: Durch die Flexibilität kann das digitale Druckverfahren auch die Anforderungen für personalisierte, regionale, saisonale* und mehrsprachige Produkte gut erfüllen.

Mit dem letzten Punkt hängt natürlich auch das Bewusstsein für Regionalität und lange beziehungsweise kurze Transportwege zusammen. Dieses Thema spielt nicht nur bei der Kaufentscheidung bei Lebensmitteln, sondern auch anderen Produkten und Dienstleistungen eine immer größere Rolle.

Gute Qualität von Erzeugnissen aus dem Digitaldruck

Hinsichtlich der Produktqualität liegen die Vorteile ebenfalls auf der Hand. Das Farbenspektrum im Digitaldruck erfüllt alle denkbaren Wunschfarbtöne, zudem stehen verschiedene Farbeffekte – wie zum Beispiel Metallic – zur Verfügung. Mithilfe der gezielten Bearbeitung des digitalen Druckmotivs lassen sich auch einzelne Teile so anpassen, dass diese besser zu lesen oder visuell hervorgehoben sind.

*Ein gutes Beispiel für saisonales Marketing etwa ist auch die anstehende Adventszeit und das damit verbundene Weihnachtsgeschäft. Dieses ist natürlich für den stationären Handel von besonders großer Bedeutung. Wie Sie auch hier das volle Potenzial ausschöpfen können, lesen Sie in unserem Beitrag „Geschickte Werbung mit Weihnachtsrabatten: So funktioniert’s!“.

Beate Greisel

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