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Frischluft mit Flair: Tipps für die Gestaltung des Office-Outdoor-Bereichs

Gemütliche Rattanmöbel-Garnitur und Sonnenschutz umgeben von Hecken als Sichtschutz, tief stehende Sonne

Studien und Untersuchungen, die belegen, dass sich ein gelindes Maß an Wohlfühl-Ambiente im Büro direkt auf die Produktivität der Mitarbeitenden auswirkt, gibt es hinreichend. Ein wenig ins Hintertreffen ist dabei der Umstand geraten, dass auch der unmittelbare Außenbereich des Büros eine wesentliche Rolle bei der Wahrnehmung der Gesamtatmosphäre spielt. Mitarbeitende wie auch Kund*innen schätzen die Möglichkeit, auf einer einladend gestalteten Terrasse Frischluft zu tanken und ein paar Sonnenstrahlen zu genießen. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie den Außenbereich Ihres Büros so arrangieren können, dass er sowohl der Mitarbeiter-Entspannung* dient, aber auch für Team-Meetings oder Gespräche mit Geschäftspartner*innen genutzt werden kann.

Der Außenbereich sollte den Unternehmensstil widerspiegeln

Grundsätzlich sollte der Außenbereich eines Büros immer so gestaltet werden, dass er sozusagen als Spiegelbild der internen Einrichtungskultur erkannt wird. Nur dann wirkt er authentisch. Das meint nicht, dass der Außenbereich „ähnlich“ wie das Büro aussehen muss, er sollte jedoch die gleiche „Handschrift“ tragen und den Stil des Unternehmens widerspiegeln. Deshalb sollte der Außenbereich zunächst sorgfältig geplant werden: Schließlich ist die Auswahl an

  • Terrassenböden,
  • Outdoor-Möbeln,
  • Überdachungen,
  • möglichen Begrünungen et cetera

schlicht und ergreifend riesig. Es empfiehlt sich zudem, genau aufzulisten, für welche Zwecke der Außenbereich anschließend genutzt werden soll. Danach bemisst sich beispielsweise, ob vorranging Loungemöbel für die Mitarbeiter-Entspannung, multifunktionale Tisch-Stuhl-Arrangements oder auch diskrete „Kundenecken“ mit Outdoor-Konferenzsesseln angeschafft werden.

Von Granit bis Holz: Bodenbeläge für den Outdoor-Bereich

Die möglichen Böden für den Außenbereich des Büros sind vielseitig und erlauben eine ganz individuelle Gestaltung. Zur Auswahl stehen etwa:

  • Granit und/oder Beton,
  • Naturstein in vielen Ausführungen,
  • Fliesen unterschiedlicher Größe und Materialzusammensetzung,
  • Holz – mit Robinien- und/oder Lärchenholz als echter Alternative zu Tropenhölzern,
  • WPC (Wood Plastic Composite), ein langlebiges Holz-Kunststoffgemisch mit warmer Optik.

Granit gilt als einer der härtesten Beläge für Terrassen und bietet sich daher für vielgenutzte ebenso wie für schattige Flächen an. Natursteinplatten und Fliesen wiederum erlauben dank variabler Maße und Muster auch eigenwillige Kompositionen und eignen sich besonders für große Terrassen, wenn diese in „separierte“ Bereiche aufgeteilt werden sollen. Holzdielen hingegen strahlen grundsätzlich Gemütlichkeit aus und heizen sich bei Dauersonnenschein nicht so schnell auf. Zu guter Letzt vereint WPC auf der Terrasse die Holzoptik mit unschlagbarer Pflegleichtigkeit.

Pflanzen und Begrünung schaffen ein einladendes Ambiente

Pflanzen und Begrünung machen aus jedem Außenbereich erst einen Raum mit echter Aufenthaltsqualität. Da Terrassen zumeist sonnenexponierte Flächen sind, sollten entsprechende Pflanzen ausgewählt werden, die Sonne gut vertragen. Stauden mit einer langandauernden Blütezeit verleihen eine konstant-charmante Attraktivität, ebenso wie Gehölze mit farbigem Laub, wie beispielsweise der rote Ahorn. Immergrüne Gewächse lassen den Außenbereich dagegen auch im Winter reizvoll aussehen. Eibenkugeln, Kiefern oder Buchskugeln machen in Kübeln oder Trögen stets eine gute Figur. Überhaupt punkten Pflanzgefäße mit integriertem Wasserspeicher mit Mobilität und Pflegeleichtigkeit. Pluspunkt: Die Mehrkosten gegenüber einfachen Pflanztrögen amortisieren sich schnell.

Holz, Alu, Polyrattan: Bei Outdoor-Möbeln rechnet sich Qualität

Bei den Möbeln für den Außenbereich des Büros empfiehlt es sich grundsätzlich, auf verbriefte Qualität zu achten. Ansonsten besteht die Gefahr, schon sehr bald wieder neues Equipment anschaffen zu müssen, weil das erste der Beanspruchung nicht hinreichend Stand gehalten hat. Unabhängig von Form und Maßen bestehen diverse Optionen bei der Materialwahl für Outdoor-Möbel:

  • Terrassenmöbel aus Hartholz haben eine natürliche und behagliche Ausstrahlung, setzen im Laufe der Zeit allerdings eine gewisse Patina-Schicht an.
  • Outdoor-Möbel aus Vollkunststoff punkten mit Leichtigkeit und Flexibilität.
  • Möbel aus Rattan und Polyrattan vereint die markante Optik und die identische Fertigung. Beide werden von Hand geflochten. Rattan ist allerdings eine Naturfaser, Polyrattan ihre Kunststoff-Nachbildung. Das Kunststoffgeflecht ist witterungsbeständiger und pflegeleichter.
  • Terrassenmöbel aus Aluminium sind Fliegengewichte, die keinerlei Pflege benötigen und trotzdem sehr lange halten.
  • Outdoor-Möbel aus Edelstahl umgibt stets ein Hauch von Eleganz. Sie sind nicht geeignet für die Aufstellung in Gegenden mit „Flugrost“, also in der Nähe von Industriegebieten, Bahngleisen oder in Meernähe.
  • Möbel aus Eisen versprühen Vintage-Flair. Mit einer guten Pulverbeschichtung widersetzt sich das Metall allen Witterungskapriolen.

Überdachungen und Sichtschutz: Equipment für (fast) alle Wetter

Mit einer festinstallierten Terrassenüberdachung wird der Außenbereich des Büros zumindest dreivierteljährlich nutzbar. Markisen haben den Vorteil, dass sie je nach Wetterlage ein- und ausgefahren werden können und einen großflächigen Sonnenschutz gewährleisten. In aller Regel nehmen Qualitätsmarkisen auch einen kleinen Regenschauer nicht übel. Je nach Lage und Ausrichtung des Außenbereichs lassen sich zudem Sichtschutzelemente aus Holz, Stein oder Metall harmonisch in die Gesamtoptik integrieren. Für einen grünen Sichtschutz mit Pflanzen lohnt es, sich von eines/r Landschaftsgärtner*in beraten zu lassen.

Wenn die Temperaturen fallen: Heizpilze und Co. verlängern die Outdoor-Saison

Natürlich erlebt der Außenbereich des Büros in der warmen Jahreszeit die meiste Nutzung. Doch auch im abklingenden Sommer kann die aufwendig hergerichtete Fläche durchaus ihren Zweck erfüllen. Mit der Installation von Heizpilzen* und/oder anderen Infrarot-Wärmequellen, dem Aufstellen nostalgisch anmutender Laternen und selbstverständlich der Bereitstellung von ein paar wärmenden Decken, kann der Außenbereich auch im Herbst für Ihre Mitarbeitenden noch eine willkommene Abwechslung zur Büroluft drinnen sein. Nur für wichtige Gespräche mit potenziellen Geschäftspartner*innen sollten Sie vielleicht im Herbst doch besser den wohltemperierten Konferenzraum wählen.

*Anmerkungen der Redaktion:

  • Aufgrund der besseren Lesbarkeit wurde der Begriff „Mitarbeiter-Entspannung“ nicht genderneutral angepasst. Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass natürlich sämtliche Personen in den planerischen Gedanken einbezogen werden sollten.
  • Bei Heizpilzen sollte inzwischen berücksichtigt werden, dass sie umstrittenen Symbolcharakter erlangt haben – auch im Hinblick auf mögliche Reaktionen zur Ausstattung des Außenbereichs.
Beate Greisel

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