Bildung

Generation Y – Fluch und Segen

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Die Generation Y liebt Freiheiten und arbeitet mit Leidenschaft. (Bild: Matteo Paganelli / unsplash.com )

Die Generation Y definiert das Arbeiten neu. Immer mehr Anforderungen stellt sie an die moderne Arbeitswelt und ihre Arbeitgeber. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und Sabbaticals sind mittlerweile keine hart erkämpften Möglichkeiten mehr, sondern werden vorausgesetzt. Das Erstaunliche: Die neuen Arbeitnehmer kommen damit sogar durch. Dank der aktuellen Demografieentwicklung. Die verschafft ihnen nämlich einen immensen Vorteil. Junge gebildete Fachkräfte sind in ein paar Jahren, wenn die alten Hasen in Rente gehen, absolute Mangelware. Und das liegt nicht etwa an der schlechten Bildung, sondern einzig und allein am Faktor Bevölkerungswachstum. Damit hat die Generation Y die Karten in der Hand. Aber wer ist die Generation Y, welche Charaktermerkmale bringt sie mit, wie verhält sie sich in der Arbeitswelt und vor welchen Herausforderungen steht sie?

 

Der Charakter der Generation Y

Die Generation Y, das sind junge Arbeitnehmer, die zwischen 1980 und 1998 geboren wurden und um die Jahrtausendwende Teenager waren. Millenials, werden sie deswegen auch genannt. Es sind aber nicht etwa alle, die zwischen diesen Jahren geboren sind. Vielmehr sind es die heute 20 bis 30 Jährigen, die über einen gefragten Hochschulabschluss oder eine sehr gute Berufsausbildung verfügen. Sie sind mit Technik aufgewachsen, waren als Kinder bereits im Internet und kennen Social Media Netzwerke in- und auswendig. Und mit genau diesen Technologieneuerungen und -entwicklungen tragen sie nun maßgeblich zur Digitalisierung der Arbeitswelt bei. Die Generation Y, das sind aber auch jene, die von der so genannten Babyboomer Generation aufgezogen und von klein auf mit unsagbar großem Selbstvertrauen gefüttert wurden. Dieses nutzen sie dann auch für den Berufseinstieg.

Die Generation Y in der Arbeitswelt

Während die Personalchefs der Generation X, die Generation der Babyboomer, beim Gedanken an die „neuen“ Arbeitnehmer die Augen verdrehen und von völliger Selbstüberschätzung, Größenwahn und Selbstverliebtheit sprechen, sieht sich die Generation Y als hinterfragende Generation. Als kreativer, innovativer Pol der Arbeitswelt. Sie hinterfragen den Sinn ihrer geleisteten Arbeit. Möchten wissen, warum sie jeden morgen aufstehen. Arbeiten kommt für sie nur mit Freude und Leidenschaft in Frage. Stupides Absitzen der täglichen acht Stunden Bürozeit, ist für die Millenials kein erfülltes Arbeitsleben. Reiner Dienst nach Vorschrift oder resigniertes Abwarten der Zeit bis zur Rente ist nicht ihre Welt. Dann lieber den Job wechseln oder eigene Projekte in Angriff nehmen. Die Generation Y möchte wissen, wofür sie arbeitet und wird nicht umsonst auch Generation „Why“ genannt.

Herausforderungen der Generation Y

Bei allen Freiheiten und Ansprüchen steht die Generation Y auch vor großen Herausforderungen. Charakterliche Stärken werden schnell zu Schwächen. Das vielleicht größte Manko: Entscheidungsangst. Denn die Generation Y ist zwar innovativ, kreativ, hat viele Ideen und möchte große, eigene Projekte starten. Geht es aber um die Umsetzung, sind sie gezeichnet von der Grundangst sich wirklich festzulegen. Eine Angst, eventuell doch die falsche Entscheidung zu treffen. Die zahlreichen Möglichkeiten die, die Multioptionsgesellschaft an allen Ecken zu bieten hat, möchten doch bitteschön vollkommen ausgeschöpft werden! So wird das Lebensmotto von Walt Disney: „If you can dream it, you can do it“ schnell zum Fluch. Denn erträumen, kann sich die Generation Y viel.

In einer interessanten Infografik haben wir für Sie hier auf AGITANO nochmal alles Wissenswerte zusammengefasst. Lesen Sie dazu auch: Was will die Generation Y?

Beate Greisel

Ein Kommentar zu “Generation Y – Fluch und Segen

  1. Meiner Erfahrung nach hinterfragt diese Generation vor allem das, was die eigene Freiheit vermeintlich einschränkt. Oftmals liegen sie damit völlig daneben und versuchen damit ihre Gemütlichkeit zu rechtfertigen. Tiefgang und Engagement sind zumindest bei einigen Studenten meiner Uni selten vorgelebte Qualitäten. Das gilt natürlich nicht für alle dieser Generation, aber mir fällt sie häufiger unangenehm als positiv auf. Und das, obwohl ich selbst in diese Kategorie falle.

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