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Immobilienanlage: Viele Verbraucher unterschätzen die Nebenkosten

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Günstige Konditionen und Inflationsangst haben insbesondere in Ballungszentren eine steigende Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Häusern ausgelöst. Denn Immobilien gelten seit Jahren als sichere Geldanlage. Vor dem Hintergrund können sie eine Wertsteigerung und langfristige Rendite versprechen. Vorausgesetzt, Immobilienkäufer beziehen die Nebenkosten in ihre Kalkulation mit ein. Worauf  es dabei ankommt, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Besitz verursacht Nebenkosten

Ob sich die Investition in Wohnimmobilien tatsächlich rentiert, hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab. So hauptsächlich vom

  • Standort
  • Immobilienzustand
  • Baujahr
  • Kaufpreis
  • Umfang der Nebenkosten beziehungsweise laufenden Kosten.

Speziell bisherige Mieter gehen nach Expertenmeinung oft realitätsfern an den Immobilienbesitz heran. Sie machen sich vorab nicht hinreichend bewusst, dass das Eigentum trotz des eingesparten Mietpreises noch immer Kosten verursacht. Oft sind sie mit den Nebenkosten höchstens in Form der Nebenkostenabrechnung in Berührung gekommen und haben die verrechneten Beträge für Strom, Heizung und Wasser, wie empfohlen, eventuell nachprüfen lassen. Aber Mieter sind sich in den wenigsten Fällen über Faktoren wie Versicherungen, Rücklagen oder die jährlich anfallende Grundsteuer bewusst.

Kommunale Unterschiede bei Steuer & Schmutzwasser

Die jährlich anfallende Grundsteuer für Immobilienbesitztümer wird auf der Basis des Objekteinheitswerts bestimmt. Dazu unterscheidet sie sich kommunal. Städte und Gemeinden bestimmen zur Bemessung selbst einen sogenannten Hebesatz. So betragen in Hamburg Hebesätze beispielsweise um die 540 Prozent. Bei einer Immobilie im Wert von 50.000 Euro macht das pro Jahr einen Grundsteuerbetrag von über 1.000 Euro aus.

Auch die laufenden Kosten aus kommunalen Müll- und Abwassergebühren, Trinkwasser, Strom und Heizung werden häufig unterschätzt. Der Kubikmeter Schmutzwasser kostet im deutschen Durchschnitt beispielsweise etwa 2,50 Euro. Das kann je nach Wohnort variieren. Gleiches gilt für die Müllkosten. Letztere hängen in den meisten Kommunen von der Tonnengröße und Leerungszeit ab. Wobei für die 14-tägige Leerung einer 120-Liter-Mülltonne in Städten wie München rund 150 Euro pro Jahr anfallen.

Für den Frischwasserverbrauch schätzt das Statistische Bundesamt bei einem Durchschnittsverbrauch von 80 Kubikmetern Trinkwasser die jährlich anfallenden Kosten auf etwa 200 Euro. Beim Stromverbrauch sind es monatliche Kosten um die 80 Euro. Die Heizkosten rangieren abhängig von Faktoren wie der Dämmung zwischen 100 und 300 Euro im Monat. Auch Wartungsarbeiten und der Schornsteinfeger sind in der Kostenrechnung zu berücksichtigen.

Mehrere Hundert Euro im Jahr für Versicherungen

Hausrats- und Wohngebäudeversicherungen sind in Deutschland Standard. Sie richten sich nach Faktoren wie

  • der Objektart
  • dem Immobilienstandort
  • dem Anbieter
  • dem Versicherungspaket.

Durchschnittlich beläuft sich die Versicherungsbelastung pro Jahr auf mehrere Hundert Euro. Ebenso viel ist für Renovierungs- sowie Modernisierungsarbeiten einzuplanen, die monatlich etwa ein Prozent des Objektwerts betragen und im Falle von Eigentumswohnungen innerhalb eines Mehrfamilienhauses per Mehrheitsbeschluss von der Eigentümerversammlung festlegt werden.

Karin Kreuzer

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