Marketing

Limitiert und begehrt: Was macht Pop-up-Stores so interessant?

Eine junge, hübsche Frau steht in einem angesagten Fashion-Store und probiert einen Hut an.

Das einmalige Erlebnis, die Produkte anfassen oder vorab anprobieren zu können, kann der virtuelle Einkaufsbummel nicht ersetzen. Diese Tatsache haben auch rein digitale Stores erkannt und setzen mehr und mehr auf die Kraft der zeitlich begrenzten Pop-up-Stores. Plötzlich ist der neue Laden eröffnet: Der angesagte Onlineshop, den es bisher nicht in der eigenen Stadt gab, taucht als Pop-up-Store auf. Für Fans ein echtes Highlight und für Betreiber*innen die beste Gelegenheit, potenzielle Neukund*innen persönlich zu akquirieren. Aber sind diese Konzepte wirklich so erfolgreich und welche Branchen eignen sich besonders für Pop-up-Stores?

Pop-up-Stores: eine einmalige Chance

Nicht jede Stadt kann mit dem abwechslungsreichen Angebot von Metropolen wie Berlin, London und New York mithalten. Gleichzeitig gilt aber auch: Selbst Metropolen können nicht flächendeckend alle angesagten Marken anbieten. Für Kenner*innen und Fashionistas, die ein heiß begehrtes Sneaker-Modell besitzen wollen, bietet sich natürlich jederzeit die Möglichkeit, den neusten Trend online, einfach per Klick zu kaufen.

Doch es geht auch anders! Denn die plötzliche Präsenz eines Pop-up-Stores erregt Aufmerksamkeit, bleibt langfristig im Gedächtnis der kauffreudigen Kundschaft und zieht zudem weitere Passant*innen an, die das unbekannte Geschäft im gewohnten Stadtbild zufällig entdecken. Große Marken haben sich deshalb einen Vertriebszweig einfallen lassen, der laut ist, Lust auf mehr macht und das unvergleichliche „Ich-war-dabei“-Gefühl als Extra dazugibt: Pop-Up-Stores. Sie haben viele Vorteile für Unternehmen und Kundschaft und sind heute so bliebt wie nie zuvor.

Warum sind Pop-up-Stores so beliebt bei jungen Leuten?

Betrachtet man das Segment Mode gilt: Styles, die sich abheben sollen, findet man voranging in den sozialen Netzwerken. Marken, die von gefragten Influencer*innen präsentiert oder vom Unternehmen auf Instagram, Facebook & Co. beworben werden, erhalten größere Reichweite durch organische Werbung. Diese Vorbildfunktion beschreibt das derzeit schlagende Verkaufsargument. Das auffällige Schalten bezahlter Ads ist nur noch ein unterstützendes Tool. Selbst etablierte Marken wie Adidas, Nike oder Hugo Boss nutzen Influencer*innen Marketing für neue Produktlinien aber auch Relaunches von Klassikern.

Die riesige Social-Media-Community, deren Zielgruppe zwischen 20 und 35 Jahren liegt, wird durch die organische Werbung und neuen Pop-up-Stores angesprochen wird. Viele Influencer*innen leben von Content und Events und Pop-up-Stores werden so zur kostenfreien Werbung. Denn in Social Media gilt, wer darüber berichtet, ist „in“. So sehen es die Fans, wodurch auf diesem Wege ganz einfach Kundschaft für die beworbene Marke generiert wird.

Der Look und das Angebot des Stores erfüllen zudem die Ansprüche der Kund*innen: Es muss authentisch wirken und modern sein. Das Bezahlen mit Bargeld entfällt in den meisten Fällen und wird durch die Bezahlung per App ersetzt. Anbieter digitaler Kassensysteme, die zahlreichen Schnittstellen zu ApplePay oder GooglePay anbieten und unkomplizierte Warenerfassung der Lagerbestände ermöglichen, sind in dieser Branche sehr gefragt. Hierdurch bilden digitale Kassensysteme einen wichtigen Bestandteil der Shops, die einen schnellen Auf- und Rückbau erfordern.

Food, Design und Mode: Klare Branchensieger

Durch die zeitliche Limitierung wird das Angebot in den improvisierten Läden zur einmaligen Gelegenheit. Begehrlichkeiten werden geweckt, sich die besten Stücke aus dem begrenzten Angebot zu sichern. Was nicht jeder besitzt, kürt die wahre Trendsetter*in. Einen Titel, den die junge Zielgruppe gern für sich beanspruchen möchte. Das beschränkt sich nicht nur auf Mode, sondern bezieht sich auf Design in allen Formen, Kaffee aus nachhaltigem Anbau, ökologisches Make-up oder exotisches Street Food. Sie alle zählen ebenfalls zu den beliebten Themen, die für Pop-up-Stores infrage kommen.

Beate Greisel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.