Materialforschung

Metall Tiefziehen: Effiziente Serienproduktion für Industrie und Haushalt

Karosserieteil Metall Autotür in Autofabrik

Metall ist ein Werkstoff, den die Menschen seit der Bronzezeit nutzen, um Gebrauchsgüter herzustellen. Es zeichnet sich durch zahlreiche Vorteile aus – unter anderem seine Formbarkeit. Mit der Methode des Tiefziehens lassen sich standardisierte Bauteile gleichbleibender Qualität herstellen. Für die Serienfertigung in verschiedenen Industriezweigen ist das Tiefziehen von Metall daher ein wichtiges Verfahren.

Metall: Ein Werkstoff mit vielen Vorteilen

Die Menschen nutzen Metall seit mehr als 4000 Jahren, seit Beginn der Bronzezeit um 2200 vor Christus, um Gebrauchsgegenstände herzustellen. Der Bronzezeit folgte mit der Eisenzeit eine weitere Epoche, die von einem Metall und seiner Nutzung geprägt war. Kein Wunder – denn Metall als Werkstoff hat viele Vorteile, die auch heute noch in Industrie und Haushalt unschlagbar sind. So ist Metall

  • stabil unter Hitzeeinfluss: Metalle haben einen hohen Schmelzpunkt und sind dadurch sehr temperaturbeständig
  • kaum elastisch – es verliert seine Form nicht
  • unempfindlich gegenüber organischen Lösungsmitteln wie Alkohol oder Benzin
  • lange haltbar
  • formbar ohne zu brechen oder instabil zu werden

Tiefziehen: Wichtige Methode für verschiedene Industriezweige

Besonders letztgenannter Vorteil, die gute Formbarkeit von Metall, ist für die Herstellung von Produkten in Serie ein wichtiges Kriterium. Verschiedene Industriezweige nutzen Metallprodukte, die durch Tiefziehen als Methode des Metalldrückens gefertigt werden, da sie auf exakt hergestellte Bauteile gleichbleibender Qualität angewiesen sind. Die Methode wird dabei unter anderem in der Automobilindustrie, im Schiff- und Flugzeugbau sowohl für die Herstellung von Teilen zur Innenausstattung als auch für Karosserieteile genutzt. Aber auch Kochbehälter, Badewannen oder Waschbecken werden durch Tiefziehen hergestellt.

Wie funktioniert Tiefziehen?

Beim Tiefziehen verändert sich die Dicke des Metalls nicht. Es gibt verschiedene Verfahren, um Metall tiefzuziehen.

Metall Tiefziehen durch Zugdruck

Üblicherweise wird dabei ein Blechzuschnitt mit einem Hohlkörper durch Zugdruck umgeformt. Der Blechzuschnitt wird fixiert und durch einen Prägestempel mit Druck in die gewünschte Form gebracht, so dass eine Serie gleichförmiger Produkte gleichbleibender Qualität effizient gefertigt werden kann. Bei dem Verfahren sind Erfahrung und gute Kenntnis des Werkstoffes Metall wichtig. Zwar ist Metall gut formbar und gleichzeitig stabil, dennoch können beim Tiefziehen Schäden oder Fehler wie Risse im Metall oder Falten im fertigen Produkt auftreten, wenn zum Beispiel die Maschinenteile nicht exakt ineinandergreifen.

Hydromechanisches Tiefziehen

Neben dem Tiefziehen mit einem Formwerkzeug gibt es auch das Tiefziehen mit Wirkmedien, ein hydromechanisches Verfahren. Dabei kommt ein Wasserkissen zum Einsatz. Dieses Verfahren ist aufwendiger als die oben beschriebene Vorgehensweise. Gleichzeitig ermöglicht es jedoch eine größere Formenvielfalt.

Tiefziehen mit Wirkenergie

Zudem ist auch das Tiefziehen mit Wirkenergie, klassischerweise durch Magnetumformung, eine Möglichkeit der Metallformung. Hierbei wird der Umformungsimpuls direkt im Blech durch magnetische Kräfte erzielt. Dieses Verfahren lässt sich jedoch nur bei elektrisch gut leitfähigen Blechen einsetzen.

Metallverarbeitung – auch in Zukunft relevant

Metall ist und bleibt ein zentraler Werkstoff für die Menschen – er wird uns sicher noch viele Jahre begleiten. Seine guten Eigenschaften und die exzellenten Verarbeitungsmöglichkeiten sprechen für sich. Zudem liegt die Recyclingquote von Metall zwischen 60 und über 90 Prozent – was den Rohstoff auch für eine nachhaltige Zukunft zu einer sicheren Bank macht.

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