Bauen & Wohnen

Rendite mit dem Eigenheim: Diese Möglichkeiten gibt es

Junges diverses Paar sieht sich auf einem Laptop das Bild eines Immobilien-Neubaus mit Solaranlage an

Für viele Menschen ist es der feste Wunsch, eine eigene Immobilie zu besitzen. Der Kauf oder Bau der eigenen vier Wände wird nach wie vor mit Freiheit und Erfolg verknüpft. Zugleich besteht die Möglichkeit der Kapitalanlage, um mit dem Haus in einer Zeit der niedrigen Zinsen eine ansehnliche Rendite zu erwirtschaften. Worauf es bei diesem Projekt ankommt und worauf es sich lohnt zu achten, fasst dieser Artikel kurz zusammen.

Die Einliegerwohnung im Eigenheim

Natürlich steht das Wohl der eigenen Familie im Vordergrund, wenn es um den Bau des Eigenheims geht. Besonders auf dem Land fühlen sich viele Menschen erst einmal nicht wohl mit der Vorstellung, dass noch andere Parteien im selben Gebäude leben, wenn auch in abgetrennten Wohneinheiten. Doch zumindest aus finanzieller Sicht ist es durchaus ratsam, auch eine Einliegerwohnung in Betracht zu ziehen.

Denn der zusätzliche abgetrennte Wohnbereich kann in den ersten Jahren der Finanzierung wertvolle Einkünfte bedeuten. Je nach Lage ist es schon mit einer beschaulichen Wohnung mit rund 50 Quadratmetern möglich, 500 Euro Kaltmiete pro Monat zu verlangen. Dies bedeutet wichtige Zuschüsse in jener Zeit, in der die Tilgung des Kredits ansteht. Einige Jahre später bietet eine solche voll ausgestattete Wohnung zum Beispiel dem Nachwuchs die Gelegenheit, ein eigenes Reich zu beziehen.

Damit enden die wirtschaftlichen Vorzüge dieser Planung jedoch nicht. Dies liegt vor allem an den staatlichen Zuschüssen, die im Falle einer Einliegerwohnung abgeschöpft werden können. Das Kapital, welches zum Beispiel in diesem Zuge in die energetische Ausstattung fließt, wird schließlich nach der Zahl der Wohneinheiten im Haus berechnet. Eine Einliegerwohnung kann dadurch die Möglichkeit bieten, die Einkünfte aus staatlichen Zuschüssen signifikant zu erhöhen. So kann beispielsweise ein weiterer fünfstelliger Betrag zur Verfügung stehen, der im Rahmen des Bauvorhabens sinnvoll eingesetzt werden kann. Insofern lohnt es sich auch für ländlich gelegene Grundstücke, diese zusätzliche Alternative in Erwägung zu ziehen.

Chancen durch Installation einer Solaranlage

Schon seit rund zwei Jahrzehnten hat die Solaranlage in den finanziellen Planungen vieler Eigenheimbesitzer*innen ihren festen Platz. Die laufenden Erträge der Anlage sind ein guter Grund, sich näher mit diesem Modell zu beschäftigen. Ein Gegenargument, das in diesem Kontext oft eine Rolle spielt, sind die hohen Kaufkosten bei der Anschaffung der Anlage. Diese bewegen sich im mittleren fünfstelligen Bereich und können vor allem während der finanziell ohnehin angespannten Bauphase eine große Belastung darstellen.

Wer nicht über die notwendigen Ressourcen verfügt, muss jedoch nicht gänzlich auf diese Quelle einer Rendite verzichten. Ein Format als Zwischenlösung ist die Vermietung der Dachfläche zum Zweck der Stromgewinnung durch Solarenergie. In der Folge übernimmt eine Gesellschaft die Verwaltung der Anlage und die Investition.* Die Besitzer*innen des Eigenheims können sich derweil auf eine angemessene Aufwandsentschädigung freuen oder werden unter Umständen an den laufenden Erträgen beteiligt. Weitere Informationen rund um dieses Finanzierungsmodell sind zum Beispiel unter solar-direktinvest.de zu finden.

Trotz Wertsteigerung keine Altersvorsorge

Wer den Kauf des Eigenheims nicht direkt mit einer Rendite an sich in Verbindung bringt, hat meist ein spezifisches Motiv: Die Absicherung im Alter. In einer Zeit, in der die Rente nicht mehr sicher scheint, wird Betongold als eine passende Deckung umso lieber in Betracht gezogen. Die vergangenen Jahrzehnte verbuchten durchaus spürbaren Wertzuwachs in dieser Hinsicht. Dieser Trend hat sich vor allem in der letzten Dekade, also seit 2010, weiter verstärkt.

Expert*innen weisen jedoch darauf hin, dass nicht die gesamte Altersvorsorge allein auf der eigenen Immobilie begründet sein sollte. Dies liegt zum einen daran, dass die Bedingung der Liquidität nicht unbedingt gegeben ist. Nur durch den Verkauf können die verbauten finanziellen Reserven zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. Dies hat beim Eigenheim bei Selbstnutzung natürlich zur Folge, dass im Anschluss monatliche Mieten bezahlt werden müssen. Allerdings ist die selbstbewohnte Immobilie auch eine vertraute Umgebung. Im hohen Alter ziehen nur wenige Menschen den Verkauf des Eigenheims ernsthaft und nur im Ausnahmefall in Betracht.

Deshalb gilt als Rat der Expert*innen, die Immobilie nur als Teil der Altersvorsorge zu betrachten. Als effektive Anlageform werden weitere Anlagen benötigt, die bei Bedarf schneller in Kapital verwandelt werden können. Bei Wertpapieren oder Edelmetallen ist dies nicht nur deutlich schneller möglich. Darüber hinaus müssen die Besitzer*innen in dem Fall keine hohen Nebenkosten fürchten, wie sie mit dem Verkauf einer Immobilie meist in Verbindung stehen. Das Modell der vermieteten Immobilie als Kapitalanlage sollte auf mehreren Säulen der Altersvorsorge fußen. Damit bietet es eine bessere Diversifikation und den damit in Verbindung stehenden Schutz vor Werteinbrüchen.

*Zum Weiterlesen zum Thema Investition in Sonnenenergie empfehlen wir unseren Artikel inklusive Infografik unter Photovoltaik: Die nachhaltige und unabhängige Stromversorgung der Zukunft.

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