Finanzen

Die 5 häufigsten Irrtümer über Kredite

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„Lassen Sie besser die Finger davon!“ – Das ist ein häufig gehörter Rat, gerade wenn es um Kredite geht. Dazu kursieren immer wieder verschiedene Irrtümer und Halbwahrheiten, die für Verunsicherung sorgen. Doch de facto ist die Finanzierung von nötigen Anschaffungen oder kleinen Wünschen mithilfe von Krediten keine große Sache. Vorausgesetzt, man vertraut seriösen Anbietern und deckt die gängigsten Irrtümer über Kredite auf. Im folgenden Beitrag bringen wir für Sie Licht ins Dunkle und klären etwa, ob Geringverdiener oder Menschen mit Schufa-Eintrag einen Kredit beantragen können.

1. Geringverdiener haben keinen Anspruch auf Kredite.

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass nur Menschen mit hohem Einkommen Kredite bekommen. Das ist jedoch keine allgemeingültige Regel. Ausschlaggebend sind vielmehr, wie hoch die angefragte Kreditsumme ist und wie die Bonität des Kunden ausfällt. Diese wird bei spezialisierten Anbietern individuell geprüft. Daher können auch Geringverdiener wie

  • Alleinerziehende
  • ALG I-Empfänger
  • Auszubildende
  • Studenten
  • Rentner
  • Zivildienstleistende

generell einen Kredit beantragen. Vorausgesetzt, sie erfüllen die Mindestanforderungen des jeweiligen Kreditanbieters. Über diese sollten sich Kunden in jedem Fall vorab ausführlich informieren.

2. Günstige Darlehen bietet ausschließlich die Bank.

Kredite werden bei fast jedem Bankinstitut mit Privatkundengeschäft angeboten. Dabei handelt es sich meist um Ratenkredite, die für Privathaushalte zur Finanzierung von Konsumgütern gewährt und durch Teilbeiträge getilgt werden. Deswegen gehen viele Menschen zu allererst zu ihrer Hausbank, wenn eine notwendige Anschaffung ansteht. Zwar bieten Banken meist eine persönliche Beratung vor Ort in einer gewohnten Umgebung an. Das gibt vielen Kunden ein sicheres Gefühl. Doch große Banken mit mehreren Filialen verlangen häufig mehr für Kredite, als Online-Banken. Das liegt daran, dass das Filialnetz höhere Fixkosten mit sich bringt. Günstiger können beispielsweise Sofortkredite für Online-Shopper bei seriösen Online-Anbietern, wie Kredu, ausfallen.

3. Kredite sind immer zweckgebunden.

Viele Kunden schrecken vor einer Kreditanfrage zurück, weil sie vermeintlich den Zweck der Geldanleihe offenlegen müssen. Das ist zwar beim staatlich geförderten Förderkredit der Fall, den Unternehmen für eine Existenzgründung beantragen können. Kredite sind jedoch nicht per se zweckgebunden. Bei einer kurzfristigen Geldanleihe mit einem Sofortkredit ist es beispielsweise nicht notwendig, den Grund für den Kredit zu äußern.

4. Die Lösung passt nur für chronisch-arme Menschen

Nicht wenige sehen in der Aufnahme eines Darlehens die Unfähigkeit, mit dem eigenen Geld auszukommen. Das Eine muss jedoch nichts mit dem Anderen zu tun haben. Das belegen auch aktuelle Schufa-Daten: 97,8 Prozent aller Kredite wurden 2017 pünktlich und ordnungsgemäß beglichen. Dazu steigt die Anzahl der neu beantragten Kredite – insbesondere Kleinkredite – von Jahr zu Jahr: 2017 wurden über acht Millionen Kreditverträge abgeschlossen – 18,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Daraus lässt sich ableiten, dass die meisten Deutschen Geld aufnehmen, um kleinere Ziele zu erreichen. Dazu zählen laut Umfragen überwiegend die Finanzierung eines Autos (32 Prozent) oder die Anschaffung neuer Einrichtungsgegenstände (11 Prozent).

5. Bei einem Schufa-Eintrag platzt der Kredit-Traum.

Oftmals kursiert der Irrtum, dass Kreditangebote ohne Schufa schlicht und ergreifend Betrug sind. Doch nur weil etwa die Hausbank keinen Kredit wegen eines negativen Schufa-Eintrags gewährt, heißt das nicht, dass der Kredit-Traum platzen muss. Im Gegenteil: Es gibt eine Reihe von seriösen Kreditanbietern, die Kredite auch bei mittlerer Schufa-Einstufung gewähren. Daher lohnt es sich, fundiert und tiefgreifend zu Kreditanbietern zu recherchieren und sich professionell beraten zu lassen. Selbst wenn ein mittelmäßiger Schufa-Score vorliegt.

Karin Kreuzer

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