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Social Media-Marketing – Das müssen Sie beachten

Trainer, Berater und Coaches nutzen zunehmend Social Media-Marketing. Die Aktivität in den Sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+, Xing und LinkedIn gehören heute zum Marketing einfach dazu. Aber nach einer euphorischen Anfangsphase schlafen Blogs und Social-Media-Profile oft wieder ein, weil sie nicht in die Marketing-Strategie eingebettet werden und damit nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Bernhard Kuntz, Geschäftsführer der PRofilBerater hat zwölf Tipps, wie Sie Social Media-Marketing erfolgreich nutzen können.

 

Zwölf Tipps für erfolgreiches Social Media-Marketing

Tipp 1: Bilden Sie sich weiter. Neue Medien spielen eine immer größere Rolle im Marketing. Deshalb sollten Sie sich ein solides Grundwissen in diesem Bereich aneignen und aktuelle Entwicklungen und Trends verfolgen. Nur so können Sie die Qualität dessen beurteilen, was Ihnen Social Media-Berater verkaufen wollen.

Tipp 2: Seien Sie misstrauisch. Wer im Bereich „Guerilla Marketing“, „Virales Marketing“ und „Social Media-Marketing“ arbeitet, will Ihnen etwas verkaufen. Glauben Sie deshalb nicht alles, was man Ihnen erzählt.

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Social Media-Marketing ist die Zukunft. Es gilt aber einiges zu beachten. (Bild: Tony Hegewald / pixelio.de)

Tipp 3: Entwickeln Sie eine Strategie. Posten Sie nicht einfach wild drauflos, sondern beantworten Sie zuerst einmal folgende Fragen, bevor Sie Ihr Social Media-Marketing starten: Wie ist meine allgemeine Marketing-Strategie aufgebaut? Wie führe ich meine Kunden Schritt für Schritt zur Kaufentscheidung? Ist meine Website suchmaschinenoptimiert? Wenn Sie auf diese Fragen keine fundierten Antworten liefern können, dann ist Ihr Social Media-Marketing zum Scheitern verurteilt.

Tipp 4: Erreichen Sie mit Social Media-Marketing überhaupt Ihre Zielgruppe? Insbesondere als Anbieter im B2B-Bereich müssen Sie prüfen, ob Sie mit Facebook, Google+, Xing und Co. überhaupt Ihre Kunden erreichen. Denn oft ist das nicht der Fall: Gerade Entscheider in Unternehmen sind mit ihren normalen Mails meist genug beschäftigt und haben keine Ressourcen, sich noch um Facebook-Statusmeldungen zu kümmern.

Tipp 5: Bedenken Sie: Sie haben keine Fans. Seien Sie realistisch: Sie sind nicht der FC Bayern München, sondern ein Dienstleister für Unternehmen. Sie haben Geschäftspartner, keine Fans. Wenn Sie sich für Social Media-Marketing entscheiden, dann müssen Sie Ihr Marketing entsprechend ausrichten.

Tipp 6: Wie viel Mehrarbeit bedeutet Social Media-Marketing? Prüfen Sie, ob Sie genügend Ressourcen für das Verfassen von qualitativ hochwertigen Blog- und Forumsbeiträgen haben. Wenn Sie sich für diese Marketing-Kanäle entscheiden, müssen Sie auch zeitnah auf Kommentare und Anfragen von Followern und Freunden reagieren. Ist das im Rahmen Ihrer Alltagsarbeit machbar?

Tipp 7: Planen Sie Promotion ein. Nur weil Sie jetzt einen Blog haben, heißt das nicht, dass der auch gelesen wird. Sie müssen durch Promotion dafür sorgen, dass Ihre Kunden und Zulieferer auf ihn aufmerksam werden. Auch für Youtube-Videos gilt: Sie müssen über andere Marketing-Kanäle auf sie hinweisen, sonst werden sie von Ihren Zielkunden nicht registriert.

Tipp 8: Kommunikation über Social Media reicht nicht aus. Vor allem wenn Sie im B2B-Bereich tätig sind: Die Kommunikation mit Ihren Kunden und Geschäftspartnern über Social Media-Marketing reicht nicht aus. Sie ist nicht individuell und das wissen Ihre Ansprechpartner auch. Deshalb kann Social Media immer nur eine Ergänzung sein, das persönliche Gespräch können solche Kanäle nicht ersetzen.

Tipp 9: Social Media-Marketing spart Zeit und Geld. Als Trainer und Berater können Sie die Social Media-Kanäle vor allem dazu nutzen, um zu einer Vielzahl von Personen den Kontakt zu halten, bei denen sich eine Investion von Zeit und Geld nur bedingt lohnt. Zielgruppen wären zum Beispiel Besucher offener Seminare oder Interessenten, die vermutlich nur ein geringes Ertragspotenzial haben.

Tipp 10: Social Media-Marketing muss einen Mehrwert bieten. Stopfen Sie Ihre Posts nicht mit platter Werbung voll. Sie müssen darauf achten, Ihren Followern und Freunden nützliche Informationen bereitzustellen (Stichwort: Content Marketing) – sonst sind Sie sie ganz schnell wieder los.

Tipp 11: Münzen Sie virtuelle Kontakte in persönliche Kontakte um. Nur wenn Ihnen das gelingt, können Sie einen (betriebswirtschaftlichen) Nutzen aus Ihrem Social Media-Marketing ziehen.

Tipp 12: Nutzen Sie Videos für Ihr Social Media-Marketing. Als Trainer, Berater oder Speaker vermarkten Sie sich selbst. Stellen Sie deshalb Videos von sich selbst ins Netz. Zum Beispiel, wie Sie eine Präsentation vorbereiten. Solche Videos müssen aber hoch professionell produziert werden, da unsere Sehgewohnheiten durch das Fernsehen geprägt sind. Ein schlecht beleuchtetes, unscharfes und verwackeltes Video mit schnarrendem Ton bewirkt das Gegenteil dessen, was Sie eigentlich wollen.

 

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Bernhard Kuntz, Geschäftsführer der PRofilBerater GmbH. (Bild: © Bernhard Kuntz)

Über Bernhard Kuntz

Bernhard Kuntz ist Geschäftsführer der PRofilBerater GmbH, Darmstadt (www.die-profilberater.de). Er ist u.a. Autor der Beratungsmarketing-Fachbuchs „Die Katze im Sack verkaufen: Wie Sie Bildung und Beratung mit System vermarkten – offline und online“.

Hinweis: Die PRofilBerater GmbH hat im September anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens einen Beratermarketing-Blog gestartet (www.beratermarketing-blog.die-profilberater.de) mit Marketing-Tipps für Trainer, Berater und Coaches. Außerdem kommentieren Bernhard Kuntz und der Online-Marketing-Spezialist der PRofilBerater Andreas Lutz in dem Blog „mit spitzer Feder wohlwollend kritisch“ gewisse Phänomene im Bildungs- und Beratungsmarkt.

Katja Heumader

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