Personal

Studie: Deutschland & Österreich auf demografischen Wandel schlecht vorbereitet

Vorreiterunternehmen: Dank strategischer Personalplanung weniger Arbeitskräftemangel

70 Prozent der Unternehmen halten die Bewältigung des demografischen Wandels für erfolgskritisch. Ein Großteil verzeichnet bereits erste demografische Veränderungen und identifiziert vielfältige Risiken. Dennoch hat erst ein Drittel der Unternehmen aktiv demografiebezogene Maßnahmen geplant oder umgesetzt. Towers-Watson-Experte Schwinger kommentiert: „Handlungsbedarf besteht jedoch unmittelbar, da viele HR-Maßnahmen erst mit einer gewissen Vorlaufzeit Wirkung zeigen.“

Die Teilgruppe der Unternehmen, die Maßnahmen schon geplant oder umgesetzt haben, beginnen mit einer strategischen Personalplanung (78 Prozent) bzw. Mitarbeiterbestandsanalysen (81 Prozent). Auf Basis dieser Daten wurden vor allem Talent-Management-Maßnahmen und Employer-Branding-Kampagnen (je 89 Prozent), aber auch Personalentwicklungsprogramme (bei 86 Prozent) konzipiert und implementiert. Das Thema Gesundheitsmanagement folgt erst auf Platz 4; es wird von 73 Prozent der Unternehmen genannt.

Die aktiven Unternehmen können bereits erste Erfolge verzeichnen: Diese Teilgruppe erwartet einen Arbeitskräftemangel für ihr Unternehmen zumeist später als Unternehmen, die sich noch in der Phase der Informationssammlung oder der Risikoidentifizierung befinden. Schwinger betont: „Ein frühzeitiges und integriertes Vorgehen lohnt sich also. Somit können Unternehmen demografische Risiken abwenden oder abmildern und etwaige Chancen für sich nutzen.“

(Towers Watson)

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Hintergrundinformationen zur Studie

Die Studie Demografischer Wandel – Status Quo und Herausforderungen für Unternehmen in Deutschland und Österreich basiert auf einer Befragung von HR- und Demografieverantwortlichen aus 116 Unternehmen aller Branchen mit insgesamt 700.000 Mitarbeitern in Deutschland beziehungsweise vier Millionen Mitarbeitern weltweit. Die Studie wurde nach der ersten Erhebung 2011 in überarbeitetem Design zum zweiten Mal von Towers Watson durchgeführt.

Christoph Schroeder

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