Marketing

Susanne Latour: An den Käufer denken – Namenskreationen für ein Markenportfolio

Susanne Latour
Seit über 20 Jahren spezialisiert auf die Entwicklung von Markennamen (© Bild: Susanne Latour).

… aus unserer wöchentlichen Themenserie „Wie taufe ich richtig?“ Durch den passenden Namen mein Unternehmen zur erfolgreichen Marke machen der Autorin und Spezialistin für Markennamen Susanne Latour. Nach „Vom Erfinder zur Story – über die Herkunft bekannter Markennamen“ folgt heute in Teil 4: „An den Käufer denken – Namenskreationen für ein Markenportfolio“

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Wird eine Firma neu gegründet, steht der Markenname meist für ein einzelnes Produkt. In diesem Fall ist es relativ einfach, die passende Bezeichnung zu finden, denn noch sind alle Kreationsrichtungen offen. Ist der junge Unternehmer dann erfolgreich, entwickelt er wahrscheinlich weitere Produkte unter der Herstellermarke. Doch unter welchem Namen sollen sie vermarktet werden? Um diese Frage zu beantworten, sollte nicht nur der eigene Markenbestand, sondern auch der der Mitwettbewerber analysiert werden. Erst dann lässt sich eine erfolgreiche Strategie entwickeln.

Quellen der Inspiration analysieren

Unternehmer besetzen mit ihren Markennamen oft eine semantische Sphäre – inwieweit dies bewusst geschieht, sei einmal dahingestellt. Auch deshalb ist es interessant, den Bestand zu analysieren und zu sortieren, um die Logik dahinter zu erkennen. Die Opel der Sechzigerjahre etwa hießen KADETT, SENATOR, COMMODORE, ADMIRAL. Bei Volkswagen war der Kunde an Windnamen gewöhnt: PASSAT, BORA, VENTO, SCIROCCO. Später griff Opel auf Städte zurück: MONTEREY, MONZA, ASCONA, SINTRA. Die VW-Manager ließen sich dagegen vom Sport inspirieren: POLO, GOLF und CADDY. Da gab es keine Überschneidungen.


Lesen Sie auf Seite 2: Den Kunden nicht verwirren.

Christoph Schroeder

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