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Wie stehen Entscheider zu Vertrauen und Sicherheit im Internet?

In 1.221 Interviews wurden führende Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik, Öffentlichem Dienst, Zivilgesellschaft, Medien sowie Wissenschaft und Forschung befragt. Die bundesweit repräsentative DIVSI Untersuchung „Entscheider-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet“ entstand in Zusammenarbeit mit dem renommierten Heidelberger SINUS-Institut.

Geringes Vertrauen in das politische System und Rechtsstaat

Neben rein faktischen Informationen liefert die Studie auch Hinweise darauf, dass in Deutschland ein größerer gesellschaftlicher Umbruch im Gange ist. Diese Erkenntnis drängt sich vor dem Hintergrund von Antworten der künftigen Elite unter den Entscheidern auf. Die „Digital Souveränen“ – die Avantgarde – bekunden nämlich im Vergleich zu allen anderen Interviewpartnern im Hinblick auf die Gestaltung des Internets das geringste Vertrauen in das politische System und unseren Rechtsstaat.

Wie denken Entscheider über das Internet?

Grundsätzlich liefert die DIVSI Entscheider-Studie Antworten auf eine Fülle bislang offener Fragen: Wie denken Entscheider über das Internet? Welchen Akteuren schreiben sie welche Verantwortung und welche Einflussmöglichkeiten zu? Wie schätzen sie die Nutzer ein, was sagen sie zu Sicherheits- und Freiheitsbedürfnissen? Die Studie verdeutlicht also erstmals, wie diejenigen über das Internet denken, die wesentlich die Spielregeln gestalten und öffentliche Meinungsbilder prägen.

Frühere Untersuchungen – so auch die Anfang 2012 vorgestellte „DIVSI Milieu-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet“ – betrachteten den fortschreitenden Digitalisierungsprozess ausschließlich aus der Nutzerperspektive. Die Entscheider-Studie setzt mit einem anderen Blickwinkel an – es stehen diejenigen im Fokus, die Führungsverantwortung tragen. Nie zuvor wurden Fragen nach der Verantwortung für das Internet, nach dem Gestaltungsmandat derart ausführlich untersucht.


Erfahren Sie auf Seite 2 warum der Begriff „Digital Natives“ weiter gedacht werden muss.

Christoph Schroeder

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