Gesundheit

Private Pflegeversicherung: eine wichtige Ergänzung zum Pflegegeld

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Pro Jahr um rund drei Monate – das ist der aktuelle Anstieg der Lebenserwartung hierzulande. Dank besserer Umweltbedingungen, Ernährungsmöglichkeiten und medizinischer Versorgung werden die Deutschen immer älter – und möchten so lange wie möglich selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben. Ist Pflege nötig, übernehmen das oft die nächsten Verwandten. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt dann Pflegegeld. Allerdings ist das nur eine Teilkaskoversicherung. Daher lohnt es sich, über sinnvolle Ergänzungen – wie eine private Pflegeversicherung – nachzudenken.

Im Ernstfall nur teilweise abgesichert

Gesundheit ist unbestritten das höchste Gut. Dazu gehört für viele auch, ohne fremde Hilfe den Alltag zu bewältigen. Ist das nicht mehr möglich, gibt es mehrere Hilfs- und Pflegemöglichkeiten. Wenn etwa ein ambulanter Pflegedienst hinzugezogen werden muss oder eine Versorgung im Pflegeheim ansteht, kann allerdings guter Rat teuer werden. Denn das staatliche Pflegegeld deckt nur einen Teil der anfallenden Kosten. Mit einer privaten Pflegeversicherung können Sie dagegen für den Pflegefall vorsorgen.

Private Pflegeversicherung: Warum gute Beratung entscheidend ist

Tritt der Ernstfall ein, schützt Sie eine private Pflegezusatzversicherung davor, die Differenz zwischen Pflegegeld und tatsächlichen Kosten aus eigener Tasche zahlen zu müssen. Dazu kommt noch ein Vorteil: Durch die Versicherung können Sie vermeiden, dass der Gesetzgeber die Kinder des Pflegebedürftigen zur Kasse bittet, um für ausstehende Pflegekosten aufzukommen. Diese können sich schnell auf mehrere hundert Euro pro Monat belaufen.

Doch angesichts der vielen privaten Pflegeversicherungen stellt sich die entscheidende Frage: welches Angebot ist für den jeweiligen Versicherungsnehmer am besten geeignet? Finanzdienstleistungsunternehmen wie die Swiss Life Select Deutschland GmbH, die MLP Finanzberatung SE und die Deutsche Vermögensberatung AG bieten für diesen Bereich ihre Beratungsleistung an. Ein Beispiel dafür ist das Best-Select-Prinzip von Swiss Life Select: Fachkundige Finanzberater erstellen aus einem Portfolio an hochwertigen Finanzprodukten ein Angebot, das auf die individuellen Anforderungen und Wünsche des Versicherten abgestimmt ist.

Drei Arten der privaten Pflegevorsorge

Für den privaten Pflegeschutz stehen drei grundsätzliche Modelle zur Auswahl:

1. Die Pflegekostenversicherung für kommerzielle Pflege

Diese dient zur anteiligen Übernahme von Pflegekosten. Weitere Ausgaben, die durch die Pflegesituation entstehen, deckt sie im Normalfall jedoch nicht ab. Je nach Beitragshöhe und gewähltem Tarif stockt die Pflegekostenversicherung die gesetzliche Pflegeversicherung um einen bestimmten Prozentsatz auf.

2. Das Tagegeld für privat organisierte Pflege

Das Tagegeld unterstützt Familienmitglieder, die einen Verwandten pflegen. Bei dieser Variante, die auch Pflegetagegeldversicherung genannt wird, wird pro Tag eine fixe Summe gezahlt. Das geschieht unabhängig von den tatsächlich anfallenden Pflegeleistungen. Die Leistung ist je nach Tarif entweder für häusliche und stationäre Pflege identisch, oder es kommt bei der häuslichen Pflege ein geringerer Betrag zur Auszahlung. Die Höhe der Summe hängt dabei vom Pflegegrad und den gezahlten Beiträgen ab. Zur Auszahlung kommt es generell nur, wenn eine Pflegebedürftigkeit festgestellt wird. Ein Nachweis der tatsächlich angefallenen Pflegekosten ist dagegen nicht nötig.

3. Die Pflegerentenversicherung

In diesem Fall zaht das Versicherungsunternehmen ab festgestellter Pflegebedürftigkeit eine monatliche Rente. Über das Geld kann frei für Pflegezwecke verfügt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Betreuung der versicherten Person zu Hause oder im Heim stattfindet. Die Zahlung erfolgt bis zum Tod des Versicherungsnehmers.

Fazit: Ihre Initiative ist gefragt, um für den Ernstfall vorzusorgen!

Angesichts der steigenden Lebenserwartung ist die Altersvorsorge ein Thema, dass jeden Bürger betrifft. Für welche Variante Sie sich entscheiden, liegt in Ihrem Ermessen. Allerdings lohnt es sich in jedem Fall, sich einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Arten von Pflegeversicherungen und -anbietern zu verschaffen.

Karin Kreuzer

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