Mit dem kostenlosen Rendite-Rechner von AGITANO können Sie die Rendite berechnen, die eine Geldanlage tatsächlich gebracht hat: bei einer Einmalanlage als Gesamtrendite und Rendite pro Jahr, bei Nachkäufen oder Teilverkäufen tagesgenau als internen Zinsfuß. Kosten, Dividenden und Mieten fließen ein, der Rechenweg zeigt Einsatz, Rückfluss und Zeitraum. So vergleichen Sie Aktien, Fonds, ETF-Sparpläne und Immobilien mit derselben Kennzahl.
Rendite berechnen
Kaufpreis oder eingezahlter Betrag zu Beginn, höchstens .
Verkaufserlös oder heutiger Wert am Ende der Haltedauer, null bei Totalverlust.
Dividenden, Ausschüttungen, Zinsen oder Mieten, zusammengezählt. Gerechnet wird, als wären sie am Ende geflossen. Leer zählt als null.
Kauf-, Depot-, Verwaltungs- und Verkaufskosten, zusammengezählt. Gerechnet wird, als wären sie zu Beginn bezahlt. Leer zählt als null.
Bei vollständigem Verkauf der Verkaufserlös nach Kosten, bei Totalverlust null.
Tag der Bewertung oder des Verkaufs.
Pflichtfeld
Ergebnis
Das Ergebnis erscheint hier, sobald alle Pflichtangaben vorliegen.
Gewinn oder Verlust
Rechenweg
Unverbindliche Modellrechnung. Ersetzt keine Anlage- oder Finanzberatung.
Zuletzt aktualisiert am Rechengrundlage: Bei der Einmalanlage ist die Rendite je Jahr ein Durchschnitt über die Haltedauer, Kosten zählen zu Beginn und Erträge am Ende. Mit Nachkäufen oder Verkäufen wird tagesgenau als interner Zinsfuß gerechnet. Werte vor Steuern und Inflation. Die Eingaben bleiben im Browser und werden nicht übertragen. Die Berechnung ist unverbindlich und ersetzt keine Anlage- oder Finanzberatung.
Grundlage: Einmalanlagen rechnet der Rendite-Rechner als durchschnittliche Rendite je Jahr mit Zinseszins, Anlagen mit Nachkäufen oder Verkäufen tagesgenau als internen Zinsfuß wie die Excel-Funktion XINTZINSFUSS. Berücksichtigt: Kosten, Erträge wie Dividenden, Zinsen oder Mieten, Nachkäufe, Ausschüttungen und Teilverkäufe. Nicht berücksichtigt: Steuern, Inflation, die laufende Mietrendite und Prognosen.
Rendite-Rechner und Rendite berechnen: Das Wichtigste im Überblick
Rendite ist der Gewinn in Prozent des Kapitaleinsatzes, vergleichbar macht Anlagen erst die Rendite pro Jahr.
- Formel: Gesamtrendite = (Rückfluss − Kapitaleinsatz) ÷ Kapitaleinsatz × 100. Zum Kapitaleinsatz gehören Kaufpreis und Kosten, zum Rückfluss Endwert und Erträge.
- Rendite pro Jahr: 25 % Gesamtrendite in fünf Jahren sind mit Zinseszins 4,56 % pro Jahr, nicht 5 %. Der einfache Durchschnitt liegt bei mehr als einem Jahr Haltedauer zu hoch.
- Nachkäufe: Bei mehreren Ein- und Auszahlungen gilt der interne Zinsfuß, tagesgenau wie XINTZINSFUSS: Drei Käufe über zusammen 9.000 Euro, 500 Euro Ausschüttung und 12.400 Euro Depotwert ergeben 6,40 % pro Jahr.
- Kosten: 650 Euro Ausgabeaufschlag und Depotentgelt senken die Rendite einer Fondsanlage über fünf Jahre von 4,56 % auf 3,26 % pro Jahr.
- Vergleichsmaßstab: Alle Werte gelten vor Steuern und Inflation. Festgeld mit bis zu einem Jahr Laufzeit brachte bei deutschen Banken 2,28 % (August 2026), die Inflation lag bei 3,3 % (September 2026).
Faustregel: Bringt eine riskante Anlage nach Kosten nicht mehr als Festgeld, trägt sie Risiko ohne Mehrertrag. Kaufkraft wächst erst oberhalb der Inflation.
So wird die Rendite berechnet: Formel und Rechenweg
Sie können die Rendite berechnen, indem Sie den Gewinn durch den Kapitaleinsatz teilen und für die Rendite pro Jahr die Haltedauer mit Zinseszins einrechnen. Der Rendite-Rechner erledigt beides in einem Schritt und zeigt bei der Einmalanlage jeden Zwischenwert. Bei Nachkäufen rechnet er tagesgenau mit dem internen Zinsfuß.
Die Rendite-Formeln: Kapitaleinsatz, Rückfluss, Gesamtrendite und Rendite pro Jahr
Jede Rendite-Formel baut auf zwei Summen auf, dem Kapitaleinsatz und dem Rückfluss. Was gehört zum Kapitaleinsatz einer Geldanlage?
Kapitaleinsatz = Anlagebetrag + Kosten
Kosten sind Kauf-, Depot-, Verwaltungs- und Verkaufskosten.
Der Kapitaleinsatz ist die Summe aller Beträge, die ein Anleger für eine Geldanlage aufwendet: der Kaufpreis oder der eingezahlte Betrag und sämtliche Kosten. Wer Kosten weglässt, rechnet die Rendite zu hoch. Was gehört zum Rückfluss?
Rückfluss = Endwert + Erträge
Erträge sind Dividenden, Ausschüttungen, Zinsen oder Mieten.
Der Rückfluss ist die Summe aller Beträge, die aus einer Geldanlage zurückkommen: der Verkaufserlös oder der heutige Wert am Ende und alle Erträge während der Haltedauer. Wer Erträge vergisst, rechnet die Rendite zu niedrig. Wie hoch ist der Gewinn?
Gewinn = Rückfluss − Kapitaleinsatz
Der Gewinn ist der Betrag in Euro, um den der Rückfluss den Kapitaleinsatz übersteigt. Ist er negativ, weist der Rechner einen Verlust aus. Wie hoch ist die Gesamtrendite?
Gesamtrendite in % = (Rückfluss − Kapitaleinsatz) ÷ Kapitaleinsatz × 100
Die Gesamtrendite ist der Gewinn in Prozent des Kapitaleinsatzes über die gesamte Haltedauer, unabhängig davon, wie lange das Geld angelegt war. Wie hoch ist die jährliche Rendite?
Rendite pro Jahr in % = ((Rückfluss ÷ Kapitaleinsatz)^(12 ÷ Monate) − 1) × 100
Monate ist die Haltedauer in Monaten. Die Hochzahl 12 ÷ Monate rechnet das Wachstum mit Zinseszins auf ein Jahr um.
Die Rendite pro Jahr, auch Rendite p. a. genannt, ist der gleichbleibende Prozentsatz, um den das Kapital jedes Jahr hätte wachsen müssen, um vom Kapitaleinsatz zum Rückfluss zu kommen. Anders als ein vereinbarter Nominalzins enthält sie bereits alle eingegebenen Kosten und Erträge. Deshalb ist die Rendite je Jahr der Maßstab, sobald Sie Anlagen mit unterschiedlicher Haltedauer vergleichen.
Rechenweg am Beispiel: 10.000 Euro mit Kosten und Dividenden, 3,27 Prozent pro Jahr
Eine Anlage über 10.000 Euro verursacht beim Kauf und während der Haltedauer zusammen 300 Euro Kosten. Nach 6 Jahren und 6 Monaten ist sie 11.200 Euro wert, unterwegs flossen 1.500 Euro Dividenden. Tabelle 1 zeigt jeden Schritt in der Reihenfolge, in der auch der Rendite-Rechner rechnet.
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
| Kapitaleinsatz | 10.000 € + 300 € | 10.300,00 € |
| Rückfluss | 11.200 € + 1.500 € | 12.700,00 € |
| Gewinn | 12.700 € − 10.300 € | 2.400,00 € |
| Gesamtrendite | 2.400 € ÷ 10.300 € × 100 | 23,30 % |
| Haltedauer | 6 Jahre × 12 + 6 Monate | 78 Monate |
| Rendite pro Jahr | ((12.700 ÷ 10.300)^(12 ÷ 78) − 1) × 100 | 3,27 % |
Tabelle 1: Rendite berechnen mit Kosten und Erträgen, Rechenweg am Beispiel
Die Gesamtrendite von 23,30 % klingt nach viel. Pro Jahr bleiben 3,27 %, weil sich der Gewinn auf 78 Monate verteilt.
Besonderheit: Kosten zählen zu Beginn, Erträge am Ende der Haltedauer
Bei der Einmalanlage kennt der Rechner keine Zeitpunkte für Kosten und Erträge. Er rechnet so, als wären alle Kosten beim Kauf bezahlt und alle Erträge beim Verkauf geflossen. Ein Monat zählt als ein Zwölftel Jahr, Kalendertage spielen keine Rolle. Gerundet wird nur das Ergebnis, kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen.
Bei positiver Rendite drücken laufende Kosten wie ein Depotentgelt und regelmäßige Erträge das Ergebnis dadurch nach unten, bei negativer Rendite wirkt die Vereinfachung umgekehrt. Fließen Erträge jedes Jahr, etwa Mieten, liefert die Kachel „Mit Nachkäufen oder Verkäufen“ das genauere Ergebnis. Für die Wohnung aus Beispiel 2 ergeben zehn jährliche Mietzahlungen von je 9.000 Euro dort 3,99 % statt 3,60 % pro Jahr.
Beispielrechnungen: Rendite berechnen für Einmalanlage, Immobilie und Nachkäufe
Die drei Beispiele decken die Grundfälle ab: eine Einmalanlage ohne Nebenkosten, eine vermietete Wohnung mit Kaufnebenkosten und Mieten und einen ETF mit Nachkäufen und Ausschüttung. Mit denselben Eingaben können Sie die Rendite berechnen und jedes Ergebnis im Rechner oben nachvollziehen.
Beispiel 1: Aus 10.000 Euro werden in fünf Jahren 12.500 Euro, 4,56 Prozent pro Jahr
Eine Anlegerin kauft Fondsanteile für 10.000 Euro und verkauft sie nach genau fünf Jahren für 12.500 Euro. Kosten und Erträge fallen in diesem Fall nicht an.
| Position | Betrag |
| Anlagebetrag | 10.000,00 € |
| Endwert | 12.500,00 € |
| Haltedauer | 5 Jahre |
| Gewinn | 2.500,00 € |
| Gesamtrendite | 25,00 % |
| Durchschnittliche Rendite je Jahr | 4,56 % |
Die Gesamtrendite beträgt 25 %. Pro Jahr sind es 4,56 % statt 5 %, weil jedes Jahr auf dem schon gewachsenen Kapital aufbaut.
Beispiel 2: Vermietete Wohnung für 300.000 Euro mit Nebenkosten und Mieten, 3,60 Prozent pro Jahr
Ein Ehepaar kauft eine vermietete Wohnung für 300.000 Euro und zahlt 30.000 Euro Kaufnebenkosten. In zehn Jahren bleiben nach Instandhaltung und Verwaltung 90.000 Euro Mieteinnahmen, dann verkauft es für 380.000 Euro.
| Position | Betrag |
| Anlagebetrag (Kaufpreis) | 300.000,00 € |
| Kosten (Kaufnebenkosten) | 30.000,00 € |
| Kapitaleinsatz | 330.000,00 € |
| Endwert (Verkaufspreis) | 380.000,00 € |
| Erträge (Mieten nach Bewirtschaftung) | 90.000,00 € |
| Rückfluss | 470.000,00 € |
| Gewinn | 140.000,00 € |
| Gesamtrendite | 42,42 % |
| Durchschnittliche Rendite je Jahr | 3,60 % |
Von 42,42 % Gesamtrendite bleiben 3,60 % pro Jahr, weil sich der Gewinn mit Zinseszins auf zehn Jahre verteilt. Wie Betriebskosten die laufende Nettomietrendite einer vermieteten Immobilie senken, zeigt der Beitrag zum Mehrfamilienhaus als Geldanlage.
Beispiel 3: ETF-Sparen mit zwei Nachkäufen und einer Ausschüttung, 6,40 Prozent pro Jahr
Ein Sparer kauft am 1. März 2020 Anteile eines ETF für 5.000 Euro und legt am 1. März 2021 und am 1. März 2022 je 2.000 Euro nach. Am 15. Juni 2023 erhält er 500 Euro Ausschüttung, am 30. September 2026 ist das Depot 12.400 Euro wert.
| Position | Betrag |
| Angelegt gesamt | 9.000,00 € |
| Zurückerhalten gesamt | 500,00 € |
| Wert heute | 12.400,00 € |
| Gewinn | 3.900,00 € |
| Zeitraum | 01.03.2020 bis 30.09.2026 (2.404 Tage) |
| Rendite je Jahr (interner Zinsfuß) | 6,40 % |
Als interner Zinsfuß ordnet die Rendite je Jahr jeden Euro seinem Anlagetag zu und kommt auf 6,40 %. Als Einmalanlage über 6 Jahre und 7 Monate gerechnet, wären es nur 5,62 %, weil die Nachkäufe dann scheinbar von Anfang an gearbeitet hätten.
Wann ein Rendite-Rechner hilft: 8 Anwendungsfälle aus der Praxis
Ein Rendite-Rechner hilft, sobald Sie die Rendite berechnen wollen, die eine Geldanlage wirklich gebracht hat. Diese acht Situationen zeigen den Nutzen:
- Verkauf bewerten: Vor oder nach dem Verkauf einer Aktie, eines Fonds oder einer Beteiligung zeigt die Rendite je Jahr einschließlich Kosten und Dividenden, was das Halten gebracht hat.
- ETF-Sparplan mit Nachkäufen prüfen: Der Gesamtgewinn im Depot verrät nicht, wann das Geld gearbeitet hat, der interne Zinsfuß zeigt dagegen, was jeder angelegte Euro im Schnitt pro Jahr verdient hat.
- Renditeversprechen nachrechnen: Ein Angebot mit 50 % Gesamtrendite in zehn Jahren klingt stark, entspricht aber 4,14 % pro Jahr und lässt sich erst so mit Festgeld oder Anleihen vergleichen.
- Vermietete Immobilie durchrechnen: Kaufpreis, Nebenkosten, Mieten und Verkaufspreis ergeben zusammen die Rendite über die gesamte Haltedauer, sodass sich eine Wohnung neben ein Wertpapierdepot stellen lässt.
- Kapitallebens- oder Rentenversicherung prüfen: Die gezahlten Beiträge, zu höchstens zehn Zeilen zusammengefasst, und die Ablaufleistung oder der Rückkaufswert als Wert heute zeigen, was ein Vertrag nach allen Kosten bringt.
- Beteiligung oder Crowdinvesting bewerten: Bei Anlagen mit laufenden Zinsen oder Ausschüttungen und einer Rückzahlung am Ende erfasst der Rechner die Zahlungen mit ihrem Datum.
- Anlagen mit verschiedener Haltedauer vergleichen: Drei Jahre Festgeld und acht Jahre Fonds lassen sich nur über die Rendite je Jahr fair nebeneinanderstellen, der Rendite-Rechner nimmt dafür Jahre und Monate auf.
- Gespräch mit Bank oder Berater vorbereiten: Mit der eigenen Rendite je Jahr nach Kosten gehen Sie mit einer klaren Zahl in das Gespräch, und ein Finanzberater kann Risiko, Steuern und Alternativen einordnen.
Der Rechner liefert dabei eine Zahl vor Steuern und Inflation. Wie daraus die Nettorendite und die reale Rendite werden, zeigt der Abschnitt zu Brutto, netto und real.
Rendite pro Jahr berechnen: Warum der einfache Durchschnitt täuscht
Die Rendite pro Jahr berechnen Sie mit Zinseszins, weil die Gesamtrendite geteilt durch die Zahl der Jahre bei mehr als einem Jahr zu hoch ausfällt, bei Gewinnen wie bei Verlusten.
Gesamtrendite durch Jahre: Warum das Ergebnis zu hoch ausfällt
Der einfache Durchschnitt tut so, als würde jedes Jahr nur auf dem Anfangskapital verdient. Tatsächlich wächst das Kapital von Jahr zu Jahr, und der Zuwachs verdient mit. Tabelle 2 stellt beide Werte für vier Fälle nebeneinander, geordnet nach Gesamtrendite und Haltedauer.
| Fall | Gesamtrendite | Gesamtrendite ÷ Jahre | Rendite pro Jahr mit Zinseszins |
| 10.000 € zu 15.000 € in 5 Jahren | 50,00 % | 10,00 % | 8,45 % |
| 10.000 € zu 15.000 € in 10 Jahren | 50,00 % | 5,00 % | 4,14 % |
| 10.000 € zu 20.000 € in 10 Jahren | 100,00 % | 10,00 % | 7,18 % |
| 10.000 € zu 20.000 € in 20 Jahren | 100,00 % | 5,00 % | 3,53 % |
Tabelle 2: Gesamtrendite durch Jahre gegenüber der Rendite pro Jahr, gerechnet mit dem Rendite-Rechner
Bei gleicher Haltedauer wächst der Abstand bei Gewinnen mit der Gesamtrendite, bei Verlusten mit der Höhe des Verlusts. Bei 100 % in zehn Jahren überschätzt der einfache Durchschnitt die Rendite um fast drei Prozentpunkte pro Jahr. Auch Verluste verzerrt er: 20.000 Euro, die in drei Jahren auf 15.000 Euro fallen, ergeben −8,33 % nach der einfachen Rechnung, im Rendite-Rechner aber −9,14 % pro Jahr.
Wie rechnet man eine bekannte Gesamtrendite in die Rendite pro Jahr um? Dafür genügt eine Formel:
Rendite pro Jahr in % = ((1 + Gesamtrendite ÷ 100)^(1 ÷ Jahre) − 1) × 100
Gesamtrendite in Prozent, Jahre als Haltedauer.
Die Formel verteilt die Gesamtrendite mit Zinseszins auf die Haltedauer: 50 % in zehn Jahren entsprechen 4,14 % pro Jahr.
CAGR: Die durchschnittliche Rendite pro Jahr mit Zinseszins
Wie hoch ist die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate einer Anlage? International heißt diese Kennzahl CAGR. Im Rendite-Rechner entspricht sie der Einmalanlage ohne Kosten und Erträge:
CAGR in % = ((Endwert ÷ Anfangswert)^(1 ÷ Jahre) − 1) × 100
Bei Monaten statt ganzer Jahre steht 12 ÷ Monate in der Hochzahl, wie in der Formel des Rechners.
Die CAGR ist der gleichbleibende jährliche Zuwachs, der einen Anfangswert über die Haltedauer genau zum Endwert führt. Wächst eine Anlage in drei Jahren von 1.000 auf 1.150 Euro, beträgt die CAGR 4,77 %.
Rechenwege mit dem natürlichen Logarithmus liefern die stetige Rendite von 4,66 %, eine Größe für Finanzmodelle. Für den Vergleich mit einem Zinsangebot zählt die CAGR, weil sie den festen Jahreszins angibt, der zum selben Endwert geführt hätte.
Wie Kapitaleinsatz, Rückfluss und Berechnungsart zusammenspielen, zeigt die Grafik in fünf Schritten.
Schritt 3 entscheidet über die Kennzahl: Für eine einzige Einzahlung reicht die Kachel „Einmalanlage“, auch mit Kosten und Erträgen. Sobald Sie nachkaufen oder Teile verkaufen, gilt der interne Zinsfuß.
Interner Zinsfuß: Rendite bei Nachkäufen, Ausschüttungen und Teilverkäufen
Welche Rendite erzielt Geld, das zu verschiedenen Zeitpunkten angelegt und entnommen wird? Gesucht ist ein interner Zinsfuß:
0 = Summe aller Zahlungen Z ÷ (1 + r)^(t ÷ 365)
Z ist jede Zahlung, angelegtes Geld negativ, zurückerhaltenes Geld und Wert heute positiv. t sind die Tage seit dem ersten Kauf, r ist der interne Zinsfuß als Dezimalzahl.
Der interne Zinsfuß ist der Zinssatz pro Jahr, bei dem alle Zahlungen einer Anlage, auf den ersten Kauftag abgezinst, zusammen null ergeben. Für den ETF aus Beispiel 3 geht die Gleichung bei r = rund 0,0640 auf, also bei 6,40 % pro Jahr. Die Kennzahl heißt auch geldgewichtete Rendite.
Ausschüttende Aktienfonds zahlen Erträge zwischendurch aus, diese Beträge tragen Sie als zurückerhaltenes Geld ein. Fondsgesellschaften weisen dagegen die zeitgewichtete Rendite aus, die den Zeitpunkt Ihrer Käufe ausblendet. Der interne Zinsfuß misst, was Ihr Geld verdient hat, die Wertentwicklung des Fonds dagegen, wie gut der Fonds selbst war.
Experten-Tipp!
Weichen die Wertentwicklung im Fondsbericht und Ihr interner Zinsfuß stark voneinander ab, kann das am Zeitpunkt der Nachkäufe liegen. Prüfen Sie das, bevor Sie eine Anlage wegen einer schwachen Zahl verkaufen.
So rechnen Sie den internen Zinsfuß in Excel mit XINTZINSFUSS nach
Excel hat für Zahlungen an beliebigen Tagen eine eigene Funktion. Laut Microsoft gibt XINTZINSFUSS „den internen Zinsfuß einer Reihe nicht periodisch anfallender Zahlungen“ zurück und rechnet mit einem 365-Tage-Jahr. Tabelle 3 zeigt eine Anlage mit Kauf, Teilverkauf und Restwert.
| Excel-Zeile | Spalte A: Datum | Spalte B: Betrag in Euro | Inhalt |
| 1 | Datum | Betrag | Spaltenköpfe |
| 2 | 15.01.2019 | -20000 | Kauf, angelegtes Geld mit Minus |
| 3 | 01.07.2022 | 8000 | Teilverkauf, zurückerhaltenes Geld mit Plus |
| 4 | 31.12.2025 | 17000 | Wert heute mit Plus |
| 5 | 3,93 % | Formel in B5: =XINTZINSFUSS(B2:B4;A2:A4) |
Tabelle 3: Internen Zinsfuß in Excel mit XINTZINSFUSS berechnen, Beispiel mit Teilverkauf
Als interner Zinsfuß ergeben sich 3,93 %, derselbe Wert wie im Rendite-Rechner mit diesen Zahlungen. Excel rechnet ab dem Datum der ersten Zeile, dort steht deshalb die früheste Zahlung. Datumsangaben gibt man laut Microsoft als echte Datumswerte ein, etwa mit der Funktion DATUM, nicht als Text. Fehlt das Minus beim Kauf, gibt Excel den Fehlerwert #ZAHL! zurück, weil XINTZINSFUSS laut Microsoft mindestens eine positive und eine negative Zahlung erwartet.
Praxisbeispiel: Nachkauf bei einer Aktie im Minus, die Rendite pro Jahr bleibt negativ
Ausgangslage: Ein selbständiger Unternehmensberater hat am 1. Februar 2022 für 15.000 Euro Aktien eines Technologieunternehmens gekauft, das keine Dividende zahlt. Nach Kursverlusten kaufte er am 1. Februar 2023 für 5.000 Euro nach, um seinen Durchschnittskurs zu senken. Am 1. Oktober 2026 sind die Aktien 17.500 Euro wert. Er will wissen, was die Position einschließlich Nachkauf pro Jahr gebracht hat und wie sie im Vergleich zu seinem Festgeld dasteht.
Vorgehen: Er wählt im Rendite-Rechner die Kachel „Mit Nachkäufen oder Verkäufen“ und trägt beide Käufe mit Datum und Betrag ein, die Ordergebühren rechnet er in die Beträge ein. Zurückerhaltenes Geld gibt es nicht. Als Wert heute gibt er 17.500 Euro mit Stand 1. Oktober 2026 an.
Ergebnis: Der Rechner zeigt einen Verlust von 2.500 Euro und als „Rendite je Jahr (interner Zinsfuß)“ −2,98 % über 1.703 Tage. Den Verlust in Euro kannte er, neu ist die Zahl pro Jahr aus dem Rendite-Rechner, die sich mit anderen Anlagen vergleichen lässt. Der niedrigere Durchschnittskurs allein hat aus dem Verlust keinen Gewinn gemacht. Bevor er weiter nachkauft, legt er die Zahl neben sein Festgeld und prüft, ob die Aussichten des Unternehmens seine Erwartung noch tragen.
Brutto, netto, real: Was von der Rendite nach Kosten, Steuern und Inflation bleibt
Der Rendite-Rechner zeigt die Rendite nach den eingegebenen Kosten, aber vor Steuern und Inflation. Was Ihnen am Ende an Kaufkraft bleibt, hängt von allen drei Abzügen ab.
Die folgenden Abschnitte gehen sie der Reihe nach durch: zuerst die Kosten, dann die Steuern, zuletzt die Inflation.
Kosten: Wie Ausgabeaufschlag, Depotentgelt und Nebenkosten die Rendite senken
Kosten wirken in der Rendite-Rechnung wie zusätzliches Kapital, das nichts verdient. Jeder Euro darf dabei nur einmal vorkommen, entweder im Anlagebetrag oder im Feld Kosten, sonst zählt er doppelt.
Diese Kosten gehören in die Rechnung:
- Ausgabeaufschlag und Ordergebühren: Sie fallen beim Kauf an und erhöhen den Kapitaleinsatz.
- Depotentgelt: Es fällt jährlich an, der Rechner zählt die Summe zum Kaufzeitpunkt.
- Kaufnebenkosten bei Immobilien: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler gehören zum Kapitaleinsatz.
- Verkaufskosten: Gebühren beim Verkauf mindern das Ergebnis und gehören ebenfalls in das Feld Kosten.
Laufende Fondskosten tragen Sie nicht ein, weil sie bereits im Kurs und damit im Endwert stecken. Bei Nachkäufen gibt es kein Feld Kosten: Kaufkosten und Depotentgelte rechnen Sie dort in das angelegte Geld ein, Verkäufe tragen Sie mit dem Erlös nach Kosten ein.
Experten-Tipp!
Hat Ihnen Ihre Bank bei laufender Geschäftsbeziehung Wertpapiere empfohlen oder angeboten, muss sie Ihnen jährlich eine Aufstellung der angefallenen Kosten und Nebenkosten bereitstellen (Art. 50 Abs. 9 Delegierte Verordnung (EU) 2017/565). Übernehmen Sie daraus nur Beträge, die Sie zusätzlich bezahlt haben. Laufende Fondskosten stecken schon im Kurs.
Nettorendite nach Steuern: Abgeltungsteuer, Sparer-Pauschbetrag und Teilfreistellung
Für Kapitalerträge von Privatanlegern in Deutschland gelten drei Grundregeln:
- Abgeltungsteuer: Gewinne kosten 25 % Steuer nach § 32d Abs. 1 EStG, dazu 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer (§ 4 SolZG) und gegebenenfalls Kirchensteuer.
- Sparer-Pauschbetrag: 1.000 Euro Kapitalerträge im Jahr bleiben frei, bei zusammen veranlagten Ehegatten 2.000 Euro (§ 20 Abs. 9 EStG).
- Teilfreistellung: Bei Aktienfonds sind 30 % der Erträge steuerfrei (§ 20 Abs. 1 InvStG).
Der Rendite-Rechner zieht keine Steuern ab. Für die Nettorendite tragen Sie deshalb den Endwert nach Steuern ein.
Wie hoch ist der Endwert nach Steuern? Vereinfacht gilt bei ausgeschöpftem Sparer-Pauschbetrag, ohne Kirchensteuer, Vorabpauschalen, Verlustverrechnung und laufende Kosten:
Endwert nach Steuern = Endwert − Gewinn × 0,26375
0,26375 steht für 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag auf diese Steuer. Bei Aktienfonds zählen wegen der Teilfreistellung nur 70 % des Gewinns.
Die Nettorendite ist die Rendite, die nach Abzug der Steuern auf den Gewinn bleibt. Wer für Beispiel 1 die Rendite berechnen will, die nach Steuern bleibt, rechnet 12.500 − 2.500 × 0,26375 und kommt auf rund 11.841 Euro. Mit diesem Endwert zeigt der Rendite-Rechner 3,44 % statt 4,56 % pro Jahr. Bei einem Aktienfonds bleiben rund 12.038 Euro und damit 3,78 % pro Jahr. Für die persönliche Nettorendite tragen Sie die tatsächlich nach Steuern verbliebenen Beträge ein.
Reale Rendite: Inflation und Festgeld als ehrlicher Vergleichsmaßstab
Wie viel Kaufkraft bringt eine Anlage nach der Geldentwertung? Die reale Rendite ergibt sich aus der Rendite r und der Inflation i:
Reale Rendite in % = ((1 + r) ÷ (1 + i) − 1) × 100
r und i als Dezimalzahl, also 4,56 % als 0,0456.
Die reale Rendite ist der Zuwachs an Kaufkraft nach Abzug der Geldentwertung. Die einfache Differenz r − i ist nur eine Näherung, die Formel rechnet genau. Laut Statistischem Bundesamt lag die Inflationsrate im September 2026 bei 3,3 %. Bei 4,56 % pro Jahr aus Beispiel 1 bleiben real 1,22 %: Die Kaufkraft des Vermögens wächst nur um gut ein Prozent im Jahr, solange die Teuerung auf diesem Niveau liegt.
Als sicherer Maßstab dient Festgeld: Für neue Einlagen privater Haushalte mit bis zu einem Jahr Laufzeit zahlten Banken in Deutschland im August 2026 durchschnittlich 2,28 % (Deutsche Bundesbank). Dieser Zins liegt unter der Inflationsrate für September 2026, und auch beim Tagesgeld kann die Inflation den Zins aufzehren. Eine Anlage mit Risiko sollte sich nach Kosten an diesem sicheren Zins messen lassen. Für eine bereits abgeschlossene Anlage ist der Festgeldzins aus demselben Zeitraum der fairere Vergleich.
Praxisbeispiel: Ausgabeaufschlag und Depotentgelt kosten 1,30 Prozentpunkte Rendite pro Jahr
Ausgangslage: Eine Angestellte hat vor fünf Jahren über ihre Hausbank für 10.000 Euro Anteile eines Aktienfonds gekauft. Dazu kamen 5 % Ausgabeaufschlag, also 500 Euro, und ein Depotentgelt von 30 Euro im Jahr. Heute sind die Anteile 12.500 Euro wert, die Bank meldet eine Wertentwicklung von 25 %. Sie fragt sich, warum ihr eigener Gewinn kleiner ausfällt.
Vorgehen: Sie gibt im Rendite-Rechner bei „Einmalanlage“ 10.000 Euro als Anlagebetrag, 12.500 Euro als Endwert und 5 Jahre ein. Unter Kosten trägt sie 650 Euro ein: 500 Euro Ausgabeaufschlag und 150 Euro Depotentgelt. Die laufenden Fondskosten lässt sie weg, weil sie im Kurs bereits enthalten sind. Erträge gab es keine, der Fonds legt seine Erträge wieder an.
Ergebnis: Der Rechner zeigt 1.850 Euro Gewinn, 17,37 % Gesamtrendite und 3,26 % je Jahr. Ohne Nebenkosten wären es 4,56 %, der Unterschied beträgt 1,30 Prozentpunkte pro Jahr. Die von der Bank gemeldete Wertentwicklung misst den Fonds, ihr Ergebnis misst ihr eigenes Geld. Für ihren nächsten Anlagebetrag vergleicht sie deshalb Angebote mit niedrigerem Ausgabeaufschlag und geringerem Depotentgelt.
7 Fehler beim Berechnen der Rendite
Wer die Rendite berechnen will, sollte diese sieben Fehler kennen, denn jeder davon verfälscht das Ergebnis:
- Durchschnitt statt Zinseszins: Wer die Gesamtrendite durch die Jahre teilt, setzt bei 100 % in zehn Jahren 10 % statt 7,18 % pro Jahr an.
- Kosten vergessen: Ohne Ausgabeaufschlag und Depotentgelt wirkt eine Anlage besser, als sie war, im Praxisbeispiel zu den Kosten um 1,30 Prozentpunkte im Jahr.
- Nachkäufe als Anfangskapital: Wer alle Käufe auf den ersten Kauftag legt, unterstellt Geld, das noch gar nicht angelegt war, und verzerrt die Rendite, bei Gewinnen nach unten, im Beispiel 3 auf 5,62 % statt 6,40 %.
- Ausschüttungen vergessen: Ausgezahlte Dividenden fehlen im Depotwert und gehören deshalb als Erträge oder als zurückerhaltenes Geld mit Datum in die Rechnung.
- Kurze Zeiträume hochrechnen: Aus 4 % Gewinn in sechs Monaten macht die Hochrechnung 8,16 % je Jahr, deshalb weist der Rechner ausdrücklich auf die kurze Haltedauer hin.
- Fondsbericht und eigene Rendite gleichsetzen: Ihr interner Zinsfuß und die Wertentwicklung im Fondsbericht messen Verschiedenes und dürfen deutlich voneinander abweichen, ohne dass eine der Zahlen falsch ist.
- Nominal und real verwechseln: Eine Rendite von 3 % je Jahr bedeutet bei 3,3 % Inflation einen realen Verlust an Kaufkraft, obwohl das Depot im Plus steht.
Wer diese Punkte beachtet, bekommt eine Zahl, die sich mit Festgeld, Anleihen oder anderen Anlagen ehrlich vergleichen lässt. Im Zweifel hilft ein zweiter Blick auf die Eingaben im Rechenweg des Rendite-Rechners.
Was der Rendite-Rechner nicht abbildet
Der Rendite-Rechner rechnet bewusst schlank und mit tatsächlichen Werten. Diese Fälle bildet er nicht ab:
- Steuern: Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zieht er nicht ab, für die Nettorendite tragen Sie Beträge nach Steuern ein, wie im Abschnitt zu den Steuern gezeigt.
- Inflation: Die Ergebnisse sind nominal, die reale Rendite rechnen Sie mit der Formel aus dem Abschnitt zur realen Rendite selbst nach.
- Laufende Mietrendite: Die Brutto- oder Nettomietrendite eines einzelnen Jahres zeigt er nicht, nur die Gesamtbetrachtung über die Haltedauer.
- Prognosen: Er schreibt keine künftige Entwicklung fort und rechnet nur mit Werten, die schon feststehen, für die Planung eines Sparziels eignet sich ein Zinseszinsrechner.
- Mehr als zehn Zahlungen je Liste: Für angelegtes und für zurückerhaltenes Geld gibt es je zehn Zeilen, bei einem Sparplan fassen Sie Monatsraten deshalb zu Jahressummen zusammen.
- Zeitgewichtete Rendite: Die Wertentwicklung einer Anlage unabhängig vom eigenen Einstieg berechnet er nicht, diesen Wert weisen Fondsgesellschaften im Fondsbericht aus.
- Sehr lange Zeiträume und extreme Werte: Bei der Einmalanlage rechnet er mit höchstens 50 Jahren Haltedauer, je Betragsfeld mit bis zu 1.000.000.000 Euro, eine Rendite über 1.000 % je Jahr weist er nicht aus.
- Mehrdeutige Zahlungsfolgen: Wechseln Ein- und Auszahlungen mehrfach, kann es mehrere rechnerische Lösungen geben, dann meldet er, dass es keine eindeutige Rendite je Jahr gibt.
Bei Steuerfragen, Erbschaften oder Entscheidungen über größere Beträge ersetzt der Rechner keine Beratung durch Steuerberater oder Anlageberater.
Fazit: Der Rendite-Rechner zeigt, was eine Anlage pro Jahr wirklich bringt
Wer die Rendite berechnen will, braucht zwei Zahlen: die Gesamtrendite für das Ergebnis und die Rendite je Jahr für den Vergleich. Der Rendite-Rechner zeigt bei Einmalanlagen beide Werte, bei Nachkäufen oder Teilverkäufen die Rendite je Jahr als internen Zinsfuß. Den Rechenweg zeigt er gleich mit, bei Nachkäufen rechnen Sie das Ergebnis mit XINTZINSFUSS nach.
Aussagekräftig wird das Ergebnis mit vollständigen Eingaben. Kosten wie Ausgabeaufschlag und Depotentgelt gehören ebenso hinein wie Dividenden, Ausschüttungen und Mieten. Ergebnisse für weniger als ein Jahr sind hochgerechnet und deshalb mit Vorsicht zu lesen.
Für die Entscheidung lohnt sich der jährliche Abgleich mit Kostenaufstellung, Festgeldzins und Inflation. Was Ihnen das Risiko eingebracht hat, zeigt der Abstand Ihrer Rendite je Jahr nach Kosten zum Festgeld. Ob das genügt, hängt auch von Schwankungen und Ihrer Risikobereitschaft ab.
Diese Rechner von AGITANO ergänzen den Rendite-Rechner bei Planung, Zinsvergleich und Kaufkraft:
- Zinseszinsrechner: Wie Anfangskapital und monatliche Sparrate mit Zinseszins wachsen können, für die Planung nach vorn, während der Rendite-Rechner auf tatsächliche Werte zurückblickt.
- Zinsrechner: Endkapital, Zinssatz oder Laufzeit eines Zinsangebots, um die eigene Rendite pro Jahr mit einem sicheren Zins zu vergleichen.
- Inflationsrechner: Kaufkraft und durchschnittliche Inflation je Jahr für einen Zeitraum Ihrer Wahl, die Grundlage für die reale Rendite.
- Prozentrechner: Prozentwert, Prozentsatz und prozentuale Änderung, etwa um Kosten oder Kursbewegungen schnell einzuordnen.
Die Rechner sind kostenlos und laufen direkt im Browser.
Häufige Fragen (FAQ) zum Rendite-Rechner und zur Rendite-Berechnung
Ein Rendite-Rechner berechnet aus Kapitaleinsatz, Rückfluss und Haltedauer, wie viel eine Geldanlage gebracht hat. Der kostenlose Rendite-Rechner von AGITANO weist bei Einmalanlagen Gewinn, Gesamtrendite und jährliche Rendite aus, bei mehreren Käufen, Ausschüttungen oder Teilverkäufen Gewinn und internen Zinsfuß.
Er eignet sich für Aktien, Fonds, ETF, Anleihen, Beteiligungen und Immobilien. Die Eingaben bleiben im Browser und werden nicht übertragen. Das Ergebnis gilt vor Steuern und Inflation und ersetzt keine Anlageberatung, bietet aber eine solide Grundlage, um verschiedene Anlagen miteinander zu vergleichen.
Die Rendite berechnen Sie mit der Formel (Rückfluss − Kapitaleinsatz) ÷ Kapitaleinsatz × 100 als Gesamtrendite. Die Rendite pro Jahr ergibt sich aus ((Rückfluss ÷ Kapitaleinsatz)^(1 ÷ Jahre) − 1) × 100, also mit Zinseszins.
Ein Beispiel: 10.000 Euro Einsatz und 12.500 Euro Rückfluss nach fünf Jahren ergeben 25 % Gesamtrendite und 4,56 % pro Jahr. Kosten zählen zum Kapitaleinsatz, Dividenden, Zinsen und Mieten zum Rückfluss. Für Anlagen mit Nachkäufen gilt stattdessen der interne Zinsfuß. Der Rendite-Rechner nimmt Ihnen beide Rechenschritte ab und zeigt den Rechenweg.
Die jährliche Rendite berechnet man mit Zinseszins: Rückfluss durch Kapitaleinsatz teilen, daraus die n-te Wurzel ziehen (n = Zahl der Jahre), 1 abziehen und mit 100 multiplizieren. Wachsen 10.000 Euro in zehn Jahren auf 15.000 Euro, sind das 4,14 % pro Jahr.
Teilt man die Gesamtrendite einfach durch die Jahre, ergibt das hier 5 %, bei mehr als einem Jahr stets ein zu hoher Wert. Bei einer Haltedauer in Monaten steht 12 geteilt durch die Monate in der Hochzahl. Die Kennzahl heißt auch CAGR oder Rendite p. a.
CAGR steht für Compound Annual Growth Rate, die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate mit Zinseszins. Sie zeigt, mit welchem festen Prozentsatz pro Jahr ein Anfangswert zum Endwert gewachsen wäre: von 1.000 auf 1.150 Euro in drei Jahren sind das 4,77 %.
Zwischenstände spielen keine Rolle, nur Anfang, Ende und Dauer. Für Anlagen mit Nachkäufen passt die Kennzahl deshalb nicht, dort hilft der interne Zinsfuß weiter. Im Rendite-Rechner liefert die Kachel „Einmalanlage“ genau diesen Wert, sofern Sie weder Kosten noch Erträge eintragen.
Der interne Zinsfuß ist die Rendite pro Jahr, mit der sich alle Ein- und Auszahlungen einer Anlage, auf einen Stichtag abgezinst, gegenseitig aufheben. Er gewichtet jeden Euro nach der Zeit, in der er angelegt war, und passt deshalb für Nachkäufe, Ausschüttungen und Teilverkäufe.
Gerechnet wird schrittweise, bis die Summe aufgeht, deshalb übernehmen das ein Rechner oder eine Tabellenkalkulation. Der Rendite-Rechner von AGITANO rechnet tagesgenau mit 365 Tagen pro Jahr. Weil der Wert vom eigenen Ein- und Ausstieg abhängt, heißt er auch geldgewichtete Rendite.
In Excel berechnen Sie die Rendite pro Jahr mit =XINTZINSFUSS(Werte;Zeitpunkte), sobald Zahlungen an verschiedenen Tagen fließen. Für eine Einmalanlage reicht =(Endwert/Anfangswert)^(1/Jahre)-1 mit den passenden Zellbezügen, die Ergebniszelle formatieren Sie als Prozent.
In der Wertespalte steht angelegtes Geld mit Minus, zurückerhaltenes Geld und der heutige Wert mit Plus, daneben jeweils das Datum. Excel rechnet dabei wie der Rendite-Rechner mit einem Jahr von 365 Tagen. Für das Beispiel aus dem Beitrag mit einem Teilverkauf liefert die Funktion 3,93 % pro Jahr.
Rendite und Gewinn sind nicht dasselbe: Der Gewinn ist ein Betrag in Euro, die Rendite setzt ihn ins Verhältnis zum Kapitaleinsatz und wird in Prozent angegeben. 1.000 Euro Gewinn sind bei 5.000 Euro Einsatz 20 %, bei 50.000 Euro nur 2 %.
Für den Vergleich zweier Anlagen zählt zusätzlich die Zeit, deshalb rechnet man die Rendite auf ein Jahr um. Der Rendite-Rechner zeigt bei der Einmalanlage Gewinn, Gesamtrendite und Rendite je Jahr nebeneinander. Ein höherer Gewinn bedeutet also nicht automatisch die bessere Anlage.
Eine Rendite von 4 % pro Jahr liegt über dem Festgeldzins deutscher Banken von durchschnittlich 2,28 % (Laufzeit bis zu einem Jahr, August 2026) und über der Inflation von 3,3 % (September 2026). Real bleiben vor Steuern rund 0,68 % Kaufkraftzuwachs pro Jahr.
Ob der Wert gut ist, hängt vom Risiko ab: Für eine sichere Einlage wäre er hoch. Bei einer schwankenden Anlage stellt sich die Frage, ob 4 % das höhere Risiko ausreichend ausgleichen. Nach Abgeltungsteuer bleibt weniger, oberhalb des Sparer-Pauschbetrags kann der reale Zuwachs ganz verschwinden.
Der Rendite-Rechner berechnet Gesamtrendite und Rendite je Jahr einer Immobilie über die Haltedauer: Kaufpreis als Anlagebetrag, Kaufnebenkosten als Kosten, Mieten nach Bewirtschaftung als Erträge und Verkaufspreis oder heutiger Wert als Endwert.
Die laufende Bruttomietrendite rechnen Sie getrennt als Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100. Wer die Mieten jahresweise mit Datum als zurückerhaltenes Geld einträgt, bekommt über den internen Zinsfuß ein genaueres Ergebnis als mit der Summe am Ende. Kosten für Instandhaltung und Verwaltung ziehen Sie vorher von den Mieten ab.
Der Rendite-Rechner berechnet die Rendite eines bestehenden Sparplans als internen Zinsfuß über die Kachel „Mit Nachkäufen oder Verkäufen“. Je Liste sind bis zu zehn Zeilen möglich, Monatsraten fassen Sie deshalb zu Jahressummen zusammen.
Als Datum einer Jahressumme eignet sich die Jahresmitte, das gleicht den Zeitversatz der Raten grob aus. Dazu kommen der heutige Depotwert und sein Datum. Kaufkosten rechnen Sie in die Beträge ein, Ausschüttungen tragen Sie als zurückerhaltenes Geld ein. Was ein Sparplan künftig bringen kann, zeigt der Zinseszinsrechner mit monatlicher Sparrate.
Quellen und Rechtsgrundlagen
Die steuerlichen und aufsichtsrechtlichen Angaben im Beitrag beruhen auf diesen Rechtsgrundlagen in der geltenden Fassung:
- § 20 EStG: Einkünfte aus Kapitalvermögen und Sparer-Pauschbetrag
- § 32d EStG: Gesonderter Steuertarif für Einkünfte aus Kapitalvermögen
- § 4 SolZG 1995: Zuschlagsatz des Solidaritätszuschlags
- § 20 InvStG: Teilfreistellung bei Aktienfonds
- Art. 50 Delegierte Verordnung (EU) 2017/565: Informationen über Kosten und Nebenkosten
Die Daten zu Inflation und Festgeldzinsen sind im Text dort verlinkt, wo sie stehen.
Disclaimer und Rechtsstand
Disclaimer: Beitrag und Rendite-Rechner dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Das Ergebnis ist eine unverbindliche Modellrechnung vor Steuern und Inflation. Maßgeblich sind die Abrechnungen Ihrer Bank, Ihre Steuerbescheide und die Festsetzungen der zuständigen Stellen. Vergangene Renditen sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Ergebnisse.
Rechtsstand: § 20 und § 32d EStG, § 4 SolZG 1995, § 20 InvStG und Art. 50 Delegierte Verordnung (EU) 2017/565 in der geltenden Fassung. Inflationsrate Stand September 2026, Festgeldzinsen Stand August 2026. Zuletzt aktualisiert am 1. November 2026.
Autor: Oliver Foitzik, Herausgeber und Chefredakteur von AGITANO.


