Tagessatz berechnen: Tagessatz-Rechner für Freelancer und Berater mit Formeln und Beispielen

Tagessatz berechnen mit dem Tagessatz-Rechner auf einem Notebook: Ergebnis 800 Euro

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Inhaltsverzeichnis

Mit dem kostenlosen Tagessatz-Rechner können Freelancer, Berater, Trainer und Interim-Manager ihren Tagessatz berechnen: aus Fixkosten, Zielgewinn und den Tagen, die Kunden tatsächlich bezahlen. Liegt bereits ein Angebot vor, zeigt der Prüfmodus, wie viel Gewinn der Satz im Jahr bringt und ab welchem bezahlten Tag die Fixkosten gedeckt sind.

Tagessatz berechnen

Wie soll gerechnet werden?
€

Der Betrag, der für einen ganzen Tag in Rechnung gestellt wird, ohne Umsatzsteuer und ohne gesondert erstattete Reisekosten.

€

Der Betrag, der am Ende übrig bleiben soll, nicht der Umsatz. Steuern und Vorsorge kommen über das Feld „Abgaben und Vorsorge“ dazu und sind hier nicht einzurechnen.

€

Alle betrieblichen Kosten des Jahres: Miete, Versicherungen, Fahrzeug, Software, Steuerberater, Fortbildung, Beiträge, Werbung.

Arbeitstage pro Woche
Tage

Urlaub, Feiertage und Krankheit zusammen, soweit sie auf Arbeitstage fallen.

%

Der Anteil der Arbeitstage, der tatsächlich als Beratungs-, Trainings- oder Projekttag in Rechnung gestellt wird. Akquise, Angebote, Vorbereitung, Buchhaltung, Fortbildung und Fahrten zählen nicht dazu.

— optional
%

Geschätzter Anteil des Gewinns für Steuern, Kranken- und Altersvorsorge.

— optional
%

Puffer für Forderungsausfälle, Nacharbeit und Gewährleistung.

Pflichtfeld. Das Ergebnis erscheint, sobald alle Pflichtangaben vorliegen. Die optionalen Felder können leer bleiben.

Ergebnis

Noch kein Ergebnis

Das Ergebnis erscheint hier, sobald alle Pflichtangaben vorliegen.

Abrechenbare Tage pro Jahr–
Benötigter Jahresumsatz–
Kostendeckender Tagessatz–
Gewinn nach Abgaben–
Jahresumsatz–
Abrechenbare Tage pro Jahr–
Fixkosten gedeckt ab–

Rechenweg

Werktage im Jahr–
Arbeitstage–
Abrechenbare Tage–
Zielgewinn vor Abgaben–
Risikozuschlag–
Benötigter Jahresumsatz–
Tagessatz–
Kostendeckender Tagessatz–
Jahresumsatz–
Gewinn vor Abgaben–
Gewinn nach Abgaben–
Fixkosten gedeckt ab–

Alle Beträge netto. Tagessätze auf volle Cent aufgerundet, übrige Beträge kaufmännisch gerundet.

Zuletzt aktualisiert am Rechengrundlage: betriebswirtschaftliche Modellrechnung mit 52,18 Wochen im Jahr, keine Rechts- oder Datengrundlage. Abgaben und Vorsorge sind eine Schätzung und ersetzen keine Steuerberatung. Die Eingaben bleiben im Browser und werden nicht übertragen. Die Berechnung ist unverbindlich, Ergebnisse ohne Gewähr.

Grundlage: Betriebswirtschaftliche Modellrechnung mit 52,18 Wochen im Jahr, alle Beträge netto. Berücksichtigt: Fixkosten, Zielgewinn, Arbeitstage pro Woche, Ausfalltage, abrechenbarer Anteil der Arbeitstage, auf Wunsch Abgaben und ein Zuschlag für Ausfall und Risiko. Nicht berücksichtigt: Umsatzsteuer, Reisekosten, Provisionen von Vermittlern und Tagessätze bei Geldstrafen nach § 40 StGB.

Tagessatz berechnen mit dem Tagessatz-Rechner: Das Wichtigste im Überblick

Ein Tagessatz ist nur so belastbar wie die Rechnung dahinter: Er muss an den bezahlten Tagen eines Jahres alle Kosten, das Gewinnziel und die Abgaben einspielen.

  • Definition: Der Tagessatz ist das Nettohonorar für einen ganzen Arbeitstag beim oder für den Kunden, in der Regel zuzüglich Umsatzsteuer. Er finanziert auch Akquise, Verwaltung, Urlaub und Krankheit, also alle Tage, die niemand bezahlt.
  • Formel: Tagessatz = (Fixkosten + Zielgewinn) ÷ abrechenbare Tage. Bei 15.000 Euro Fixkosten, 80.000 Euro Zielgewinn und 131,4 bezahlten Tagen sind das 722,99 Euro.
  • Untergrenze: Der kostendeckende Tagessatz ist Fixkosten ÷ abrechenbare Tage, im selben Fall 114,16 Euro. Darunter entsteht Verlust, darüber beginnt der Gewinn.
  • Prüfregel: Gewinn vor Abgaben = Tagessatz × abrechenbare Tage − Fixkosten. Im selben Fall bringen 700 Euro an 131,4 Tagen 76.980 Euro, das sind 3.020 Euro weniger als das Ziel.
  • Marktwerte: Laut BDU lag der Tagessatz in der Unternehmensberatung 2025 im Schnitt bei 1.300 Euro, die DDIM erwartet im Interim-Management für 2026 durchschnittlich 1.317 Euro. Provider behalten laut DDIM in der Regel 25 bis 35 Prozent.

Als Faustregel gilt: Teilen Sie den Jahresbedarf durch bezahlte Tage statt durch Arbeitstage, sonst fällt der Satz im Beispiel mit 433,79 statt 722,99 Euro um 40 Prozent zu niedrig aus.

Tagessatz berechnen: Formeln und Rechenweg

Wer seinen Tagessatz berechnen will, teilt den Jahresbedarf aus Fixkosten und Zielgewinn durch die abrechenbaren Tage. Entscheidend ist der Nenner: Er umfasst nur die Tage, die ein Kunde bezahlt. Wie viele das sind, hängt von Arbeitstagen pro Woche, Urlaub, Feiertagen, Krankheit und dem Anteil der Zeit ab, den Akquise und Verwaltung beanspruchen.

Tagessatz-Formeln: Jahresbedarf geteilt durch abrechenbare Tage

Welcher Satz je bezahltem Tag deckt die Kosten und den Gewinn eines ganzen Jahres? Das beantwortet die Grundformel:

Tagessatz = (Fixkosten + Zielgewinn) ÷ abrechenbare Tage

Fixkosten sind alle betrieblichen Kosten des Jahres, etwa Büromiete, betriebliche Versicherungen, Fahrzeug, Software und Steuerberater. Private Lebenshaltungskosten gehören nicht dazu. Sie bezahlen Sie aus dem Zielgewinn. Fixkosten und Zielgewinn gelten pro Jahr und netto.

Das Ergebnis ist der Nettosatz je bezahltem Tag, ohne Umsatzsteuer und ohne gesondert erstattete Reisekosten. Der Tagessatz-Rechner rundet ihn auf volle Cent auf, damit die bezahlten Tage den Jahresbedarf vollständig decken. Für das Angebot runden Sie das Ergebnis auf einen glatten Betrag auf, etwa auf volle 50 oder 100 Euro.

Wie viele Tage in den Nenner gehören, zeigt die zweite Formel:

Abrechenbare Tage = (Arbeitstage pro Woche × 52,18 − Ausfalltage) × abrechenbarer Anteil

Arbeitstage pro Woche × 52,18 ergibt die Werktage, gerundet auf ganze Tage. Ausfalltage umfassen Urlaub, Feiertage und Krankheit.

Das Ergebnis nennt die Tage, an denen Sie tatsächlich eine Rechnung schreiben, und kann Nachkommastellen haben. Es ist die wichtigste Annahme der Rechnung, denn jeder Tag weniger erhöht den nötigen Satz.

Abgaben und Risiko: Zielgewinn vor Abgaben und Zuschlag berechnen

Wie hoch muss der Gewinn vor Steuern und Vorsorge sein, damit am Ende der gewünschte Betrag bleibt? Dafür rechnet der Tagessatz-Rechner den Zielgewinn hoch:

Zielgewinn vor Abgaben = Zielgewinn ÷ (1 − Abgabensatz)

Der Abgabensatz ist der geschätzte Anteil des Gewinns für Steuern, Kranken- und Altersvorsorge.

Das Ergebnis ist der Gewinn, den der Tagessatz vor Abgaben einspielen muss, damit der eingetragene Zielgewinn danach übrig bleibt. Wer seinen Tagessatz berechnen und dabei Steuern und Vorsorge einplanen will, trägt deshalb den Abgabensatz mit ein. Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer, gewerbliche Freelancer ermitteln sie mit dem Gewerbesteuer-Rechner und berücksichtigen sie im Abgabensatz.

Für Forderungsausfälle, Nacharbeit und Leerlauf kommt auf Wunsch ein Zuschlag hinzu:

Risikozuschlag = (Fixkosten + Zielgewinn vor Abgaben) × Zuschlag

Der Zuschlag wird in Prozent eingetragen und fließt in den benötigten Jahresumsatz.

Das Ergebnis ist der Eurobetrag, den der Tagessatz zusätzlich tragen muss. Der Zuschlag ist ein Puffer für Jahre, in denen weniger Tage bezahlt werden als geplant.

Prüfmodus: Formeln für Gewinn, Untergrenze und Deckung der Fixkosten

Reicht ein angebotener Tagessatz für Ihr Ziel? Die Antwort liefert der Gewinn vor Abgaben:

Gewinn vor Abgaben = Tagessatz × abrechenbare Tage − Fixkosten

Mit Abgabensatz zeigt der Rechner zusätzlich den Gewinn nach Abgaben.

Liegt das Ergebnis unter Ihrem Zielgewinn, trägt der Satz Ihr Jahr nicht. Ein negativer Wert bedeutet Verlust, der Rechner warnt dann.

Ab welchem Satz entsteht überhaupt ein Gewinn? Das zeigt der kostendeckende Tagessatz:

Kostendeckender Tagessatz = Fixkosten ÷ abrechenbare Tage

Darunter deckt der Satz nicht einmal die Fixkosten. Er ist die Untergrenze für Verhandlungen und keine Zielgröße.

Nach wie vielen bezahlten Tagen sind die Fixkosten eines Jahres verdient?

Fixkosten gedeckt ab = Fixkosten ÷ Tagessatz, aufgerundet auf ganze Tage

Ab diesem Tag trägt jeder weitere bezahlte Tag zum Gewinn bei.

Rechenweg: Trainerin mit 87 abrechenbaren Tagen braucht 627,59 Euro

Eine Trainerin arbeitet vier Tage pro Woche und möchte 45.000 Euro Gewinn vor Abgaben erzielen. Für Versicherungen, Software, Fahrzeug und Fortbildung zahlt sie 9.600 Euro im Jahr. Sie plant 35 Ausfalltage ein, die Hälfte ihrer Arbeitstage sind bezahlte Trainingstage:

SchrittRechnungErgebnis
Werktage im Jahr52,18 Wochen × 4 Tage, gerundet209 Tage
Arbeitstage209 Werktage − 35 Ausfalltage174 Tage
Abrechenbare Tage174 Arbeitstage × 50 %87 Tage
Benötigter Jahresumsatz9.600 € Fixkosten + 45.000 € Zielgewinn54.600,00 €
Tagessatz54.600,00 € ÷ 87 Tage627,59 €
Kostendeckender Tagessatz9.600,00 € ÷ 87 Tage110,35 €

Tabelle 1: Rechenweg der Trainerin mit 4 Arbeitstagen pro Woche

Mit 627,59 Euro je bezahltem Tag erreicht die Trainerin ihr Ziel. Der kostendeckende Tagessatz von 110,35 Euro ist ihre Untergrenze, darunter decken 87 bezahlte Tage nicht einmal die Fixkosten. Zwischen beiden Werten liegt ihr Verhandlungsspielraum, jeder Euro darunter geht vom Gewinn ab.

Abrechenbare Tage statt Arbeitstage: 722,99 statt 433,79 Euro

Leicht übersehen wird, wie stark der Nenner das Ergebnis bestimmt. Der Berater aus Beispiel 1 braucht 95.000 Euro Umsatz im Jahr. Teilt er durch seine 219 Arbeitstage, kommt er auf 433,79 Euro. Bezahlt werden ihm aber nur 60 Prozent dieser Tage, also 131,4. Sein Satz liegt deshalb bei 722,99 Euro, das sind 289,20 Euro mehr.

Akquise, Angebote, Vorbereitung, Buchhaltung, Fortbildung und Fahrten füllen den Rest der Arbeitszeit, bringen aber kein Honorar. Wer neu startet, setzt den Anteil eher vorsichtig an und korrigiert ihn nach den ersten Monaten mit echten Zahlen. Zählen Sie als bezahlt nur Tage, die am Ende auf einer Rechnung stehen.

Beispielrechnungen: Tagessatz berechnen in 5 Fällen

Die fünf Fälle zeigen, wie Sie mit dem Tagessatz-Rechner den Tagessatz berechnen und wie Zielgewinn, Abgaben, Auslastung, Arbeitstage und ein angebotener Satz das Ergebnis verändern. Drei Fälle ermitteln den nötigen Satz, zwei prüfen einen vorhandenen.

Beispiel 1: Berater mit 80.000 Euro Zielgewinn braucht 722,99 Euro am Tag

Ein selbstständiger Berater plant 80.000 Euro Gewinn vor Abgaben bei 15.000 Euro Fixkosten. Er arbeitet fünf Tage pro Woche, rechnet mit 42 Ausfalltagen und stellt 60 Prozent seiner Arbeitstage in Rechnung.

PositionBetrag
Abrechenbare Tage131,4 Tage
Benötigter Jahresumsatz95.000,00 €
Kostendeckender Tagessatz114,16 €
Nötiger Tagessatz (netto)722,99 €

Mit 722,99 Euro je bezahltem Tag erreicht er sein Ziel. Im Angebot nennt er einen runden Satz von 750 Euro. Unter 114,16 Euro würde er bei dieser Auslastung Verlust machen.

Beispiel 2: Mit 35 Prozent Abgaben und 10 Prozent Risiko steigt der Satz auf 1.007,38 Euro

Eine Beraterin will 60.000 Euro nach Steuern und Vorsorge behalten. Bei fünf Arbeitstagen pro Woche hat sie 18.000 Euro Fixkosten, 42 Ausfalltage und 55 Prozent bezahlte Tage. Dazu setzt sie 35 Prozent Abgaben sowie 10 Prozent Zuschlag für Ausfall und Risiko an.

PositionBetrag
Abrechenbare Tage120,45 Tage
Zielgewinn vor Abgaben92.307,69 €
Risikozuschlag11.030,77 €
Benötigter Jahresumsatz121.338,46 €
Nötiger Tagessatz (netto)1.007,38 €

Die Abgaben machen aus 60.000 Euro einen Zielgewinn von 92.307,69 Euro vor Abgaben. Der Zuschlag von 11.030,77 Euro ist ihr Puffer für Forderungsausfälle und Nacharbeit.

Beispiel 3: IT-Freelancer im Langzeitprojekt kommt mit 543,73 Euro aus

Ein IT-Freelancer arbeitet in einem Projekt über zwölf Monate und kann deshalb 80 Prozent seiner Arbeitstage abrechnen. Er plant 85.000 Euro Gewinn vor Abgaben, 12.000 Euro Fixkosten und 38 Ausfalltage bei fünf Tagen pro Woche.

PositionBetrag
Abrechenbare Tage178,4 Tage
Benötigter Jahresumsatz97.000,00 €
Kostendeckender Tagessatz67,27 €
Nötiger Tagessatz (netto)543,73 €

Die hohe Auslastung senkt den nötigen Satz deutlich, obwohl sein Jahresbedarf über dem des Beraters liegt. Endet das Projekt früher, steigt der Bedarf sofort.

Beispiel 4: 700 Euro Tagessatz bringen 76.980 Euro Gewinn vor Abgaben

Ein Kunde bietet dem Berater aus Beispiel 1 einen Rahmenvertrag mit 700 Euro je Tag an. Im Prüfmodus trägt er den Satz mit seinen Fixkosten und Tagen ein.

PositionBetrag
Abrechenbare Tage131,4 Tage
Jahresumsatz91.980,00 €
Fixkosten gedeckt ab22 Tage
Gewinn pro Jahr vor Abgaben76.980,00 €

Zu seinem Ziel von 80.000 Euro fehlen 3.020 Euro. Das gilt aber nur, solange wirklich 131,4 Tage gebucht werden.

Beispiel 5: 250 Euro Tagessatz an 4 Tagen pro Woche enden mit 2.875 Euro Verlust

Eine Trainerin am Anfang ihrer Selbstständigkeit verlangt 250 Euro je Seminartag. Sie ist an vier Tagen pro Woche im Einsatz, plant 40 Ausfalltage und 50 Prozent bezahlte Tage ein und trägt 24.000 Euro Fixkosten für Büro, Fahrzeug und Versicherungen.

PositionBetrag
Abrechenbare Tage84,5 Tage
Jahresumsatz21.125,00 €
Fixkosten gedeckt ab96 Tage
Gewinn pro Jahr vor Abgaben-2.875,00 €

Der Rechner warnt, dass die Fixkosten erst ab 96 Tagen gedeckt wären. Sie braucht mehr bezahlte Tage, niedrigere Fixkosten oder einen deutlich höheren Satz.

Wann der Tagessatz-Rechner hilft: 6 Situationen aus der Praxis

Der Tagessatz-Rechner hilft überall dort, wo Sie einen Tagessatz berechnen oder einen angebotenen Preis für ganze Tage prüfen müssen:

  • Angebot für ein Beratungsprojekt: Vor dem ersten Angebot ermitteln Sie den Satz, der Ihr Jahresziel trägt. So verhandeln Sie mit einer belegten Untergrenze.
  • Wechsel aus der Festanstellung: Wer etwa als IT-Consultant den Schritt zur selbstständigen Tätigkeit als externer Berater geht, muss Urlaub, Krankheit und Vorsorge selbst finanzieren. Der Rechner zeigt, welcher Satz das bisherige Einkommen als Gewinn nach Abgaben ersetzt.
  • Preisgespräch mit Nachlass: Fordert ein Kunde einen niedrigeren Satz, sehen Sie im Prüfmodus, wie viel Gewinn im Jahr übrig bleibt. Die Zahl zeigt, ob ein Nachlass tragbar ist.
  • Vier-Tage-Woche oder Auszeit: Mit weniger Arbeitstagen oder mehr Ausfalltagen sinkt die Zahl der bezahlten Tage. Der Rechner zeigt, um wie viel der Satz dafür steigen muss.
  • Ruhigere Auftragslage: Sinkt der Anteil bezahlter Tage von 60 auf 50 Prozent, braucht der Fall aus Beispiel 1 schon 867,58 statt 722,99 Euro. Eine zweite Rechnung zeigt, welche Reserve ein ruhiges Jahr verlangt.
  • Angebot eines Vermittlers: Behält ein Provider einen Teil des Honorars, rechnen Sie mit dem Betrag, der bei Ihnen ankommt. So sehen Sie, ob die Vermittlung Ihr Ziel noch trägt.

Eine kurze Rechnung vor der Zusage schafft eine belastbare Basis für das Gespräch mit dem Kunden.

Tagessatz oder Stundensatz: Richtig wählen und umrechnen

Ein Tagessatz passt, wenn Kunden ganze Tage buchen, ein Stundensatz bei kurzen, schwer planbaren Einsätzen. Umrechnen lässt sich beides, sobald feststeht, wie viele Stunden ein Tag hat. Wer seinen Tagessatz berechnen und mit einem Stundensatz vergleichen will, braucht deshalb zuerst eine klare Tageslänge.

Tagessatz oder Stundensatz? 3 Fragen bis zur Entscheidung

Welche Abrechnung passt, hängt davon ab, wie Kunden Ihre Leistung buchen und wie gut sich der Aufwand vorab schätzen lässt. Die Grafik führt über drei Fragen zu Buchung, Planbarkeit und Beschreibbarkeit zur passenden Form. Ein Ja endet beim Ergebnis, ein Nein führt zur nächsten Frage. Nach drei Nein entscheidet der Umfang des Einsatzes: Stundensatz oder Tagessatz mit Regeln für Halbtage und Mehrstunden.

Entscheidungsweg in 3 Fragen zu Tagessatz, Stundensatz und Festpreis, nach drei Nein je nach Umfang des Einsatzes Stundensatz oder Tagessatz
Infografik: In 3 Fragen zur passenden Abrechnung: Tagessatz, Stundensatz oder Festpreis. Nach drei Nein entscheidet der Umfang des Einsatzes. Infografik · © AGITANO
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Je nach Kunde und Auftrag können Sie unterschiedliche Modelle anbieten. Jedes Modell sollte auf denselben Jahresbedarf zurückgehen, den der Tagessatz-Rechner ermittelt.

Experten-Tipp!
Kalkulieren Sie einen Festpreis immer mit Änderungsregel: Legen Sie fest, welche Leistungen enthalten sind und zu welchem Tagessatz Zusatzwünsche abgerechnet werden. So trägt der Kunde das Risiko neuer Wünsche und nicht Ihr Gewinn.

Halbtag, Reisetag und Mehrstunden: Was in den Vertrag gehört

Ein Tageshonorar schafft erst Klarheit, wenn der Vertrag die Grenzfälle regelt. Sonst entstehen Streitpunkte genau dort, wo Ihr Aufwand steigt.

Diese vier Punkte gehören in das Angebot oder den Rahmenvertrag:

  • Tageslänge: Legen Sie fest, wie viele Stunden ein Tag umfasst, etwa acht. Dann ist klar, ab wann eine Stunde als Mehrarbeit zählt.
  • Halbtage: Vereinbaren Sie einen eigenen Satz für halbe Tage. Er sollte Vorbereitung und Anreise mittragen, die bei kurzen Einsätzen kaum geringer ausfallen.
  • Reisetage und Reisekosten: Regeln Sie, ob Anreisezeit bezahlt wird und ob Fahrt- und Hotelkosten gesondert erstattet werden. Der Rechner geht von gesondert erstatteten Reisekosten aus.
  • Mehrstunden: Halten Sie fest, ob zusätzliche Stunden anteilig abgerechnet werden oder im Tagessatz enthalten sind. Ohne Regel arbeiten Sie diese Stunden unbezahlt.

Auf der Rechnung stehen dann die abgerechneten Tage. Außer bei Rechnungen über steuerfreie Kleinunternehmerumsätze und bei Kleinbetragsrechnungen mit einem Gesamtbetrag bis 250 Euro gehört auch der Leistungszeitraum als Pflichtangabe dazu.

Tagessatz in Stundensatz umrechnen: 7, 8 oder 9 Stunden

Was ist ein Tagessatz je Stunde wert? Und wie können Sie den Tagessatz berechnen, wenn nur ein Stundensatz vorliegt? Beides beantwortet diese Formel:

Stundensatz = Tagessatz ÷ vereinbarte Stunden je Tag

Umgekehrt gilt:

Tagessatz = Stundensatz × vereinbarte Stunden je Tag.

Das Ergebnis ist der effektive Stundensatz hinter Ihrem Tageshonorar, bei 1.000 Euro und acht Stunden also 125 Euro. Maßgeblich ist die Tageslänge, die im Vertrag steht. Die Übersicht zeigt acht Tagessätze, aufsteigend sortiert, bei sieben, acht und neun Stunden:

Tagessatz (netto)bei 7 Stundenbei 8 Stundenbei 9 Stunden
700 €100,00 € je Stunde87,50 € je Stunde77,78 € je Stunde
1.000 €142,86 € je Stunde125,00 € je Stunde111,11 € je Stunde
1.300 €185,71 € je Stunde162,50 € je Stunde144,44 € je Stunde
1.500 €214,29 € je Stunde187,50 € je Stunde166,67 € je Stunde
1.800 €257,14 € je Stunde225,00 € je Stunde200,00 € je Stunde
2.000 €285,71 € je Stunde250,00 € je Stunde222,22 € je Stunde
2.500 €357,14 € je Stunde312,50 € je Stunde277,78 € je Stunde
3.000 €428,57 € je Stunde375,00 € je Stunde333,33 € je Stunde

Tabelle 2: Tagessatz in Stundensatz umrechnen, kaufmännisch gerundet

Je länger der vereinbarte Tag, desto niedriger der Stundensatz dahinter. Nennen Sie deshalb im Angebot neben dem Tagessatz auch die Tageslänge. Wird aus einem Tag mit acht Stunden einer mit neun, sinkt der effektive Stundensatz ohne Aufpreis um gut 11 Prozent. Für Angebote mit Stundenkontingent nutzen Sie die Spalte, die Ihrer vereinbarten Tageslänge entspricht.

Was ist ein guter Tagessatz? Marktwerte für Berater und Interim-Manager

Ein guter Tagessatz deckt Ihre Kosten und Ihr Gewinnziel und liegt in dem Bereich, den Kunden für Ihre Leistung zahlen. Marktwerte zeigen diesen Bereich, die Untergrenze liefert aber erst die eigene Rechnung. Wer nur den Markt kennt, riskiert einen Satz unter den eigenen Kosten, wer nur rechnet, verschenkt womöglich Spielraum.

Durchschnittliche Tagessätze 2025 und 2026 in Beratung und Interim-Management

Für zwei Gruppen liegen aktuelle Honorardaten von Verbänden vor. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) veröffentlicht mit seiner Studie „Honorare im Consulting“ die Tagessätze im Consulting. Die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) befragt für ihre Marktstudie 2026 über 800 Mitglieder und rund 30 Provider. Beide Veröffentlichungen nennen Durchschnittswerte, eine Aufteilung nach Fachgebiet enthalten sie nicht.

Die BDU-Werte zeigen Durchschnitte für verschiedene Rollen in Beratungsunternehmen, die DDIM-Werte einen Durchschnitt für das Interim-Management. Ein selbstständiger Unternehmensberater trägt Akquise und Auslastung allein, für ihn sind beide Werte nur Anhaltspunkte. Für Freelancer, Trainer und Coaches bleibt der eigene Rechenwert der wichtigste Maßstab. Die Übersicht ist nach Höhe des Tagessatzes sortiert und nennt zu jedem Wert Quelle und Stand:

GruppeTagessatzQuelleStand
Geschäftsführer oder Partner einer Beratung1.600 €BDU, Honorare im Consulting 202515. Dezember 2025
Interim-Manager, Prognose für 20261.317 €DDIM-Marktstudie 202620. Februar 2026
Unternehmensberatung, Durchschnitt 20251.300 €BDU, Honorare im Consulting 202515. Dezember 2025
Analyst einer Beratung700 €BDU, Honorare im Consulting 202515. Dezember 2025

Tabelle 3: Durchschnittliche Tagessätze in Beratung und Interim-Management (Stand: 20. Februar 2026)

Die Werte sind Durchschnitte über Beratungen und Mandate verschiedener Größe. Laut BDU sank der kalkulierte Tagessatz 2025 um 2 Prozent, 47 Prozent der Beratungen ließen ihre Honorare unverändert. Ein Durchschnitt sagt deshalb wenig darüber, ob ein Satz Ihre Kosten und Ihre bezahlten Tage trägt.

Marktwert gegen Rechenwert: 3 Hebel, wenn der Markt unter Ihrem Bedarf liegt

Liegt Ihr Rechenwert über dem, was Kunden in Ihrem Feld zahlen, muss der Preis nicht sofort sinken. Freelancer erleben eine harte Konkurrenz um Aufträge, ein niedriger Preis wirkt dort schnell wie ein Argument. Bevor Sie den Satz senken, sollten Sie Ihren Tagessatz berechnen und im Tagessatz-Rechner andere Hebel prüfen.

Drei Stellschrauben verbessern das Ergebnis, ohne dass Sie den Preis senken:

  • Mehr bezahlte Tage: Längere Mandate und Rahmenverträge erhöhen den abrechenbaren Anteil. Beispiel 3 zeigt, wie stark der nötige Satz bei hoher Auslastung sinkt.
  • Niedrigere Fixkosten: Jeder Euro Fixkosten verteilt sich auf wenige bezahlte Tage. Wer Büro, Fahrzeug oder Software prüft, senkt den kostendeckenden Satz direkt.
  • Spezialisierung: Ein gefragtes Fachgebiet kann einen höheren Satz begründen. Prüfen Sie anhand konkreter Anfragen und Angebote, ob Kunden ihn tatsächlich zahlen.

Im Prüfmodus sehen Sie sofort, wie sich der Gewinn mit mehr bezahlten Tagen, geringeren Fixkosten oder einem höheren Satz verändert.

Experten-Tipp!
Bieten Sie statt eines pauschalen Nachlasses einen niedrigeren Satz gegen ein festes Kontingent an, etwa 40 Tage im Jahr. Ein Nachlass mit Gegenleistung sichert bezahlte Tage, ein Nachlass ohne Gegenleistung kostet nur Gewinn.

Provider-Provision: Was vom Tagessatz bei Ihnen ankommt

Vermittelt ein Provider das Mandat, zahlt der Kunde den vereinbarten Tagessatz, bei Ihnen kommt ein geringerer Betrag an. Laut DDIM erhalten Provider in der Regel 25 bis 35 Prozent des vereinbarten Tagessatzes. Dafür übernimmt der Provider die Vermittlung des Mandats, Ihr Satz je Tag sinkt aber, während Fixkosten und Arbeitstage gleich bleiben. Die Übersicht zeigt die Spanne für einen Kundenpreis von 1.300 Euro, gerechnet im Prüfmodus mit 18.000 Euro Fixkosten, 132,6 bezahlten Tagen und 40 Prozent Abgaben:

Provider-AnteilBei Ihnen kommt anGewinn vor AbgabenGewinn nach Abgaben
0 % (direkt)1.300 € je Tag154.380,00 €92.628,00 €
25 %975 € je Tag111.285,00 €66.771,00 €
30 %910 € je Tag102.666,00 €61.599,60 €
35 %845 € je Tag94.047,00 €56.428,20 €

Tabelle 4: Gewinn bei 1.300 Euro Kundenpreis mit und ohne Provider

Schon 25 Prozent Provision kosten im Beispiel 43.095 Euro Gewinn vor Abgaben im Jahr. Wer über einen Provider arbeitet, sollte deshalb seinen Tagessatz berechnen, indem er im Tagessatz-Rechner nur den Betrag einträgt, der tatsächlich bei ihm ankommt.

Praxisbeispiel: Interim-Managerin mit 1.300 Euro direkt oder 910 Euro über einen Provider

Ausgangslage: Eine Interim-Managerin für Finanzen aus Frankfurt hat nach dem Ende ihres letzten Mandats zwei Angebote für das Frühjahr. Ein Mittelständler will sie direkt für 1.300 Euro je Tag beauftragen, ein Provider bietet ein vergleichbares Mandat zum selben Kundenpreis und behält 30 Prozent. Beide Unternehmen decken damit befristeten Bedarf, wie ihn die HR-Planung über Freelancer, Interim-Kräfte und Partner vorsieht.

Vorgehen: Sie rechnet beide Angebote im Prüfmodus des Tagessatz-Rechners mit 18.000 Euro Fixkosten, fünf Arbeitstagen pro Woche, 40 Ausfalltagen, 60 Prozent bezahlten Tagen und 40 Prozent Abgaben. Für das Provider-Mandat trägt sie den Betrag ein, der bei ihr ankommt: 910 Euro.

Ergebnis: Direkt bleiben ihr bei 132,6 bezahlten Tagen 154.380 Euro Gewinn vor Abgaben, über den Provider 102.666 Euro, also 51.714 Euro weniger. Ein zweiter Prüflauf zeigt, was das Provider-Mandat leisten müsste: rund 190 bezahlte Tage, also 86 statt 60 Prozent ihrer Arbeitstage, damit sie gleichzieht. Weil der Provider keine längere Laufzeit zusagt, nimmt sie das direkte Mandat an und plant die Akquise für das Folgemandat selbst ein.

6 Fehler beim Berechnen des Tagessatzes

Diese sechs Fehler führen dazu, dass Freelancer und Berater ihren Tagessatz berechnen und am Jahresende trotzdem Gewinn fehlt:

  • Durch Arbeitstage teilen: Wer den Jahresbedarf durch sämtliche Arbeitstage teilt, kommt in Beispiel 1 auf 433,79 statt 722,99 Euro. In den Nenner gehören nur abrechenbare Tage.
  • Stundensatz mal acht ohne Vertrag: Ein Stundensatz mal acht ergibt den richtigen Satz je Tag, wenn der Vertrag acht Stunden festlegt. Arbeiten Sie regelmäßig neun Stunden, sinkt der effektive Stundensatz um gut 11 Prozent.
  • Verwaltung als bezahlt zählen: Vorbereitung, Anreise, Angebote und Buchhaltung füllen Arbeitstage, ohne dass ein Kunde sie bezahlt. Allein Belege und Rechnungen können jeden Monat mehrere Stunden kosten, die im abrechenbaren Anteil fehlen.
  • Provision vergessen: Vermittelt ein Provider das Mandat, zählt nur der Betrag, der bei Ihnen ankommt. Im Praxisbeispiel der Interim-Managerin fehlen sonst 390 Euro je Tag in der Rechnung.
  • Untergrenze als Ziel: Der kostendeckende Satz deckt die Fixkosten, ein Gewinn bleibt dabei nicht übrig. Als Verhandlungsziel taugt er deshalb nicht, nur als Grenze nach unten.
  • Mehrstunden verschenken: Ohne Regel für Mehrstunden verlängern sich Projekttage unbemerkt, etwa durch Abstimmungen am Abend. Unbezahlte Stunden senken den Ertrag, den Ihr Satz eigentlich sichern soll.

Wer diese Punkte vor dem Angebot prüft, schützt seinen Gewinn, ohne später nachverhandeln zu müssen.

Was der Tagessatz-Rechner nicht abbildet

Wer mit dem Tagessatz-Rechner seinen Tagessatz berechnen lässt, erhält die Grundrechnung für eine Person. Diese Fälle brauchen einen eigenen Blick:

  • Geldstrafe nach § 40 StGB: Der Begriff Tagessatz steht auch für die Geldstrafe im Strafrecht, die sich nach dem Einkommen richtet. Dort setzt ein Gericht 1 bis 30.000 Euro je Tagessatz fest, mit Honoraren hat das nichts zu tun.
  • Umsatzsteuer: Alle Ergebnisse sind Nettowerte, hinzu kommen in der Regel 19 Prozent nach § 12 Abs. 1 UStG. Den Bruttopreis ermitteln Sie mit dem Mehrwertsteuer-Rechner. Bei der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG fällt keine Umsatzsteuer an.
  • Reisekosten und Spesen: Fahrt, Hotel und Verpflegung gehören nicht in den Tagessatz, wenn Sie sie gesondert abrechnen. Sind sie pauschal enthalten, tragen Sie die erwarteten Reisekosten des Jahres zusätzlich im Feld „Fixkosten“ ein.
  • Status bei langen Mandaten: Wer dauerhaft fast nur für einen Auftraggeber arbeitet, kann den Status nach § 7a SGB IV klären lassen. Das Statusfeststellungsverfahren ist kostenlos und dauert laut Deutscher Rentenversicherung im Schnitt drei Monate.
  • Mehrere Personen: Abrechenbare Tage gelten im Rechner für eine Person. Soll für ein Team ein gemeinsamer Satz entstehen, gehören Tage und Kosten sämtlicher Beteiligten in eine gemeinsame Kalkulation.
  • Unterschiedliche Sätze: Verlangen Sie von Kunden verschiedene Sätze, zeigt eine Rechnung nur einen Fall. Für einen Mischsatz rechnen Sie die Fälle einzeln und gewichten sie nach den erwarteten Tagen.

Für steuerliche Fragen hilft eine Steuerberatung, für den Status im Einzelfall die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Fazit: Tagessatz berechnen, Untergrenze kennen, sicher verhandeln

Den Tagessatz berechnen heißt, drei Zahlen zusammenzubringen: Fixkosten, Zielgewinn und die Tage, die Kunden tatsächlich bezahlen. Der Nenner entscheidet, beim Berater aus Beispiel 1 über 722,99 statt 433,79 Euro. Abrechenbare Tage sind deshalb die wichtigste Annahme der ganzen Rechnung.

Marktwerte wie die 1.300 Euro des BDU für die Unternehmensberatung zeigen den Rahmen, die Untergrenze liefert die eigene Rechnung. Wer über einen Provider arbeitet, rechnet mit dem Betrag, der tatsächlich ankommt, bei 30 Prozent Provision also mit 910 statt 1.300 Euro.

Rechnen Sie den Satz vor größeren Angeboten und zum Jahreswechsel neu und prüfen Sie Gegenangebote im Prüfmodus des Tagessatz-Rechners, bevor Sie zusagen. Regeln Sie Tageslänge, Halbtage und Mehrstunden im Vertrag. So wird aus dem Satz ein Preis, der Ihr Jahr trägt.

Diese kostenlosen AGITANO-Rechner ergänzen den Tagessatz-Rechner bei Preis, Kosten und Einkommen:

  • Stundensatz-Rechner rechnet für kurze, stundenweise Einsätze den passenden Stundensatz aus Ihren Kosten, Ihrem Gewinnziel und den abrechenbaren Stunden.
  • Rabattrechner zeigt in Euro und Prozent, was ein verlangter Nachlass auf Ihren Tagessatz kostet, bevor Sie zusagen.
  • Deckungsbeitragsrechner zeigt, wie viel ein Projekt nach seinen variablen Kosten wie Reisen oder Material zur Deckung Ihrer Fixkosten beiträgt.
  • Break-Even-Point-Rechner berechnet mit Ihrem Tagessatz als Preis je Tag, ab wie vielen bezahlten Tagen Fixkosten und variable Kosten wie Reisekosten gedeckt sind.
  • Brutto-Netto-Rechner zeigt das Nettogehalt einer Festanstellung, damit Sie es beim Wechsel in die Selbstständigkeit mit Ihrem Gewinn nach Abgaben vergleichen können.

Alle Rechner sind kostenlos und rechnen direkt im Browser.

Häufige Fragen (FAQ) zum Tagessatz-Rechner: Tagessatz berechnen für Freelancer und Berater

Was macht ein Tagessatz-Rechner für Freelancer und Berater?

Ein Tagessatz-Rechner ermittelt aus Fixkosten, Zielgewinn und abrechenbaren Tagen den Nettosatz, den Freelancer und Berater je bezahltem Tag verlangen müssen. Im Prüfmodus zeigt er für einen angebotenen Satz den Gewinn im Jahr.

Auf Wunsch rechnet er Abgaben für Steuern und Vorsorge sowie einen Risikozuschlag ein und nennt den kostendeckenden Tagessatz als Untergrenze. Bei 80.000 Euro Zielgewinn, 15.000 Euro Fixkosten und 131,4 bezahlten Tagen ergibt sich ein Satz von 722,99 Euro. Alle Ergebnisse sind Nettowerte ohne Umsatzsteuer.

Wie kann ich meinen Tagessatz berechnen?

Ihren Tagessatz berechnen Sie, indem Sie Fixkosten und Zielgewinn eines Jahres addieren und durch die abrechenbaren Tage teilen. Abrechenbar sind nur Tage, die ein Kunde tatsächlich bezahlt.

Die Zahl dieser Tage ergibt sich aus den Werktagen minus Urlaub, Feiertagen und Krankheit, multipliziert mit dem Anteil bezahlter Tage. Eine Trainerin mit 54.600 Euro Jahresbedarf und 87 bezahlten Tagen kommt so auf 627,59 Euro. Wer durch alle Arbeitstage teilt, setzt den Satz viel zu niedrig an, bei 60 Prozent bezahlten Tagen um 40 Prozent.

Mit welcher Formel lässt sich der Tagessatz berechnen?

Die Formel lautet: Tagessatz = (Fixkosten + Zielgewinn) ÷ abrechenbare Tage. Alle Beträge sind netto und beziehen sich auf ein Jahr.

Die abrechenbaren Tage ergeben sich aus den Werktagen minus Ausfalltage, multipliziert mit dem Anteil der Tage, die Kunden bezahlen. Mit Abgaben wird der Zielgewinn vorher durch eins minus Abgabensatz geteilt. Einen angebotenen Satz prüfen Sie mit Tagessatz mal abrechenbare Tage minus Fixkosten, das ergibt den Gewinn vor Abgaben. Die Untergrenze ist der kostendeckende Tagessatz: Fixkosten geteilt durch abrechenbare Tage.

Was ist ein guter Tagessatz?

Ein guter Tagessatz deckt Fixkosten, Zielgewinn, Abgaben und unbezahlte Tage und ist am Markt durchsetzbar. Die Untergrenze ergibt sich aus der eigenen Kalkulation, den Spielraum nach oben zeigen Marktwerte.

In der Unternehmensberatung reichten die Durchschnitte laut BDU 2025 von 700 Euro für Analysten bis 1.600 Euro für Partner. Liegt der eigene Bedarf über dem Markt, prüfen Sie zuerst längere Mandate, geringere Kosten oder eine Spezialisierung, bevor Sie einen Nachlass geben. Ein Nachlass sollte nur gegen eine Gegenleistung kommen, etwa ein festes Kontingent an Tagen.

Wie hoch ist der Tagessatz eines Freelancers?

Der Tagessatz eines Freelancers hängt von Fachgebiet, Erfahrung, Kosten und bezahlten Tagen ab. Ein IT-Freelancer, der 85.000 Euro verdienen will, 12.000 Euro Fixkosten hat und 178,4 Tage abrechnet, braucht 543,73 Euro.

Als Orientierung dienen Werte aus Nachbarfeldern. In der Unternehmensberatung lag der Durchschnitt 2025 laut BDU bei 1.300 Euro, im Interim-Management erwartet die DDIM für 2026 im Schnitt 1.317 Euro. Liegt Ihr Rechenwert deutlich darunter, prüfen Sie, ob Sie Spielraum verschenken. Liegt er darüber, können längere Mandate oder eine Spezialisierung helfen.

Welchen Tagessatz verlangen Unternehmensberater?

Unternehmensberatungen berechneten 2025 laut BDU im Schnitt 1.300 Euro je Tag. Geschäftsführer und Partner lagen bei 1.600 Euro, Analysten bei 700 Euro.

Die Werte stammen aus der Studie „Honorare im Consulting 2025“ und sind Durchschnitte über Beratungen verschiedener Größe. Der kalkulierte Tagessatz sank 2025 um 2 Prozent, knapp die Hälfte der Beratungsunternehmen änderte ihre Honorare nicht. Selbstständige Berater prüfen mit dem Tagessatz-Rechner, ob ein Marktwert zu ihren eigenen Kosten und Tagen passt, bevor sie ihn für das eigene Angebot übernehmen.

Welche Tagessätze erzielen Interim-Manager?

Für Interim-Manager erwartet die DDIM-Marktstudie 2026 einen durchschnittlichen Tagessatz von 1.317 Euro. Ihre Befragung richtete sich an über 800 Mitglieder und rund 30 Provider.

Vermittelt ein Provider das Mandat, erhält er laut DDIM in der Regel 25 bis 35 Prozent des vereinbarten Tagessatzes. Bei 1.300 Euro Kundenpreis und 30 Prozent kommen 910 Euro an. Im Praxisbeispiel sinkt der Gewinn vor Abgaben dadurch um 51.714 Euro im Jahr. Maßgeblich für Ihre eigene Kalkulation ist deshalb immer der Satz nach Abzug der Provision.

Wie viele Stunden hat ein Tagessatz?

Wie viele Stunden ein Tagessatz umfasst, vereinbaren Auftragnehmer und Kunde im Vertrag. Eine allgemeingültige Tageslänge gibt es nicht, deshalb gehört sie ausdrücklich ins Angebot.

Die Stundenzahl bestimmt den effektiven Stundensatz: Ein Tagessatz von 1.300 Euro ergibt bei acht Stunden 162,50 Euro, bei neun Stunden nur 144,44 Euro. Steht keine Tageslänge im Vertrag, entstehen bei Mehrstunden schnell Streitpunkte. Beim Tagessatz einer Geldstrafe geht es um etwas anderes, dort richtet sich die Höhe nach dem Einkommen und nicht nach Arbeitsstunden.

Lässt sich aus dem Stundensatz ein Tagessatz berechnen?

Aus dem Stundensatz lässt sich ein Tagessatz berechnen, indem Sie ihn mit den vereinbarten Stunden je Tag multiplizieren. 125 Euro je Stunde ergeben bei acht Stunden 1.000 Euro.

Der Weg setzt voraus, dass der Stundensatz bereits alle Kosten und unbezahlten Zeiten trägt. Wer ganze Tage abrechnet, rechnet besser direkt mit bezahlten Tagen, weil Vorbereitung und Reisezeit dann im abrechenbaren Anteil stecken. Für Halbtage und Mehrstunden braucht es zusätzlich eine klare Regel im Vertrag, damit der Tagessatz nicht schleichend sinkt.

Ist der Tagessatz netto oder brutto?

Der Tagessatz wird im Geschäftsverkehr meist netto angegeben, die Umsatzsteuer kommt auf der Rechnung hinzu, im Regelfall 19 Prozent.

Aus 1.000 Euro netto werden so 1.190 Euro brutto. Geschäftskunden mit Vorsteuerabzug vergleichen deshalb Nettopreise. Wer die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzt, weist keine Umsatzsteuer aus. Voraussetzung ist ein Gesamtumsatz von höchstens 25.000 Euro im Vorjahr und höchstens 100.000 Euro im laufenden Jahr, im Gründungsjahr gilt die Grenze von 25.000 Euro. Schreiben Sie ins Angebot ausdrücklich, ob der Satz netto oder brutto gilt, das vermeidet Rückfragen.

Was gilt für Reisekosten, wenn ich als Freelancer den Tagessatz berechnen will?

Reisekosten gehören nicht in den Tagessatz, wenn Sie Fahrt, Hotel und Verpflegung gesondert abrechnen. Davon geht auch der Tagessatz-Rechner aus, sein Ergebnis ist ein Satz ohne erstattete Reisekosten.

Reisezeit ohne Arbeit für den Kunden senkt dagegen den abrechenbaren Anteil, wenn sie nicht bezahlt wird. Sind Reisekosten im Satz enthalten, tragen Sie den erwarteten Jahresbetrag zusätzlich im Feld „Fixkosten“ ein. Halten Sie im Vertrag fest, ob Anreisetage bezahlt werden, welche Kosten der Kunde erstattet und gegen welchen Nachweis. Bei weiten Anreisen lohnt ein eigener Satz für Reisetage.

Wo finde ich einen kostenlosen Tagessatz-Rechner für Berater und Freelancer?

Einen kostenlosen Tagessatz-Rechner finden Sie auf AGITANO. Er ist für Berater, Freelancer, Trainer und Interim-Manager gebaut. Ihre Eingaben bleiben im Browser und werden nicht übertragen.

Der Rechner hat zwei Modi: Im ersten ermitteln Sie den nötigen Tagessatz, im zweiten prüfen Sie einen angebotenen Satz auf Gewinn und Deckung der Fixkosten. Den Rechenweg zeigt er Schritt für Schritt von den Werktagen bis zum Ergebnis. So lassen sich alle Zahlen nachvollziehen und gegenüber Kunden im Angebot sauber begründen, auch bei Nachfragen zum Preis.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Diese Normen bilden den rechtlichen Rahmen für Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Status und die Abgrenzung zur Geldstrafe:

Die Daten der Verbände sind an der jeweiligen Stelle im Text verlinkt.

Disclaimer und Rechtsstand

Disclaimer: Beitrag und Tagessatz-Rechner dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. Das Ergebnis ist eine unverbindliche Modellrechnung. Maßgeblich sind Ihre Verträge, die Festsetzungen des Finanzamts und die Entscheidungen der zuständigen Stellen.

Rechtsstand: UStG, EStG, GewStG, SGB IV und StGB in der geltenden Fassung. Marktwerte nach den Veröffentlichungen des BDU vom 15. Dezember 2025 und der DDIM vom 20. Februar 2026. Zuletzt aktualisiert am 8. November 2026.

Autor: Oliver Foitzik, Herausgeber und Chefredakteur von AGITANO.