Einsichten & Ansichten

Claus-Peter Schaffhauser: Aaaah Wochenende

Der inzwischen verstorbene vierte Khalifa der Ahmadiyya-Gemeinde, Hazra Mirza Tahir Ahmad, will zu seinen Lebzeiten herausgefunden haben, dass der Schweinefleischverzehr mit dem Verkehr (Sie wissen schon?!) eng gekoppelt ist. Will heißen, der zunehmende Hang zur Homosexualität in unserer Gesellschaft wird damit schlüssig erklärt.

Homosexualität ist in Deutschland, vor allen Dingen in konservativen Bundesländern (wie zum Beispiel Bayern) und konservativsten Teilen (wie zum Beispiel der katholischen Kirche), nicht gerade ein Thema, über das man als Betroffener gerne in der Öffentlichkeit spricht, man praktiziert sie halt, und das ist auch gut so. Irgendwie stumm und gequält (sic!). Verdrängung ist nicht gut, sagte schon Sigmund Freud, weil es die Seele krank macht, mit all seinen Folgen. Aber stellen Sie sich doch mal die Konsequenz des missbräuchlichen Genusses von ganzen Schweinshax’n mit Knödeln vor: Söder – schwul, Herrmann – schwul, Ude – schwul (ähm, Räusper), Seehofer – schwul, nein, wirklich nicht, höchstens bi, Beckenbauer – nein, an dieser Stelle müssen wir unsere Gedankenspiele abbrechen. Ich bin ja immer noch nicht darüber hinweg gekommen, dass mein Lieblings-Paradebayer Walter Sedlmayr auch schwul gewesen sein soll. Aber wahrscheinlich hat da irgendein fremder Geheimdienst irgendwas abgehört und die Jungs vom bayerischen Verfassungsschutz haben es nur mal wieder falsch übersetzt. Ich sag nur Massenvernichtungswaffen – die tauchen ja auch immer wieder an den putzigsten Stellen zur richtigen Zeit auf, wie das Ungeheuer von Loch Ness, welches es, nach Aussagen des GCHQ bewiesenermaßen geben soll.

Lassen Sie uns zurückkommen zu anderen wichtigen Themen. Der weltweite Hunger nach Energie. Vergessen Sie Fracking. Viel zu gefährlich. Aus den Vereinigten Staaten wird gemeldet, dass der Ölkonzern ConocoPhillips, Houston, Texas, ein Verfahren entwickelt hat, das es ermöglicht, Fett von, unter anderem von Schweinen, zu Dieselöl zu verarbeiten. Dies geschieht in enger Kooperation mit Tyson Foods, dem größten Fleischproduzenten der Welt. Was für ungeheuere Dimensionen tun sich da auf? Frühstücksspeck zu Diesel! Weltweit würden die Essensabfälle nicht mehr zum Beispiel im Meer entsorgt werden (was ich schon immer befürchtet hatte: die Reste, der nicht leer gegessenen Tellerchen auf der Queen Elisabeth II und anderen Luxuskreuzern, wurden jahrzehntelang über Bord geworfen. Das bringt mich auch zu der Aussage, die ich erst kürzlich gelesen hatte, dass die meisten großen Tümmler, also auch die Delfine, homosexuell sind und damit über kurz oder lang zum Aussterben verurteilt seien. Zu viel Schweineleberpastete genascht?! Sedlmayr – schwul, Rock Hudson – schwul, Flipper – schwul. An was soll der Mensch denn bald noch überhaupt glauben können? Im Übrigen ist ja auch die deutsche Bevölkerung stark abnehmend. Nein, nicht an Gewicht (schon gar nicht im UNO-Sicherheitsrat), da nehmen wir eher immer weiter zu, da Dickere ja auch länger leben sollen, seit der BMI tot ist. Hat nicht direkt etwas mit Hans-Peter Friedrich zu tun, sondern steht für Body-Mass-Index und war über Jahrzehnte der „erhobene Zeigefinger“ in jedem Badezimmer an jeder Personenwaage. Hans-Peter Friedrich hat auf seiner Personenwaage stets die Gefahrenlage abgelesen: je weiter der Zeiger nach Rechts zeigte, umso mehr hat er die Gefahr von Links gesehen, wo jederzeit seine Frau durch die Tür hätte kommen können, um ihn vor übermäßigen Schweinshax’n-Konsum zu warnen.


Fortsetzung auf Seite 4.

Christoph Schroeder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.